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SAF-Holland, LU0307018795

BESSENBACH - Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland hat dem schwierigen Umfeld in der Lkw- und Trailer-Branche getrotzt.

08.08.2019 - 10:57:24

Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland schlägt sich wacker - Aktie legt zu. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Prozent auf 349,5 Millionen Euro, wie das SDax -Unternehmen am Donnerstag in Bessenbach mitteilte. Dabei profitierte SAF-Holland unter anderem auch von Übernahmen und Währungskurseffekten.

Zudem bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll der Umsatz um vier bis fünf Prozent zulegen. Bei der um Sondereffekte bereinigten Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) peilt das Unternehmen weiter einen Wert um die Mitte der Spanne von sieben bis acht Prozent an.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die SAF-Holland-Aktie kletterte nach Handelsbeginn um gut zwei Prozent und gehörte damit zu den besseren Titeln im Nebenwerteindex SDax. Seit Jahresbeginn steht aber ein Minus von über 22 Prozent für die Anteilsscheine zu Buche, in den zurückliegenden zwölf Monaten sieht es mit einem Verlust von rund 37 Prozent noch finsterer aus.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte zwischen April und Juni um knapp 5,5 Prozent auf 25,2 Millionen Euro, die entsprechende Marge lag mit 7,2 Prozent um 0,3 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dabei spielte SAF-Holland das deutlich verbesserte Ergebnis in der Region Amerika in die Karten, das schwächere Beiträge aus anderen Regionen ausglich.

Während es in den Regionen Europa, Naher Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik nicht rund lief, verzeichnete SAF-Holland in Amerika deutliche Zuwächse. Dort sei die Kundennachfrage weiter stark, hieß es. Besonders gefragt waren Achssysteme mit integrierten Scheibenbremsen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sollen am US-Standort Warrenton zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Dagegen bereiten die schwachen Geschäfte in Indien und China dem Unternehmen Sorgen. In China wirkte sich unter anderem der Handelsstreit mit den USA sowie die zu geringe Kapazitätsauslastung einzelner Werke negativ aus. Das Werk in Qingdao sowie zwei Lagerhäuser in Peking seien Ende Juli geschlossen worden. SAF-Holland will sich in China trotz der aktuellen Schwierigkeiten aber weiter behaupten. So soll etwa der Anlauf der Fertigung im neuen Werk in Yangzhou auf den Beginn des vierten Quartals vorgezogen werden.

Unternehmenschef Alexander Geis gab sich mit Verweis auf die insgesamt problematischen Marktbedingungen zufrieden mit den vorgelegten Zahlen. Er zeigte sich zuversichtlich, für das Gesamtjahr die Markterwartungen treffen zu können. Wichtig sei dabei, sich schnell und flexibel an Nachfrageschwankungen anpassen zu können.

@ dpa.de