Alphabet C-Aktie, US02079K1079

BRÜSSEL - EU-Kommissarin Vera Jourova verschärft ihre Mahnungen an US-Internetkonzerne wie Facebook , Twitter und Google Plus, sich an europäische Verbraucherregeln zu halten.

25.07.2017 - 15:39:25

EU-Kommissarin droht erneut mit Klage gegen Facebook & Co. "Ich werde langsam sehr ungeduldig", sagte Jourova am Dienstag in Brüssel. Wenn der seit Monaten laufende Dialog nicht fruchte, werde die Kommission eine koordinierte Klage europäischer Verbraucherschutzbehörden mit auf den Weg bringen.

Die Kommission hatte die US-Konzerne schon im Frühjahr aufgefordert, ihre Nutzerbedingungen gültigen EU-Regeln anzupassen. Unter anderem müssten europäische Nutzer das Recht haben, bei Streit vor hiesigen Gerichten und nicht nur am Sitz der Konzerne in Kalifornien zu klagen, sagte Jourova. Auch Klauseln zur Beschränkung der Haftung seien nicht akzeptabel. "Wenn sie in Europa Geschäfte machen wollen, müssen sie sich an EU-Standards halten", sagte Jourova.

Auf ihre Forderung hin hätten zwei von drei Konzernen bis 20. Juli Stellungnahmen eingereicht. Ein Unternehmen habe um Fristverlängerung gebeten. Man werde die Schriftsätze analysieren und prüfen, ob sie ausreichend seien, sagte Jourova. Andernfalls werde die Klage gestartet, bei der die französische Verbraucherschutzbehörde die Federführung übernehme. Eine weitere Chance erhielten die Konzerne nicht, betonte sie.

Ähnliche Drohungen hatte Jourova allerdings schon vor Monaten gemacht und eine Frist bis Ende April gesetzt. Schon im November 2016 hatten die europäischen Verbraucherschutzbehörden in einem Brief gemeinsam ihre Anliegen an die drei Netzwerke übermittelt.

Jourova stellte die Ergebnisse der jüngsten Verbraucherbefragung im Auftrag der EU vor, die unter anderem belegen, dass auch Europäer immer öfter online einkaufen. 2016 waren es 55,1 Prozent der Befragten, knapp fünf Prozentpunkte mehr als 2014. Das Vertrauen in Online-Geschäfte stieg deutlich. 57,8 Prozent der Teilnehmer vertrauen auch Händlern in anderen EU-Ländern, das sind 21,1 Prozentpunkte mehr als noch 2014.

Allerdings melden auch 24,2 Prozent der Kunden Probleme, ein Plus von 6,7 Prozentpunkten. Die häufigsten Schwierigkeiten sind demnach, dass der Händler im EU-Ausland ein bestimmtes Zahlungsmittel nicht akzeptiert oder nicht in das Land des Bestellers liefert.

Die EU-Kommission erhebt seit 2008 jährlich Daten in ganz Europa für das sogenannte Consumer Score Board. Es soll Wissen und Ansichten von Händlern und Kunden zur EU-Verbraucherschutzpolitik spiegeln.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Europäer suchen Platz neben USA und China. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte auf der Innovationskonferenz DLD in München, Europa müsse sich dazu durchringen, eine aktivere Rolle in der Welt zu spielen. Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges gab den Wettbewerb bei verbraucherorientierten Online-Plattformen verloren - sieht aber Chancen im Internet der Dinge mit der Vernetzung von Milliarden Geräten. MÜNCHEN - Europäische Politiker und Unternehmer beschwören schnelles Handeln, um nicht zwischen den Tech-Supermächten USA und China zerrieben zu werden. (Boerse, 21.01.2018 - 15:58) weiterlesen...

Apple dehnt Initiative 'Jeder kann programmieren' auf Europa aus. An 70 Schulen, Hochschulen und Universitäten in Europa soll ein von Apple entwickelter Lehrplan eingeführt werden, die Studierende in die Lage versetzen soll, mobile Apps zu schreiben, kündigte Apple-Chef Tim Cook am Freitag in Harlow im Südosten Englands an. Damit wolle man die Studenten mit den nötigen Fähigkeiten ausstatten, damit sie in der boomenden App-Economy Karriere machen könnten. HARLOW - Apple dehnt seine Bildungsinitiative "Jeder kann programmieren" auf 16 Länder in Europa aus. (Boerse, 19.01.2018 - 14:15) weiterlesen...

Unternehmen steigern Löschquote (Boerse, 19.01.2018 - 13:59) weiterlesen...

Apple dehnt Initiative 'Jeder kann programmieren' auf Europa aus. An 70 Hochschulen und Universitäten in Europa soll ein von Apple entwickelter Lehrplan eingeführt werden, die Studierende in die Lage versetzen soll, mobile Apps zu schreiben, kündigte Apple-Chef Tim Cook am Freitag in Harlow im Südosten Englands an. Damit wolle man die Studenten mit den nötigen Fähigkeiten ausstatten, damit sie in der boomenden App-Economy Karriere machen könnten. Im vergangenen Sommer hatten bereits führende Community Colleges in den USA angekündigt, die App-Entwicklung mit Swift zum Lehrplan hinzuzufügen. HARLOW - Apple dehnt seine Bildungsinitiative "Jeder kann programmieren" auf 16 Länder in Europa aus. (Boerse, 19.01.2018 - 10:24) weiterlesen...

Hass im Netz: Unternehmen steigern nach neuen EU-Zahlen Löschquote. Zahlen der Brüsseler Behörde zufolge nahmen die Unternehmen Facebook, Twitter und YouTube zuletzt rund 70 Prozent aller beanstandeten Inhalte auf Grundlage ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Netz. Dies war deutlich mehr als bei der Überprüfung im Mai vergangenen Jahres. Damals konstatierte die Kommission eine Löschquote von 59 Prozent. Ende 2016 lag sie noch bei nur 28 Prozent. BRÜSSEL - Der Kampf gegen Hass und Hetze im Internet kommt nach einer neuen Untersuchung der EU-Kommission auch ohne gesetzliche Regelungen zügig voran. (Boerse, 19.01.2018 - 07:02) weiterlesen...

WhatsApp will kleinen Firmen Kommunikation mit Kunden erleichtern. Die Facebook -Tochter bringt deswegen die neue App "WhatsApp Business" heraus, die zusätzliche Werkzeuge für Unternehmen bereitstellt. So sollen die Firmen dadurch Zeit sparen können, dass sie Antworten auf häufig gestellte Fragen abspeichern und bei Bedarf abrufen können, sagte WhatsApp-Manager Mitu Singh. Die App wird zunächst nur für das Google -Betriebssystem Android herausgebracht. Wann es eine Version für Apples iOS-System geben könnte, blieb offen. MOUNTAIN VIEW - Der Kurzmitteilungsdienst WhatsApp will sich stärker als Kanal für die Kommunikation kleiner Firmen mit ihren Kunden etablieren. (Boerse, 18.01.2018 - 17:39) weiterlesen...