Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BRAUNSCHWEIG - Die Daten sind für eine Aufklärung des Dieselskandals wohl für immer verloren: Für die Vernichtung einer Festplatte ist der frühere Entwicklungschef bei Volkswagen , Heinz-Jakob Neußer, aus Sicht des Arbeitsgerichts Braunschweig zurecht gefeuert worden.

25.11.2019 - 17:05:26

Datenvernichtung in der VW-Affäre? - Ex-Manager scheitert mit Klage. Nach Auffassung des Richters verschwand der Datenträger im Zusammenhang mit der drohenden Aufdeckung der Dieselaffäre. Er wies die Kündigungsschutzklage des Ex-Markenvorstands am Montag ab.

wies mehrfach zurück, dass es im Markenvorstand vor dem Sommer 2015 konkrete Kenntnisse über Probleme mit Abgaswerten von Dieselautos gegeben haben könnte.

Bei einem "Schadenstisch", an dem Ende Juli 2015 neben Winterkorn der neue VW-Marken- und heutige Konzernchef Herbert Diess teilnahm, informierte Neußer die Runde dann über die Lage in den USA, wie in einem "statement of facts" der US-Behörden nachzulesen war. Zusammen mit fünf früheren und aktuellen VW-Managern wurde Neußer in den USA auch strafrechtlich angeklagt.

Auch im aktuellen Prozess sagte Neußer, er habe erst im Juli 2015 von der Abgassoftware Kenntnis erlangt und unmittelbar für eine vollständige Offenlegung der Problematik gegenüber den ermittelnden US-Behörden plädiert. In einer Verhandlung Anfang November räumte Neußer ein, die Vernichtung einer leeren Festplatte veranlasst zu haben. Das passierte ihm zufolge aber, bevor er zur Aufbewahrung von Daten verpflichtet wurde. Ob und - wenn ja - was für Daten auf der Festplatte waren, will er nicht kontrolliert haben.

Das überzeugte Arbeitsrichter Ingo Hoppe nicht. Neußer habe keine Begründung dafür liefern können, weshalb er gerade zu diesem Zeitpunkt die Vernichtung veranlasst habe und wieso die Festplatte unbedeutend gewesen sein soll. Gegen das Urteil ist noch eine Berufung möglich. Für eine Stellungnahme war Neußers Anwalt am Montag zunächst nicht zu erreichen.

Volkswagen wertet das Urteil als Erfolg. "Wir sehen uns hierdurch darin bestätigt, dass wir bei einem Fehlverhalten ohne Rücksicht auf Hierarchien die erforderlichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen ziehen", kommentierte ein Konzernsprecher die Entscheidung.

VW hatte in dem Verfahren betont, dass Neußer aus Konzernsicht "eine erhebliche Mitverantwortung an der Dieselkrise" trägt. Im Unternehmen herrsche die Überzeugung, dass er bereits im Jahr 2011, spätestens aber Mitte des Jahres 2012 Kenntnis von der sogenannten Umschaltlogik hatte. Er habe aber nichts unternommen, sondern später sogar deren Weiterentwicklung um die sogenannte Lenkwinkelerkennung genehmigt.

Der Richter wiesen am Montag aber auch die Widerklage von VW ab, mit der der Konzern die Feststellung erreichen wollte, dass Neußer schadenersatzpflichtig ist. Der Manager wechselte im Oktober 2011 zu VW. Für das Gericht ist nicht ersichtlich, dass er bereits zu diesem frühen Zeitpunkt Kenntnis von der unerlaubten Abgassoftware hatte und für deren Verwendung die sofortige Verantwortung trägt.

Mindestens fünf weitere hochrangige VW-Mitarbeiter sind gegen ihre Entlassung vorgegangen. Drei der Fälle sollen in den kommenden Wochen am Braunschweiger Arbeitsgericht verhandelt werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Berliner Grüne wollen Autos zurückdrängen. Die Innenstadt soll bis 2030 zu einer Null-Emissions-Zone werden, in der Benzin- und Diesel-Fahrzeuge tabu sind. Dies beschloss ein Landesparteitag der Regierungspartei am Samstag. Ein noch weitergehender Antrag der Grünen Jugend, eine solche Zone bereits bis 2025 zu schaffen und bis 2030 motorisierten Individualverkehr aus der gesamten Stadt "verschwinden" zu lassen, wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt. Er hätte auch beispielsweise E-Fahrzeuge umfasst. BERLIN - Die Berliner Grünen wollen für mehr Klimaschutz Autos in der Stadt konsequent zurückdrängen. (Wirtschaft, 08.12.2019 - 17:00) weiterlesen...

Verhandlung über mögliches Dieselfahrverbot in Frankfurt. Für das Berufungsverfahren in Kassel sind zunächst zwei Tage angesetzt, Dienstag und Mittwoch. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte wegen zu hoher Luftverschmutzung in bundesweit mehr als 30 Städten Klage eingereicht. Für Frankfurt hatte das Verwaltungsgericht in Wiesbaden dem stattgegeben, dagegen hatte das Land Berufung eingelegt, das in Sachen Luftreinhaltung federführend ist. KASSEL/FRANKFURT - Ob in Frankfurt Straßen für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt werden müssen, darüber entscheidet in den kommenden Tagen der hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH). (Boerse, 08.12.2019 - 13:50) weiterlesen...

Teure Autos wieder gefragt - Mercedes, BMW und Audi verkaufen mehr. Die drei Oberklasse-Autohersteller meldeten am Freitag steigende Verkäufe. Dabei lag Mercedes-Benz ein weiteres Mal vor dem Münchner Erzrivalen BMW, allerdings mit im Jahresverlauf bislang geschrumpftem Vorsprung. Auch die in besonders schwieriges Fahrwasser geratene Ingolstädter VW -Tochter meldete einen Aufwärtstrend. STUTTGART/MÜNCHEN - Nach tiefen Einbrüchen geht es zum Jahresende bei Mercedes-Benz, BMW und Audi wieder aufwärts. (Boerse, 06.12.2019 - 12:42) weiterlesen...

VW-Tochter Audi fährt auf Jahressicht ins Absatzplus. Zuvor hatte es bei den kumulierten Verkaufszahlen seit Jahresbeginn immer ein Minus gegeben. MÜNCHEN - Nach einem tiefen Einbruch geht es bei der VW -Tochter Audi wieder nach oben: Kurz vor Jahresende hat der Ingolstädter Autohersteller die Verkaufszahlen des Vorjahres erstmals übertroffen: Von Januar bis einschließlich November hat die VW-Tochter knapp 1,7 Millionen Fahrzeuge verkauft, ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. (Boerse, 06.12.2019 - 11:13) weiterlesen...

Im Sammeltaxi durch die Stadt: Ridepooling immer beliebter. Sowohl der Anbieter Moia in Hannover und Hamburg, als auch Clevershuttle in Städten wie Berlin, München oder Dresden registrieren steigende Nutzerzahlen für ihre Sammeltaxis. "Letzten Dezember hatten wir eine Million Fahrgäste, im März zwei Millionen - jetzt sind wir nah an den drei Millionen dran", sagte ein Clevershuttle-Sprecher. Die VW -Tochter Moia zählte im November 227 000 Fahrgäste alleine in Hamburg, im Juni waren es noch knapp die Hälfte. HANNOVER - Immer mehr Menschen nutzen Ridepooling-Angebote, um in Städten von A nach B zu kommen. (Boerse, 06.12.2019 - 06:15) weiterlesen...

Bestjahr für VW-Finanztochter - aber 2020 wird 'deutlich schwieriger'. Man werde über dem operativen Gewinn aus 2018 von 2,61 Milliarden Euro landen, sagte Vorstandschef Lars Henner Santelmann in Hannover. BRAUNSCHWEIG/HANNOVER - Die Finanztochter von Volkswagen peilt für das zu Ende gehende Geschäftsjahr das beste Ergebnis der Firmengeschichte an, richtet sich aber auf schwierigere Zeiten ein. (Boerse, 05.12.2019 - 11:19) weiterlesen...