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MICHELIN, FR0000121261

BOULOGNE-BILLANCOURT - Dem französischen Autobauer Renault steht aller Voraussicht nach ein Wechsel im Top-Management bevor.

11.10.2019 - 06:00:24

Treffen von Renaults Top-Management - Generaldirektor fürchtet Putsch. Generaldirektor Thierry Bolloré habe aus der Presse erfahren, dass Renault-Präsident Jean-Dominique Senard seinen Rückzug wünsche, sagte Bolloré am Donnerstag im Interview mit der französischen Wirtschaftszeitung "Les Echos". Es handle sich um einen "beunruhigenden Putsch". Renault hatte zuvor kurzfristig ein Treffen des Verwaltungsrats für Freitagvormittag angesetzt.

und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden.

Bolloré betonte nun, dass zwischen ihn und Senard eigentlich kein Blatt Papier passen würde und er immer loyal gewesen sei. "Die Brutalität und die völlig unerwartete Natur des Geschehens sind erschütternd", sagte er. Das Management von Renault habe bewiesen, dass das Unternehmen einen heftigen Sturm überstehen könne. Er sehe im operativen Bereich keine Fehler.

Das nächste Treffen des Top-Managements von Renault war eigentlich erst für den 18. Oktober geplant. Am Mittwoch hatte sich der französische Staat demonstrativ hinter Senard gestellt. Es werde ihm vertraut, die richtigen Entscheidungen zur Führung des Konzerns zu treffen, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire nach Angaben seines Ministeriums. Der Staat hat bei Renault eine wichtige Rolle, da er 15 Prozent der Anteile hält.

Senard, früherer Chef des Reifenherstellers Michelin , war bei Renault zur Hilfe gerufen worden, um das Unternehmen nach dem Rückzug von Ghosn zu führen. Renault hat im ersten Halbjahr auch wegen der Schwierigkeiten seines japanischen Partners Nissan einen herben Gewinneinbruch erlitten.

@ dpa.de