PSA, FR0000121501

BRÜSSEL - Alle neuen Autos sollen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr nach dem Willen der EU-Kommission künftig eine ganze Reihe elektronischer Kontrollsysteme bekommen.

17.05.2018 - 14:51:24

EU will Straßen mit High Tech in Neuwagen sicherer machen. Die Brüsseler Behörde will damit den Weg in eine fahrerlose Zukunft ebnen und die Zahl der Verkehrstoten in Europa deutlich senken, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten den Vorschlägen zustimmen, damit sie Gesetz werden können.

Die Zahl der Verkehrstoten ist aus Sicht der EU-Kommission viel zu hoch. Im weltweiten Vergleich steht Europa zwar gut da, doch starben im vergangenen Jahr 25 300 Menschen auf Europas Straßen. In den Jahren zuvor sah es ähnlich aus. Die Behörde hatte ursprünglich das Ziel gesetzt, die Zahl zwischen 2010 und 2020 zu halbieren. Es gilt mittlerweile als sehr unwahrscheinlich, dass dies erreicht wird.

Zuletzt gab es in der EU zudem 135 000 ernste Verletzungen bei Verkehrsunfällen. Die EU-Kommission beziffert die Folgekosten für die Gesundheitssysteme und die Volkswirtschaften unterm Strich auf 120 Milliarden Euro pro Jahr.

Um gegenzusteuern fordert die Brüsseler Behörde nun unter anderem, dass neue Personenwagen in Europa standardmäßig mit automatischen Notbremssystemen, Spurhalte- sowie Tempoassistenten ausgestattet werden. Außerdem sollen verbesserte Anschnallgurte Pflicht werden.

Für Lastwagen sind verpflichtende Reifendruck-Messsysteme vorgesehen. Außerdem soll ein verändertes Fahrzeugdesign die Sicht der Fahrer verbessern. Um etwa Motorrad- oder Fahrradfahrer in schwer einsehbaren Stellen besser wahrnehmen zu können, sollen zudem Bewegungsmelder installiert werden.

Für sämtliche Fahrzeuge wünscht sich die EU-Kommission zudem automatische Kontrollsysteme für zu hohen Alkoholkonsum.

"90 Prozent der Verkehrsunfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen", sagte EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska. Mit den verschärften technischen Anforderungen und Hilfssysteme will die EU-Kommission diesen Unsicherheitsfaktor minimieren.

"Die neuen verpflichtenden Sicherheitsvorgaben werden die Zahl der Unfälle reduzieren und den Weg für eine fahrerlose Zukunft des vernetzten und automatisierten Fahrens bereiten", meinte Bienkowska weiter. "Es ist inakzeptabel für moderne Gesellschaften, dass Verkehr und Mobilität töten", ergänzte EU-Kommissarin Violeta Bulc.

Der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) - eine Nichtregierungsorganisation, die den Straßenverkehr sicherer machen will, begrüßte die Pläne. "Die heutigen Ankündigungen könnten den größten Schritt für die Sicherheit im Straßenverkehr in Europa seit der Einführung des Sicherheitsgurtes darstellen", meinte ETSC-Direktor Antonio Avenoso. Lebensrettende Technologien wie automatisiertes Notbremsen und intelligente Tempomaten seien derzeit nur als Option für einige Modelle verfügbar.

Ähnlich äußerten sich die Grünen im Europaparlament. "Einfache Maßnahmen wie Radarsensoren und Warnsignale an die Fahrer können Leben retten. Wir brauchen EU-weite Geschwindigkeitsbegrenzer in allen Autos und automatische Kontrollsysteme, die bei übermäßigem Alkoholkonsum den Start des Autos blockieren", meinte deren verkehrspolitischer Sprecher Michael Cramer.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

IG Metall droht im Opel-Konflikt mit Eskalation. Der Chef des Gewerkschaftsbezirks Mitte, Jörg Köhlinger, warf dem Opel-Management die bewusste Verunsicherung der Belegschaft vor. Entgegen aller Ankündigungen durch den neuen Mutterkonzern PSA spielten die Manager auf Zeit und bauten mit verweigerten Investitionen "erpresserischen Druck" auf, erklärte der Gewerkschafter am Freitag in Frankfurt. Die IG Metall habe immer stärker den Eindruck, für das Management sei es am wichtigsten, so viele Beschäftigte wie eben möglich über Altersteilzeit und andere Abfindungsprogramme loszuwerden. FRANKFURT - Im Streit um die Zukunft des Autobauers Opel hat die IG Metall mit einer Eskalation gedroht. (Boerse, 25.05.2018 - 18:56) weiterlesen...

Nach Hamburgs Diesel-Fahrverboten: Auch Köln drohen Einschränkungen. "Die werden aber straßenbezogen sein, die werden verhältnismäßig sein", sagte sie am Donnerstag. Es werde auch nicht passieren, dass eine Straße gesperrt werde und der Verkehr dann "in der Parallelstraße stattfindet und man dort dann kein Fenster mehr aufmachen kann". KÖLN - Nach Hamburgs Ankündigung von Diesel-Fahrverboten hat Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) bekräftigt, dass auch ihre Stadt um Fahreinschränkungen wahrscheinlich nicht herumkomme. (Boerse, 24.05.2018 - 16:38) weiterlesen...

IG-Metall-Chef verlangt von PSA nachhaltiges Konzept für Opel. "Es muss ein Konzept sein, das über das Jahr 2020 hinausreicht und feste Zusagen über Investitionen, Beschäftigtenzahlen, Modelle und Produkte für die einzelnen Standorte enthält", erklärte der Gewerkschafter am Donnerstag in Frankfurt. FRANKFURT - IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat den Opel-Mutterkonzern PSA erneut aufgefordert, ein nachhaltiges Konzept für die deutschen Standorte des Autobauers vorzulegen. (Boerse, 24.05.2018 - 12:06) weiterlesen...

München und Bayern lehnen Fahrverbote ab. "Streckenbezogene Fahrverbote wie in Hamburg sind in München weder durchführbar noch zielführend", teilte das Umwelt- und Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt am Mittwoch mit. Auch die Staatsregierung lehnt Fahrverbote als unverhältnismäßig ab. Daran habe der Regierungswechsel in Bayern nichts geändert, sagte ein Sprecherin des Umweltministeriums. MÜNCHEN - Diesel-Fahrverbote wie in Hamburg wird es in München zumindest auf absehbare Zeit nicht geben. (Boerse, 23.05.2018 - 17:24) weiterlesen...

Autoindustrie bekräftigt: Es gibt bessere Instrumente als Fahrverbote. Es gebe bessere Instrumente zur Luftreinhaltung in den Städten als die nun bundesweit erstmals anstehenden Beschränkungen. "Innovationen leisten einen höheren Beitrag", bekräftigte der Branchenverband VDA am Mittwoch. "Allein die natürliche Bestandserneuerung durch moderne und saubere Dieselfahrzeuge wird in den kommenden Jahren zu einer erheblichen Steigerung der Luftqualität führen." So seien im vergangenen Jahr bereits 1,1 Millionen neue Euro-6-Diesel auf die Straße gekommen. BERLIN/HAMBURG - Die deutsche Autoindustrie bleibt auch nach der Hamburger Ankündigung bei ihrer strikten Ablehnung von Diesel-Fahrverboten. (Boerse, 23.05.2018 - 13:37) weiterlesen...

Erste Diesel-Fahrverbote in Hamburg - Kritik an Politik und Industrie. HAMBURG - Als bundesweit erste Stadt verhängt Hamburg Diesel-Fahrverbote wegen zu schlechter Luft. Wie die Umweltbehörde der Hansestadt am Mittwoch ankündigte, werden die Durchfahrtsbeschränkungen für ältere Dieselautos und Lastwagen am kommenden Donnerstag (31. Mai) auf zwei Straßenabschnitten in Kraft treten. Damit soll die Stickoxid-Belastung in diesem besonders belasteten Bereich reduziert werden. Kritik kommt sowohl von Umweltschützern als auch vom ADAC und der Opposition. Erste Diesel-Fahrverbote in Hamburg - Kritik an Politik und Industrie (Boerse, 23.05.2018 - 13:13) weiterlesen...