Bosch, Produktion

BMW-Werke warten auf fehlende Teile von Bosch

29.05.2017 - 15:12:24

wurde über die Abhängigkeit von einem einzigen Zulieferer diskutiert - wie sich das Risiko verringern lässt." Weil Teile für den Golf und den Passat im vergangenen August tagelang fehlten, sahen sich damals 18 000 VW-Arbeiter sogar von Kurzarbeit bedroht. Bei sehr hoch entwickelten, komplexen Teilen arbeiteten Autokonzerne mitunter mit nur einem Zulieferer zusammen, sagte Vietmeyer.

Wo früher zwei Zulieferungen pro Tag reichten, müsse heute das richtige Teil "genau im richtigen Moment beim Auto auf dem Fließband ankommen. Ich kenne ein Werk eines großen Herstellers, in dem es täglich 30 Zeitfenster für Zulieferungen gibt", sagte Vietmeyer. Die Anforderungen an die Zulieferer würden immer spezifischer und detaillierter. "Das führt auch dazu, dass immer mehr Zulieferer Werke nahe an die Autowerke bauen. Bei 30 Zeitfenstern kann eine stundengenaue Zulieferung aus Deutschland für ein Werk in China nicht mehr sichergestellt werden."

Trotz steigender Anforderungen könnten die Zulieferer für die zusätzliche Leistung nicht automatisch auch mehr Geld verlangen. "Im Gegenteil: Das Risiko von Vertragsstrafen und Kostenbelastungen wird für die Zulieferer immer höher", sagte der Verbandssprecher. "Dabei bedeutet eine Produktionsverzögerung noch keinen Verkaufsrückgang. Eine Menge kann nachgeholt werden. Bei einem Produktionsausfall von einigen Tagen wird kein Auto weniger verkauft."

In Leipzig ist der Bau des 1er und 2er BMW von dem Zulieferproblem bei Bosch betroffen, im Stammwerk München der Bau des 3er und 4er, in China und Südafrika der 3er. Die Fertigung des Minis, der X-Modelle und der größeren Baureihen 5er, 6er und 7er sei nicht beeinträchtigt. Einkaufsvorstand Duesmann zeigte sich "zuversichtlich, dass die Firma Bosch die aktuellen Lieferprobleme zügig in den Griff bekommt. Als einer unserer langjährigsten, größten und grundsätzlich zuverlässigsten Lieferanten ist das Unternehmen zweifellos in der Lage, auch diese schwierige Situation zu bewältigen."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Nach Tests mit Affen: Volkswagen lässt Forschung von Experten prüfen. Dies betreffe alle Versuchs-, Studien- und Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen mittelbar und unmittelbar beteiligt war oder ist, wie ein Sprecher am Freitag in Wolfsburg bekanntgab. Das Thema beschäftigte auch den Aufsichtsrat. WOLFSBURG - Nach den umstrittenen Abgastests mit Affen will der Volkswagen -Konzern seine Forschungen künftig von unabhängigen Experten prüfen lassen. (Boerse, 23.02.2018 - 19:07) weiterlesen...

Volkswagen legt vorläufige Zahlen vor - Aufsichtsrat tagt. Die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr dürften nach Analysteneinschätzung glänzend ausfallen. Frank Schwope von der NordLB erwartet einen Umsatz von 231,4 Milliarden Euro, einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 14,7 Milliarden Euro und einen Überschuss von 11,7 Milliarden Euro. Zugleich tagt der Volkswagen-Aufsichtsrat und wird vom Vorstand unter anderem über die umstrittenen Abgastests mit Affen informiert. WOLFSBURG - Der Autokonzern Volkswagen gewährt am Freitag einen ersten Einblick in seine Bilanz für 2017 - ein Jahr, in dem VW mehr Autos verkauft hat als je zuvor. (Boerse, 23.02.2018 - 05:47) weiterlesen...

EU-Wettbewerbskommissarin: Autobranche nicht krimineller als andere. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) sagte die Dänin, "wenn es nur sehr wenige Anbieter in einem Sektor gibt, besteht die Verlockung, sich den Markt aufzuteilen". Man handele nach dem Motto "Du nimmst den Osten, ich den Westen". Aber die "Häufung liegt nicht spezifisch an den Branchen Technologie und Automobil, sondern an der Struktur und der Art ihrer Produkte". OSNABRÜCK - Trotz neuer Fälle illegaler Absprachen in der Automobilindustrie hält EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager die Branche nicht per se für krimineller als andere. (Boerse, 22.02.2018 - 06:03) weiterlesen...

EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Bosch und Continental. Bosch hat sich nach Feststellung der Brüsseler Wettbewerbshüter mit zwei japanischen Konkurrenten auf dem Markt für Zündkerzen abgesprochen sowie mit Continental und dem Zulieferer ZF TRW bei Bremssystemen. Dies teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch mit. BRÜSSEL - Wegen der Bildung illegaler Kartelle hat die EU-Kommission Millionenstrafen gegen die deutschen Autozulieferer Bosch und Continental verhängt. (Boerse, 21.02.2018 - 16:17) weiterlesen...

Bosch kauft Start-up mit Mitfahr-Plattform für Firmen und Behörden. Der Elektrokonzern und Autozulieferer übernimmt dafür das amerikanische Start-up SPLT. Es betreibt eine Plattform, auf der Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren lassen können. SPLT habe aktuell 140 000 Nutzer in den USA, Mexiko und Deutschland, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner am Mittwoch in Berlin. Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg seien eine logische Lösung, weil viele Menschen gleichzeitig an einen Ort wollten. BERLIN - Bosch steigt mit einer Übernahme in die Vermittlung von Mitfahr-Angeboten ein. (Boerse, 21.02.2018 - 12:18) weiterlesen...

Bericht: VW plant Verhaltenskatalog nach umstrittenen Tierversuchen. Eingeführt werden solle ein Verhaltenskatalog für die Mitarbeiter, berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise. Anhand dieser "VW-Gebote" solle künftig festgestellt werden, ob eine Entscheidung auch moralisch im Sinne der Firmenkultur sei. Volkswagen wollte sich auf dpa-Nachfrage zunächst nicht dazu äußern. WOLFSBURG - Nach den umstrittenen Abgastests mit Affen haben die Untersuchungen im Auftrag des Volkswagen -Vorstands laut Medienberichten erste Ergebnisse gebracht. (Boerse, 21.02.2018 - 09:01) weiterlesen...