Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

DEUTSCHE TELEKOM AG, DE0005557508

BONN - Die Deutsche Telekom wächst vor ihrer angepeilten Fusion in den USA auch dank Zukäufen und günstigerer Wechselkurse weiter kräftig.

08.08.2019 - 08:41:44

Deutsche Telekom wächst weiter vor allem dank US-Geschäft und Zukäufen. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal zum Vorjahresquartal um 7,1 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Das um Sondereffekte und die neue Leasingbilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg ebenso stark auf 6,28 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseffekte, wäre das Wachstum jeweils nur knapp halb so groß gewesen. Mit den Werten übertraf die Telekom die Analystenschätzungen leicht. Insbesondere das gut laufende US-Geschäft sorgte weiter für Schwung.

Die Geschäfte liefen vor allem in den USA mit zweistelligen Wachstumsraten rund. T-Mobile-Chef John Legere hatte vor knapp zwei Wochen seine Zahlen bereits vorgelegt. Kurz danach hat das Fusionsvorhaben zwischen T-Mobile US und dem Rivalen Sprint vom US-Justizministerium unter Auflagen endlich die grundsätzliche Erlaubnis bekommen - doch fest in den Händen hält Höttges den Megadeal noch nicht. Über ein Dutzend US-Staaten klagen gegen das Vorhaben, weil es angeblich immer noch schädlich für Wettbewerb und Preise ist. Vor einer Lösung will T-Mobile US die Übernahme wegen der rechtlichen Risiken nicht abschließen - und diese könnten sich noch Monate hinziehen.

Zusammen mit dem besseren Europageschäft sowie Zukäufen in den Niederlanden und Österreich stand im zweiten Quartal auch dank Hilfe des schwächeren Euro auf Konzernebene ein Umsatzplus von 7,1 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro. Ohne die Zukäufe und Wechselkurse gerechnet hätte das Plus nur 2,9 Prozent betragen. Bei dem um Sondereffekte und die neue Leasingbilanzierung bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stand auf dem Papier ein ebenso starkes Wachstum von 7,1 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, die Hälfte des Anstiegs kam aber nicht aus eigener Kraft.

Mit den Werten bei Umsatz und operativem Ergebnis übertraf die Telekom die vom Unternehmen zuvor eingeholten Schätzungen von Analysten leicht. Beim Nettogewinn und dem Barmittelzufluss war das aber nicht der Fall. Unter dem Strich wuchs der Gewinn mit 944 Millionen Euro zwar auf fast das Doppelte, weil vor einem Jahr der Vergleich im Rechtsstreit um das Mautsystem Toll Collect mit rund 600 Millionen Euro belastete.

Allerdings fielen diesmal Sonderkosten von 0,4 Milliarden Euro vor allem für den Stellenabbau und für die US-Fusion an. Die hatte bereits im ersten Quartal zu Buche geschlagen, weil Ausgaben für Rechtsanwälte und den komplexen Genehmigungsprozess anfielen. Die Telekom-Aktie lag vorbörslich auf der Handelsplattform Lang & Schwarz nahezu unverändert.

Im Deutschlandgeschäft und besonders auch im Europasegment machte die Telekom weiter Fortschritte. In Deutschland zogen die Umsätze mit Mobilfunkdienstleistungen um 2,4 Prozent an. Bei Telefonica Deutschland war das Plus mit 1,5 Prozent geringer ausgefallen, bei Vodafone sorgte ein Rückgang im Großhandelsgeschäft mit Partnern gar für ein Minus bei der für Marktanteile wichtigen Kennziffer. Das Europageschäft profitiert bei der Telekom weiter von dem ausgeweiteten Angebot von Produktbündeln im Festnetz und Mobilfunk.

Das Geschäft der schwächelnden Großkundentochter T-Systems blieb im Wesentlichen stabil. Während der Umsatz leicht zurückging, konnten Auftragseingang und operatives Ergebnis leicht zulegen. Sonderkosten für Personal und Abschreibungen sorgten aber dennoch für Verluste. Die Telekom hatte vor einigen Tagen erst angekündigt, den Bereich weiter umzubauen und das Telekommunikationsgeschäft mit Geschäftskunden und Behörden künftig in die Deutschlandsparte zu integrieren. T-Systems wird sich dann stärker auf zukunftsträchtigere Bereiche wie den Betrieb von Cloud-Rechenzentren konzentrieren.

@ dpa.de