Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

BERLIN - Zur Entlastung überfüllter Rettungsstellen in vielen Kliniken will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine bessere Steuerung von Patienten bei Notfällen erreichen.

09.01.2020 - 16:47:35

Spahn will bessere Patienten-Steuerung bei Notfällen. Vorgesehen ist ein gemeinsames telefonisches Leitsystem, wie aus einem nun vorgelegten Gesetzentwurf hervorgeht, über den zuerst die "Rheinische Post" (Donnerstag) berichtete. Dafür sollen die Rettungsleitstellen mit der Notrufnummer 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst mit der Nummer 116 117 zusammenarbeiten. In Kliniken sollen zentrale Anlaufstellen je nach Dringlichkeit über die passende Behandlung entscheiden.

Vorgesehen ist zum einen ein gemeinsames telefonisches Leitsystem, für das die Rettungsleitstellen mit der Notrufnummer 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst mit der Nummer 116 117 zusammenarbeiten sollen. Zudem sollen in Kliniken zentrale Anlaufstellen je nach Dringlichkeit des Anliegens über die passende Behandlung entscheiden.

Der Entwurf, der auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sieht einige Änderungen im Vergleich zu ersten Plänen aus dem Sommer vor. So sollen die Länder die Zuständigkeit für die Organisation des Rettungsdienstes behalten. Damit soll eine zunächst für die Reform ins Auge gefasste Grundgesetzänderung nicht mehr nötig sein. Zudem sind keine gemeinsamen Leitstellen der Nummern 112 und 116 117 mehr vorgesehen - aber eine verbindliche, digital vernetzte Kooperation.

Hintergrund ist, dass nicht nur in großen Städten mehr und mehr Patienten direkt in Notaufnahmen gehen, statt zum Beispiel zu einem Bereitschaftsarzt - obwohl sie längst nicht immer in akuter Not sind. Wie es aus dem Ministerium heißt, fällt nach Studiendaten mehr als die Hälfte der Patienten in Notaufnahmen eigentlich nicht unter die Definition eines medizinischen Notfalls. Auch bei Fahrten von Rettungswagen handelt es sich teils nicht um Notfallpatienten. Die Reform zielt deswegen auf eine stärkere Verzahnung und Steuerung.

WENN PATIENTEN ANRUFEN, sollen sie künftig sowohl unter der 112 als auch der 116 117 eine erste Einschätzung bekommen und in die passende Versorgungsebene geschickt werden: ins Krankenhaus, eine Bereitschaftspraxis oder auch in eine ganz normale Sprechstunde am nächsten Morgen. Medizinische Notfalldaten sollen künftig digital erfasst und in Echtzeit für die weitere Versorgung übertragen werden.

WENN PATIENTEN INS KRANKENHAUS GEHEN, soll es an bestimmten Kliniken "integrierte Notfallzentren" geben - nicht nur als Option, wie schon in manchen Krankenhäusern praktiziert. Dort arbeiten rund um die Uhr Bereitschaftsärzte und Klinikärzte mit einem zentralen Empfang, der jeweils über die passende Behandlung entscheidet.

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken hatte bereits ein Konzept beschlossen, wonach es künftig voraussichtlich weniger Krankenhäuser geben dürfte, die für Notfälle eingerichtet sind - sie sollen dafür aber eine angemessene Betreuung garantieren. Von 1748 Häusern sollen demnach noch 1120 entsprechende Zuschläge bekommen, es könnten also 628 Krankenhäuser herausfallen.

In Kraft treten sollen die Neuregelungen voraussichtlich Anfang 2020. Dann sollen die Beteiligten des Gesundheitswesens aber noch weitere Zeit für Vorbereitungen bekommen. Die konkrete Umsetzung würde dann also schrittweise später folgen. SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas sagte dem "Handelsblatt", der Entwurf gehe im Sinne der Patienten in die richtige Richtung hin zu mehr Verzahnung und Koordinierung.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) begrüßte die Pläne und sprach von "vielen richtigen Schritte hin zu einer zukunftsfähigen Notfallversorgung". Von der Deutschen Krankenhausgesellschaft kam scharfe Kritik mit Blick darauf, dass ambulante Notfallleistungen nur an ausgewählten Krankenhäusern erbracht werden sollen. Bei der Entscheidung, welche Kliniken das in den Regionen sind, hätten die Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen die Mehrheit.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS/ROUNDUP 2/Coronavirus erreicht Europa: Zwei Fälle in Frankreich bestätigt (erweiterte Fassung) (Wirtschaft, 24.01.2020 - 22:10) weiterlesen...

Steinbach: Kaufpreis für Tesla-Gelände wird zweimal kontrolliert. "Der Kaufpreis wird zweimal kontrolliert", sagte Steinbach am Freitagabend auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Grünheide. Einmal werde noch ein unabhängiges Gutachten erarbeitet. Dann kontrolliere die EU, da Tesla Fördermittel erhalte. "Die Gerüchteküche brodelt. Es ist allerhöchste Zeit, das Thema zu entemotionalisieren", sagte Steinbach. GRÜNHEIDE - Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat Befürchtungen zurückgewiesen, dass der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla für das Grundstück des geplanten Werks in Grünheide bei Berlin zu wenig bezahlt. (Boerse, 24.01.2020 - 22:00) weiterlesen...

VIRUS/ROUNDUP: Erste Fälle der neuen Lungenkrankheit in Europa. In Frankreich wurden zwei Fälle der dadurch verursachten Lungenkrankheit bestätigt, wie die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitagabend mitteilte. Demnach traten die beiden Erkrankungen in Bordeaux und in Paris auf. Die Regierung werde alles unternehmen, um eine Ausbreitung des Erregers einzudämmen, sagte Buzyn. PARIS - Das in China aufgetretene neue Coronavirus hat Europa erreicht. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 20:59) weiterlesen...

WDH/VIRUS/ROUNDUP: Erste Fälle der neuen Lungenkrankheit in Europa (technische Wiederholung) (Boerse, 24.01.2020 - 20:59) weiterlesen...

VIRUS: Zwei Fälle in Frankreich nachgewiesen. Das teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitagabend mit. PARIS - In Frankreich sind zwei Fälle der neuen Lungenkrankheit bestätigt worden. (Boerse, 24.01.2020 - 20:39) weiterlesen...

Trump und Republikaner kritisieren Anklage-Plädoyers zu Impeachment. Die Demokraten wiederholten nur immer und immer wieder den "gleichen alten Kram" in dem Impeachment-Schwindel, schrieb Trump am Freitag auf Twitter. Das Anklageteam der Demokraten wolle die komplette Zeit für die Plädoyers aufbrauchen und zwinge seine eigenen Verteidiger damit wohl, am Samstag - dem "Tal des Todes im Fernsehen" - mit ihrer Präsentation zu beginnen. Das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump im Senat wird in den USA live im TV übertragen. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner werfen den Demokraten vor, ihre Eröffnungsplädoyers im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump künstlich in die Länge zu ziehen. (Wirtschaft, 24.01.2020 - 20:04) weiterlesen...