Einzelhandel, Konsumgüter

BONN - Wegen Behinderung des Preiswettbewerbs hat das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von knapp sieben Millionen Euro gegen den Lautsprecherhersteller Bose verhängt.

02.12.2021 - 11:59:25

Kartellamt verhängt Millionenbuße ggen Lautsprecherhersteller Bose. "Wir werfen der Bose GmbH vor, über Jahre hinweg die freie Preisbildung bei dem Vertrieb ihrer Audioprodukte durch beteiligte Vertragshändler eingeschränkt zu haben", sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt, am Donnerstag in Bonn.

Das Unternehmen hatte nach Angaben der Behörde bei seinen Vertragshändlern darauf hingewirkt, dass etwa Kopfhörer oder Lautsprecher nicht erheblich unterhalb der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) angeboten wurden. Teilweise sei auch konkret eine Anhebung der Verkaufspreise vereinbart worden. "Das geht zu Lasten des Preiswettbewerbs und grundsätzlich zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher", sagte Mundt.

Die Einhaltung der Preisabsprachen sei von Bose-Mitarbeitern auch kontrolliert worden. Die Händler selbst hätten Bose dabei dadurch unterstützt, dass sie sich bei dem Unternehmen über in ihren Augen zu niedrige Verkaufspreise anderer Vertragshändler beschwerten.

Der Fall steht in einer Reihe mit Bußgeldern, die die Behörde in jüngster Vergangenheit gegen Hersteller von Musikinstrumenten und Schulranzen verhängt hatte. "Die Botschaft ist klar: Vertikale Preisbindung wird nicht toleriert und konsequent verfolgt", sagte Mundt.

Bei der Bußgeldfestsetzung sei berücksichtigt worden, dass Bose mit dem Bundeskartellamt umfassend kooperiert habe und das Bußgeld akzeptiert habe, betonte die Behörde. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig. Eingeleitet wurde das Verfahren im Zusammenhang mit einem Amtshilfeersuchen der österreichischen Wettbewerbsbehörde und einer Durchsuchungsaktion im März 2018.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Irischer Premier zu Nordirland-Streit: London ist zu weit gegangen. "Die aktuelle britische Regierung ist zu weit gegangen", sagte Martin am Freitag bei einem Besuch in Belfast der BBC. Großbritanniens Außenministerin Liz Truss hatte in dieser Woche angekündigt, Teile des sogenannten Nordirland-Protokolls mit der EU aushebeln zu wollen, um Hürden für Betriebe in der britischen Provinz abzubauen. Die EU hatte empört reagiert. BELFAST - Der irische Premierminister Micheal Martin wirft der britischen Regierung im Streit über Brexit-Regeln für Nordirland unlauteres Handeln vor. (Wirtschaft, 20.05.2022 - 17:26) weiterlesen...

Original-Research: CEWE Stiftung & Co. KGaA : Kaufen ^ (Boerse, 20.05.2022 - 16:20) weiterlesen...

Engpass bei Babynahrung - Danone liefert verstärkt in die USA. Das Unternehmen tue sein Bestes, um die Verfügbarkeit seiner beiden Marken für gewöhnliche und spezielle Säuglingsmilch zu erhöhen, sagte eine Danone-Sprecherin am Freitag in Paris. PARIS - Wegen des Engpasses bei Babymilchnahrung in den USA hat der französische Hersteller Danone die Produktion und Lieferung solcher Produkte in die Vereinigten Staaten erhöht. (Boerse, 20.05.2022 - 15:07) weiterlesen...

Naturkosmetik-Hersteller Weleda mit deutlich weniger Gewinn. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im vergangenen Geschäftsjahr auf 13,3 Millionen Euro nach 22,3 Millionen Euro im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag in Schwäbisch Gmünd mitteilte. SCHWÄBISCH GMÜND - Das Naturkosmetik-Unternehmen Weleda hat im zweiten Pandemiejahr deutliche Rückgänge beim Gewinn zu verzeichnen. (Boerse, 20.05.2022 - 11:42) weiterlesen...

ANALYSE-FLASH: Berenberg belässt Hornbach Holding auf 'Buy' - Ziel 150 Euro. Die Mutter der Baumarkt-Kette habe rekordhohe Zahlen bekannt gegeben und profitiere von einer weiter hohen Nachfrage, schrieb Analyst Benjamin Thielmann in einer am Freitag vorliegenden Studie. HAMBURG - Die Privatbank Berenberg hat Hornbach Holding nach jüngst vorgelegten Geschäftsjahreszahlen für 2021/22 auf "Buy" mit einem Kursziel von 150 Euro belassen. (Boerse, 20.05.2022 - 10:20) weiterlesen...

Pelosi: London riskiert im Nordirland-Streit möglichen US-Handelspakt. Wenn London sich entscheide, dieses Abkommen zu unterlaufen, werde der US-Kongress kein bilaterales Freihandelsabkommen mit Großbritannien unterstützen, schrieb Pelosi am Donnerstag in einer Erklärung. Das sogenannte Nordirland-Protokoll schütze die wichtige Stabilität in der ehemaligen Bürgerkriegsregion, die der als Karfreitagsabkommen bekannte Friedensvertrag gebracht habe. WASHINGTON - Die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat die Regierung in London gewarnt, mit einer einseitigen Eskalation des Streits um Brexit-Regeln für Nordirland einen Handelspakt mit den USA zu riskieren. (Boerse, 20.05.2022 - 09:46) weiterlesen...