Pharma, Biotechnologie

BRÜSSEL - In der EU wird an einem gemeinsamen Einkauf von Impfstoffen und Medikamenten gegen die Affenpocken gearbeitet.

27.05.2022 - 17:25:28

EU plant gemeinsame Beschaffung von Affenpocken-Impfstoff. Wie eine Sprecherin der EU-Kommission am Freitag in Brüssel bestätigte, wurde mit den Mitgliedstaaten ein breiter Konsens darüber erzielt, dass die neue EU-Behörde zur Vorsorge von Gesundheitskrisen (Hera) so bald wie möglich medizinische Abwehrmittel beschaffen soll. Das genaue Verfahren werde in den nächsten Tagen mit den Mitgliedstaaten festgelegt.

Zugleich betonte die Sprecherin, dass eine Affenpocken-Impfung auf ganz konkrete Fälle beschränkt sein werde, da die Übertragbarkeit und das Risiko des Virus nicht mit Covid-19 vergleichbar seien.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte bereits Anfang der Woche mitgeteilt, dass sich Deutschland für den möglichen Fall einer weiteren Ausbreitung der Affenpocken bereits "bis zu 40 000 Dosen" Pockenimpfstoff gesichert habe. Das Vakzin namens Imvanex sei in den Vereinigten Staaten gegen Affenpocken zugelassen, sagte er. Es gehe darum, vorbereitet zu sein auf eventuell nötige Impfungen von Kontaktpersonen von Infizierten.

Mit den Maßnahmen wird auf die zuletzt ungewöhnliche Verbreitung von Affenpocken reagiert. Anfang Mai war ein Fall bei einem Menschen in Großbritannien nachgewiesen worden. Seitdem berichten immer mehr Staaten, in denen das Virus bislang eigentlich nicht vorkam, von nachgewiesenen Ansteckungen von Mensch zu Mensch. Mit Stand Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für Deutschland 16 Affenpockenfälle aus sechs Bundesländern.

Affenpocken werden laut RKI durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. "Das Risiko, sich mit Affenpocken zu infizieren, ist nicht auf sexuell aktive Menschen oder Männer, die Sex mit Männern haben, beschränkt. Jeder, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren." Dass momentan vor allem Fälle bei schwulen Männern bekannt sind, könnte unter anderem mit mehreren internationalen Events zusammenhängen, bei denen es zu Ansteckungen kam.

@ dpa.de

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