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BRÜSSEL - Landwirte und Kleinbauern in Europa müssen nach Ansicht von EU-Agrarkommissar Phil Hogan vor unfairen Handelsmethoden etwa von Großhändlern geschützt werden.

12.04.2018 - 05:25:00

Agrarkommissar: Bauern brauchen Schutz vor unfairen Handelspraktiken. "Wenn wir wollen, dass unsere Bauern überleben, müssen wir dafür sorgen, dass sie in der Lebensmittelkette faire Bedingungen haben", sagte Hogan der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Die EU-Kommission wird am Donnerstag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag präsentieren. Unter anderem sollten verspätete Zahlungen und Last-Minute-Stornierungen bei verderblichen Produkten untersagt werden, sagte Hogan.

Landwirte in Europa erleiden der EU-Kommission zufolge Schäden in Höhe von knapp elf Milliarden Euro pro Jahr wegen unfairer Handelspraktiken. Große verarbeitende Betriebe oder Händler sind dabei gegenüber kleinen regionalen Produzenten und Lieferanten oft in einer stärkeren Position.

Höhere Preise für Verbraucher seien durch die Änderungen nicht zu befürchten, sagte Hogan weiter. In einer Reihe von EU-Staaten gebe es bereits derartige Regeln, jedoch keine Anzeichen, dass deshalb etwa Supermärkte ihre Preise erhöht hätten.

Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten dem Vorschlag noch zustimmen, damit er in Kraft treten kann.

@ dpa.de

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