Versorger, Deutschland

BONN - Bei der Sammlung und dem Transport von Haushaltsabfällen gibt es nach einer Untersuchung des Bundeskartellamtes immer weniger Wettbewerb.

21.12.2021 - 12:24:28

Bundeskartellamt: Weniger Wettbewerb bei Abfallsammlung. "Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das: es kann teuer werden", warnte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, am Dienstag in Bonn.

Das Bundeskartellamt hatte bereits Ende 2016 mit einer Sektoruntersuchung zum Thema Haushaltsabfälle begonnen. Jetzt liegt ihr Ergebnis vor: Demnach sind die Märkte für die Sammlung und den Transport von Verpackungsabfällen und Altglas regional teils stark konzentriert. Zwischen 2022 und 2018 seien die Preise inflationsbereinigt um rund ein Viertel gestiegen. Aber auch bei der Erfassung von Haushaltsabfällen wie Rest- und Biomüll, Papier und Sperrmüll sei die Wettbewerbsintensität rückläufig. Bei Ausschreibungen für Entsorgungsaufträge gebe es immer weniger Bieter.

Mundt betonte: "Die Entsorgungsmärkte haben eine enorme wirtschaftliche Bedeutung." Funktionierender Wettbewerb sei der Garant für effizientere Produktion, bessere Preise, höhere Qualität und mehr Innovationsdynamik. Für steigende Kosten auf Entsorgungsmärkten müssten letztlich die Verbraucher in Form von höheren Produktpreisen oder Abfallgebühren aufkommen. "Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten werden wir deshalb die Marktentwicklung aufmerksam im Blick behalten und wenn nötig einschreiten", sagte Mundt.

Allerdings unterlägen viele Übernahmen kleiner Entsorgungsunternehmen derzeit noch nicht der Fusionskontrolle durch das Bundeskartellamt, da die übernommenen Unternehmen oft nicht die für eine behördliche Kontrolle gesetzlich vorgegebenen Mindestumsätze erzielten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ROUNDUP 4/Russland dreht Finnland den Gashahn zu - Streit um Rubel-Zahlungen (Wirtschaft, 20.05.2022 - 18:34) weiterlesen...

Bericht: Klimastiftung schloss 80 Verträge für Bau von Nord Stream 2. Demzufolge soll sie rund 80 Verträge zur Fertigstellung der Pipeline geschlossen und abgewickelt haben. Dabei sei es beispielsweise um den Kauf von Dieselaggregaten, Pumpen und Verdichtern für die Gas-Anlandestation in Lubmin gegangen. Nur etwa 30 Prozent der Aufträge seien an Firmen in Mecklenburg-Vorpommern gegangen, schreibt das Magazin in seiner neuesten Ausgabe. HAMBURG/SCHWERIN - Die umstrittene Klimastiftung Mecklenburg-Vorpommern hat sich laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in der Endphase des Baus der Gasleitung Nord Stream 2 massiv engagiert. (Boerse, 20.05.2022 - 16:00) weiterlesen...

Russland stellt Gas-Lieferungen ein. Darüber habe Gazprom Export am Freitagnachmittag informiert, teilte der finnische Versorger Gasum in Espoo mit. Zuvor hatte der finnische Konzern mitgeteilt, Forderungen von Gazprom Export, Zahlungen in Rubel zu begleichen, nicht zu akzeptieren. Auch über andere Forderungen seien sich die beiden Unternehmen nicht einig. ESPOO - Russland stellt die Gas-Lieferungen nach Finnland nach Angaben des finnischen Energiekonzerns Gasum am frühen Samstagmorgen ein. (Boerse, 20.05.2022 - 15:29) weiterlesen...

BUND kritisiert Hamburger LNG-Pläne scharf - FDP mahnt zur Eile. "Vor Installation eines schwimmenden Terminals in Hamburg erwarten wir vollständige Transparenz über den tatsächlichen Gasbedarf", sagte Hamburgs BUND-Landesgeschäftsführer Lucas Schäfer am Freitag. Ein schwimmendes LNG-Terminal koste 200 000 Euro pro Tag. Angesichts dieses "Wahnsinns" müssten erst sämtliche Einsparmöglichkeiten beim Gasverbrauch geprüft werden, sagte Schäfer. HAMBURG - Die Umweltorganisation BUND hat die Pläne für ein Flüssiggas-Terminal (LNG) im Hamburger Hafen zur Reduzierung der Abhängigkeit von russischem Gas scharf kritisiert. (Boerse, 20.05.2022 - 15:25) weiterlesen...

Bundesrat macht Weg frei für Spritpreissenkung. Der Bundesrat billigte am Freitag die zuvor vom Bundestag beschlossene Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Sie soll im Juni, Juli und August auf das in der EU erlaubte Mindestmaß reduziert werden. Der Preis für Benzin könnte damit um etwa 35 und der für Diesel um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Nach Berechnungen der Bundesregierung wird das Steuermindereinnahmen für den Bundeshaushalt in Höhe von 3,15 Milliarden Euro zur Folge haben. BERLIN - Die stark gestiegenen Spritpreise sollen durch einen staatlichen Eingriff zumindest vorübergehend wieder sinken. (Boerse, 20.05.2022 - 14:05) weiterlesen...

Steuerentlastung, Energiepauschale und Kinderbonus beschlossen. BERLIN - Der Bundesrat hat den Weg für Steuererleichterungen, für die sogenannte Energiepreispauschale und einen 100 Euro Bonus zusätzlich zum Kindergeld frei gemacht. Die Länderkammer stimmte am Freitag dem entsprechenden Steuerentlastungsgesetz zu. Es ist Teil der Entlastungsmaßnahmen der Ampel-Koalition. Rückwirkend zum 1. Januar wird der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuer um 363 Euro auf 10 347 angehoben, die Pendlerpauschale für einen Arbeitsweg ab 21 Kilometern steigt von 35 auf 38 Cent pro Kilometer und die Werbungskostenpauschale von 1000 auf 1200 Euro. Die Änderungen haben zur Folge, dass weniger Steuern vom Einkommen abgezogen werden. Steuerentlastung, Energiepauschale und Kinderbonus beschlossen (Boerse, 20.05.2022 - 13:34) weiterlesen...