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Hewlett Packard Enterprise, US42824C1099

BÖBLINGEN - Vier Tage Home Office pro Woche, Arbeitszeitkonten zum Ansparen langer Zusatzurlaube oder eine kostenlose Kinderbetreuung: Angesichts des Fachkräftemangels und vieler junger Arbeitnehmer ohne ausgeprägtes Karrieredenken wächst der Druck auf die Firmen, gute Mitarbeiter bei Laune und im Betrieb zu halten.

25.11.2019 - 10:09:25

Elternzeit bei vollem Gehalt - wie Firmen um Mitarbeiter werben. Das hat auch das IT-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise (HPE) erkannt - und offeriert seinen Angestellten ab sofort eine sechsmonatige Elternzeit bei voller Weiterbezahlung.

dürfen die rund 21 000 Mitarbeiter in Deutschland sogar fast gänzlich frei entscheiden, wann sie von wo arbeiten. Ins Büro kommen sollen sie nach Möglichkeit nur einmal pro Woche. Außerdem hat das Unternehmen Krippen- und Kindergartenplätze, Eltern-Kind-Büros und Sonderzahlungen nach der Geburt eines Kindes im Angebot. Ein SAP-Sprecher sagt, die Rückkehrquote der Eltern nach der Elternzeit betrage 100 Prozent. Beim Technologieunternehmen Microsoft erhalten Mütter hierzulande eine Prämie für die Geburt eines Kindes, Väter dürfen sechs Wochen bezahlten Sonderurlaub nehmen.

Arbeitsmarktforscher Bosch sagt, solche Offerten könnten sich vor allem Unternehmen leisten, die ihre Preise durch innovative Produkte oder eine starke Marktposition beeinflussen könnten. HPE etwa setzt allein in Deutschland jährlich rund drei Milliarden Euro um. In anderen Branchen - etwa im Sozialen, in der Pflege oder bei Hotels und Gaststätten - ist die Lage lange nicht so luxuriös. Auch dort herrscht zwar ein Mangel an Fachkräften - doch Gehälter und Zusatzleistungen sind nach wie vor vergleichsweise gering.

@ dpa.de