GAZPROM, US3682872078

BRÜSSEL - Der europäische Gas-Notfallplan zur Vorbereitung auf einen möglichen Stopp russischer Gaslieferungen tritt am Dienstag in Kraft.

08.08.2022 - 14:12:30

EU-Notfallplan für Gas tritt am Dienstag in Kraft. Am Montag wurde das neue Gesetz im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Der Plan sieht vor, dass alle EU-Länder ihren Gasverbrauch von Anfang August bis März nächsten Jahres freiwillig um 15 Prozent senken, verglichen mit dem Durchschnittsverbrauch der letzten fünf Jahre in diesem Zeitraum. Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine hat Russland seine Lieferungen an die EU bereits drastisch reduziert.

Insgesamt müssen nach Zahlen der EU-Kommission 45 Milliarden Kubikmeter Gas gespart werden. Deutschland müsste etwa 10 Milliarden Kubikmeter Gas weniger verbrauchen, um das 15-Prozent-Ziel zu erreichen.

Falls nicht genug gespart wird und es weitreichende Versorgungsengpässe gibt, kann im nächsten Schritt ein EU-weiter Alarm mit verbindlichen Einsparzielen ausgelöst werden. Die Hürde dafür ist allerdings hoch: Es bräuchte die Zustimmung von mindestens 15 EU-Ländern, die zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung der Union ausmachen. Gleichzeitig haben sich mehrere Länder - etwa Spanien und Italien - für diesen Fall Ausnahmen von den verbindlichen Sparzielen ausgehandelt und wollen weniger als 15 Prozent sparen. Der Notfallplan gilt zunächst für ein Jahr.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kretschmann macht Union und SPD für Energiekrise mitverantwortlich. "Jetzt fallen uns die strategischen Fehlentscheidungen der letzten Bundesregierungen auf die Füße", sagte Kretschmann am Samstag beim Parteitag der Südwest-Grünen in Donaueschingen. Sie hätten Deutschland von russischem Öl, Kohle und Gas abhängig gemacht und zugeschaut, wie Gazprom Speicher, Leitungen und Raffinerien aufgekauft haben. "Das war einfach leichtsinnig und naiv." Die großen Koalitionen aus Union und SPD hätten den Ausbau der Erneuerbaren Energien hart ausgebremst. "Dafür bezahlen wir jetzt die Zeche", sagte Kretschmann. DONAUESCHINGEN - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Union und SPD eine Mitverantwortung für die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs gegeben. (Boerse, 25.09.2022 - 14:42) weiterlesen...

Scholz bekräftigt: Werden durch diesen Winter kommen - Lob für IG BCE. Mit dem Ausweichen auf alternative Gas-Lieferquellen und dem begonnenen Bau von LNG-Terminals, aber auch durch weiter laufende Kohlekraftwerke und die Atomreserve seien die Voraussetzungen geschaffen, sagte er am Freitag bei einer Feier zum 25-jährigen Bestehen der Gewerkschaft IG BCE in Hannover. "Alles das hat dazu beigetragen, dass wir jetzt sagen können: Wir werden durch diesen Winter kommen. HANNOVER/BERLIN - Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hält die Energieversorgung Deutschlands über den Winter aus derzeitiger Perspektive für gesichert. (Boerse, 23.09.2022 - 16:40) weiterlesen...

Gazprom meldet Umsatzplus trotz Exportrückgang. "Im neuen Etatplan spiegelt sich der Anstieg der Einnahmen durch den Gasverkauf um 34 Prozent im Vergleich zum ursprünglich erstellten Etat wider", sagte der Vizechef von Gazprom, Famil Sadygow, am Donnerstag dem Telegram-Kanal des Konzerns zufolge. Die geringeren physischen Umsätze beim Gasexport seien völlig durch den steigenden Exportpreis für Gas aufgefangen worden. MOSKAU - Der russische Energiekonzern Gazprom hat den Etat für das kommende Jahr wegen der Zusatzeinnahmen durch die hohen Energiepreise angehoben. (Boerse, 22.09.2022 - 19:26) weiterlesen...

Bulgarien verzichtet langfristig auf Gas von Russlands Gazprom. Wie der geschäftsführende Energieminister Nikola Stojanow am Dienstag weiter sagte, sei das Ziel der bulgarischen Übergangsregierung, die Liefermengen Gas gemäß eines bis Jahresende laufenden Vertrags mit Gazprom zu erhalten, nicht aber einen neuen, langfristigen Vertrag abzuschließen. Gazprom hatte Ende April die Lieferungen eingestellt, weil die damalige prowestliche Regierung in Sofia Zahlungen in Rubel abgelehnt hatte. SOFIA - Bulgariens Übergangsregierung verzichtet auf einen neuen Vertrag mit dem russischen Staatskonzern Gazprom . (Boerse, 20.09.2022 - 18:12) weiterlesen...

CSU wirft Habeck unverantwortlichen Umgang mit Energiekrise vor. Die Lage sei, was die Versorgungssicherheit anbelangt, ausgesprochen ernst, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Dienstag in Berlin. Dass der Minister auf ein bisschen Glück im Winter hoffe, sei unverantwortlich gegenüber Bürgern, Betrieben und dem Land. BERLIN - Die CSU im Bundestag hat Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) einen unverantwortlichen Umgang mit der Energiekrise vorgeworfen und warnt vor wachsenden Protesten in der nächsten Zeit. (Boerse, 20.09.2022 - 13:19) weiterlesen...

Russland legt Pipeline nach China wegen Wartung für einige Tage still. MOSKAU - Russlands Gaslieferungen an China über die Pipeline "Kraft Sibiriens" werden wegen Reparaturarbeiten für eine Woche lang gestoppt. "Vom 22. bis 29. September werden planmäßige Prophylaxearbeiten an der Gasleitung "Kraft Sibiriens" durchgeführt", teilte der Energiekonzern Gazprom am Dienstag auf seinem Telegram-Kanal mit. Demnach erfolgen die Wartungsarbeiten vertragsgemäß zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst. Russland legt Pipeline nach China wegen Wartung für einige Tage still (Boerse, 20.09.2022 - 11:44) weiterlesen...