Produktion, Absatz

BICKENBACH - Wegen des Streits um die Markenrechte rechnet der Chef des Bio-Lebensmittelhändlers Alnatura mit einem vollständigen Lieferstopp seiner Waren an die Drogeriekette dm.

01.05.2017 - 17:05:40

Streit mit dm: Alnatura-Chef erwartet baldiges Lieferende. "Dort sind noch maximal 20 Alnatura-Produkte gelistet. Ich denke, dass es auf eine komplette Auslistung hinausläuft", sagte Götz Rehn der Tageszeitung "Mannheimer Morgen" (Dienstag). Er räumte ein, dass der Verlust des größten Kunden seinem Unternehmen "sehr geschadet" habe. "Das sind intern riesige Verschiebungen, allein schon bei der Logistik." Alnatura habe aber neue Partner gefunden und sei nun viel breiter aufgestellt, sagte Rehn. Trotz des Streits hatte Alnatura den Umsatz stabil gehalten. Das Unternehmen hat seinen Sitz im südhessischen Bickenbach.

«Dort sind noch maximal 20 Alnatura-Produkte gelistet. Ich denke, dass es auf eine komplette Auslistung hinausläuft», sagte Götz Rehn der Tageszeitung «Mannheimer Morgen». Er räumte ein, dass der Verlust des größten Kunden seinem Unternehmen «sehr geschadet» habe. «Das sind intern riesige Verschiebungen, allein schon bei der Logistik.» Alnatura habe aber neue Partner gefunden und sei nun viel breiter aufgestellt, sagte Rehn. Trotz des Streits hatte Alnatura den Umsatz stabil gehalten. Das Unternehmen hat seinen Sitz im südhessischen Bickenbach.

Die Drogeriekette beansprucht eine Mitsprache bei Vertriebsentscheidungen sowie Rechte an der Marke Alnatura. dm-Gründer Götz Werner, Rehns Schwager, beruft sich auf einen Kooperationsvertrag aus den 1980er Jahren. Rehn hält den Kontrakt für hinfällig, weil dm einseitig Alnatura-Produkte aus den Regalen verbannt habe. Das weit umsatzstärkere Drogerie-Unternehmen wiederum ist der Auffassung, dass Alnatura die Belieferung einseitig kündigte.

«Es gab viele Angebote meinerseits für eine außergerichtliche Lösung, die bisher leider nicht gefruchtet haben», sagte Rehn. «Wir sind auch weiter an einer friedlichen Lösung interessiert. Die Zeit dafür ist reif, wir haben ja wirtschaftlich nahezu nichts mehr miteinander zu tun.» Persönlich sei er «in keiner Weise zornig, vielmehr sehr betroffen».

@ dpa.de

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