LUFTHANSA AG, DE0008232125

BRÜSSEL / FRANKFURT - Im Konflikt um den Erhalt von Start- und Landerechten während der Corona-Flaute fordert der Lufthansa -Konzern weiterhin Lockerungen durch die EU-Kommission.

13.01.2022 - 14:39:27

100 unnötige Flüge am Tag - Lufthansa und EU streiten weiter um Slots. Diese hatte am Donnerstag erneut Vorwürfe zurückgewiesen, dass sie mit bürokratischen Vorschriften zu diesen sogenannten Slots die Fluggesellschaften zu umweltschädlichen Leer- oder Geisterflügen zwinge. Auch die Lufthansa profitiere von zahlreichen Ausnahmeregeln, die vom deutschen Slot-Koordinator zugelassen worden seien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

Grundsätzlich müssen die Airlines in diesem Winter an bestimmten, zu normalen Zeiten stark belasteten Flughäfen mindestens die Hälfte ihrer zugeteilten Zeitfenster nutzen, um sie nicht in der kommenden Saison abgeben zu müssen. Zu pandemiefreien Zeiten lag die geforderte Quote bei 80 Prozent. Die für den Winterflugplan auf 50 Prozent abgesenkte Quote kann der Kommission zufolge mit Ausnahmeregeln weiter unterschritten werden, die etwa beim Auftreten neuer Virusvarianten greifen. Die Prüfung unterliegt dabei nationalen Koordinatoren. Ab dem 28. März plant die Kommission eine Erhöhung der Nutzungsquote auf 64 Prozent.

Lufthansa hat nun die uneinheitliche Anwendung der Ausnahmeregeln beklagt. Sie würden in mehr als 20 Mitgliedsländern gar nicht eingesetzt und in den übrigen sehr unterschiedlich, sagte ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Derzeit würden im Konzern täglich etwa 100 kommerziell unnötige, kaum besetzte Flüge durchgeführt. Lufthansa fordert für den Rest des Winterflugplans flexible und unbürokratische Ausnahmen zu den Slotregeln. Die Kommission solle sich für eine einheitliche Regelung einsetzen, um unnötige Flüge zu vermeiden und den Airlines Planbarkeit zu geben.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte kurz vor Jahresende in einem Interview gesagt, dass der Konzern bis Ende März 18 000 eigentlich unnötige Flüge abfliegen müsse, um seine Zeitfenster zu behalten. Davon seien aktuell bereits rund 40 Prozent abgeflogen worden, hieß es nun. Für die verbleibenden rund 11 000 unnötigen Flüge hoffe man auf Lösungen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Lufthansa-Angebot für Alitalia-Nachfolgerin erwartet. ROM/FRANKFURT - Erweitert der Lufthansa -Konzern sein Einflussgebiet nach Süden? Zum Verkauf steht eine Beteiligung an der Alitalia-Nachfolgerin Ita, für die der italienische Staat als alleiniger Eigentümer bis einschließlich Montag (23. Mai) konkrete Angebote erwartet. Italien will dabei mit einer Minderheit an Bord bleiben und den Deal bis Ende Juni abschließen, hat Finanzminister Daniele Franco vor wenigen Tagen verkündet. Lufthansa-Angebot für Alitalia-Nachfolgerin erwartet (Boerse, 22.05.2022 - 13:44) weiterlesen...

Lufthansa schickt Germanwings-Piloten in Zwischengesellschaft. Aus formalen Gründen wurden in dieser Woche betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen, wie eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag bestätigte. Gleichzeitig hätten die Beschäftigten aber ein Angebot erhalten, zu vergleichbaren Bedingungen in die neue Cockpitpersonal GmbH einzutreten. FRANKFURT - Der Lufthansa-Konzern will rund 280 Piloten und Pilotinnen der eingestellten Tochter Germanwings in eine Zwischengesellschaft schicken. (Boerse, 19.05.2022 - 16:12) weiterlesen...

Luftfahrt-Lobby: Maskenpflicht in Flugzeugen nicht nachvollziehbar. Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow verlangte am Mittwoch erneut ein Ende der Maskenpflicht. Die Passagiere sollten selbst entscheiden, ob sie den Mund- und Nasenschutz tragen wollen oder nicht, sagte er laut einer Mitteilung. Das Prinzip der Freiwilligkeit gelte in den meisten anderen Lebens- und Arbeitsbereichen, aber nicht in Flugzeugen mit ihrem besonders geringen Infektionsrisiko. BERLIN/FRANKFURT - Die weiter geltende Maskenpflicht auf Passagierflügen von und nach Deutschland lässt den Luftverkehrsverband BDL nicht ruhen. (Boerse, 18.05.2022 - 09:19) weiterlesen...

Antisemitismusbeauftragter sieht bei Lufthansa Bemühen um Aufklärung. "In meinem Gespräch mit der Lufthansa ist mir das ernsthafte Bemühen zur Aufklärung des gesamten Vorgangs sehr deutlich vermittelt worden. Für mich steht die Integrität der Lufthansa und ihre klare moralische Haltung außer Frage", sagte Becker am Dienstag. Umso mehr schmerze natürlich gerade ein solcher Vorfall gegenüber jüdischen Reisenden, die eben nicht nach ihrem individuellen Verhalten oder Fehlverhalten, sondern nach ihrer Glaubenszugehörigkeit als Gruppe behandelt wurden. FRANKFURT - Im Zusammenhang mit dem Ausschluss einer jüdischen Reisegruppe von einem Lufthansa-Flug nach Budapest sieht der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker beim Konzern einen aufrichtigen Umgang mit dem Vorfall. (Boerse, 17.05.2022 - 12:46) weiterlesen...