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Ernährung, Produktion

BRÜSSEL - Angesichts der Bilder von Leid, Verlust und Schaden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wird Deutschland die anderen EU-Länder bei einem Treffen der Agrarminister in Brüssel am Montag über die derzeitige Lage in den betroffenen Regionen informieren.

19.07.2021 - 06:33:29

Hochwasser und Schweinepest Themen bei EU-Agrarrat in Brüssel. So soll am Montag sowohl darüber gesprochen werden, inwiefern Landwirte betroffen sind, als auch wie sie mit Traktoren und anderen Gerätschaften Hilfe geleistet hätten, hieß es aus dem Landwirtschaftsministerium. Das konkrete Ausmaß der Schäden - auch für Landwirte - sei noch nicht absehbar.

Darüber hinaus will man sich auf EU-Ebene über die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland austauschen. "Derzeit sind drei Betriebe in Brandenburg im Hinblick auf Hausschweine betroffen", teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Schutzzonen seien eingerichtet worden, um die Verbreitung des Virus zu minimieren. Vor dem Wochenende waren die ersten Fälle bei Hausschweinen in Deutschland bekannt geworden, daraufhin hatte das Landwirtschaftsministerium das Thema spontan auf die Agenda des Treffens setzen lassen.

Wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen in Deutschland seit vergangenem Jahr kam es bereits zu Exportbeschränkungen. Die Schweinepest ist für Menschen ungefährlich. Für die Tiere ist das hochansteckende Virus aber in der Regel unheilbar und tödlich.

Frankreich und Deutschland haben außerdem gemeinsam eine Beratung zum EU-weiten Verbot des Tötens männlicher Küken angemeldet. Durch das sogenannte Kükenschreddern werden jährlich mehr als 40 Millionen männliche Küken getötet, nachdem sie geschlüpft sind. Grund: Die als Legehennen gezüchteten Rassen setzen kaum Fleisch an und sind für die Mast ungeeignet. Für deutsche Betriebe dürfte sich durch die Initiative wenig ändern: Das millionenfache Töten männlicher Küken wird in Deutschland ab Anfang kommenden Jahres verboten.

@ dpa.de

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