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T-Mobile US, US8725901040

BONN - Die Deutsche Telekom hat im Zuge der Übernahme des US-Mobilfunkers Sprint ihre Ergebnisprognose deutlich angehoben.

13.08.2020 - 09:18:58

Deutsche Telekom schraubt Prognose wegen US-Übernahme in die Höhe. In diesem Jahr soll das bereinigte operative Ergebnis (ber. Ebitda AL) bei rund 34 Milliarden Euro liegen, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Bonn mitteilte. Im Vorjahr hatte die Telekom hier 24,7 Milliarden Euro verdient und wollte das operative Ergebnis auf Basis konstanter Wechselkurse ohne Sprint bisher auf 25,5 Milliarden Euro steigern. Analysten hatten nach der Sprint-Übernahme bereits mit 32,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr gerechnet. Die Telekom-Tochter T-Mobile US hatte aber bereits mit ihren Zahlen zum zweiten Quartal deutlich über den Analystenschätzungen gelegen.

mit dem kleineren Wettbewerber Sprint kostete dabei rund 0,7 Milliarden Euro. Der Einfluss der Corona-Krise sei hingegen gering gewesen, sagte ein Sprecher.

Auch insgesamt hielten sich die Auswirkungen der Pandemie laut Mitteilung in Grenzen. "Spürbar waren sie vor allem im Großkundengeschäft, wo sich neue Aufträge verzögern, und bei Roaming-Umsätzen im Mobilfunk, die wegen Reisebeschränkungen unter Druck stehen", hieß es. Probleme machten sich unter anderem bei der IT-Großkundentochter T-Systems bemerkbar: Der Auftragseingang im zweiten Quartal sank um 24 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Auch beim bereinigten operativen Ergebnis ließ die IT-Sparte mit einem Rückgang von fast 23 Prozent Federn. Geografisch hingegen waren vor allem die Roaming-Umsätze in Griechenland betroffen, hier wirkten sich die starken Reisebeschränkungen aus, die zur Eindämmung der Pandemie erlassen wurden.

Der Umsatz im Gesamtkonzern stieg hingegen infolge des Zukaufs um 37,5 Prozent auf 27 Milliarden Euro, hierbei stammten 7 Milliarden an Zuwachs aus der Konsolidierung von Sprint. Rechnet man zudem Wechselkursschwankungen heraus, so seien die Erlöse laut Unternehmensangaben weitgehend stabil geblieben. Das um Sondereffekte und die geänderte Leasingbilanzierung bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich um über die Hälfte auf 9,83 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen von Marktexperten - deren Schätzungen allerdings zum Großteil vor den überraschend guten Zahlen von T-Mobile eingeholt wurden.

Im operativen Geschäft machte vor allem die Zahl der Mobilfunk-Kunden in den USA wegen der Übernahme einen gewaltigen Satz nach oben. Trotz des zeitnahen Verkaufs des Prepaid-Geschäfts von Sprint zum 1. Juli wuchs der Kundenstamm im Vergleich zum Vorquartal sprunghaft von 68,5 auf 98,3 Millionen. T-Mobile US stieg damit bei den Kundenzahlen nach eigenen Angaben zum zweitgrößten Mobilfunker in den USA auf - noch vor US-Telekomriese AT&T.

Für den deutschen Markt sprach die Telekom von einem "grundsoliden" Quartal "in der globalen Krise". Der Zuwachs bei den Breitbandkunden sei mit 87 000 Neukunden auf nun 13,9 Millionen Nutzer stärker als bei den Wettbewerbern. Die Mobilfunkserviceumsätze in Deutschland gingen im zweiten Quartal um 1,1 Prozent zurück und hielten sich damit deutlich besser als bei den Rivalen Vodafone und Telefonica Deutschland im gleichen Zeitraum.

@ dpa.de