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Produktion, Absatz

BERLIN - Wirtschaftsverbände wollen mehr staatliche Unterstützung für freiwillige Corona-Tests in Unternehmen.

12.04.2021 - 14:56:26

Wirtschaftsverbände fordern mehr staatliche Unterstützung bei Tests. In einem gemeinsamen Brief an das Kanzleramt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, fordern die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft die Bundesregierung auf, den Firmen bei der Ausweitung des Testangebots unter die Arme zu greifen.

Probleme haben die Unternehmen demnach vor allem bei der Beschaffung von Tests. "Ein Drittel der Unternehmen gibt an, Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von Tests zu haben", schreiben die Verbände. Sie fordern von der Bundesregierung, dass Selbsttests, die von anderen Bedarfsträgern nicht abgerufen werden, der Wirtschaft für wenig Geld zur Verfügung gestellt werden. Außerdem solle die Zulassung weiterer Tests beschleunigt werden.

Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen sei ein regelmäßiges Testen ein großer bürokratischer und finanzieller Aufwand, heißt es in dem Schreiben. Durch eine Verzahnung etwa mit kommunalen Testangeboten könne die Situation für die Arbeitgeber erleichtert werden.

Eine Testpflicht lehnen die Verbände nach wie vor ab. "Eine staatliche Regulierung birgt hingegen die Gefahr, dass es genau dieses freiwillige Engagement erschwert", heißt es in dem Papier. Im März hatten die Spitzenverbände an die Unternehmen appelliert, ihren Beschäftigten Selbsttests, und wo dies möglich sei, Schnelltests anzubieten. "Den Erfolg des Testappells bestätigen nicht nur unsere Erhebungen, sondern auch die Erhebungen der Bundesregierung. Der Trend stimmt, er zeigt nach oben", erklärten sie nun.

Laut einer Umfrage der Bundesregierung aus der vergangenen Woche haben 61 Prozent der befragten Beschäftigten einen Arbeitgeber, der Corona-Tests anbietet. Weitere Arbeitgeber hätten den Mitarbeitern Tests in Aussicht gestellt. Nehme man diese Gruppe hinzu, so erhielten insgesamt etwa 70 Prozent der Beschäftigten ein Testangebot oder es sei ihnen zumindest angekündigt worden.

@ dpa.de

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