Transport, Verkehr

BERLIN - Wirtschaftsverbände haben Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu einem Aktionsplan gegen einen "Notstand" bei Lastwagenfahrern aufgefordert.

06.12.2018 - 13:21:24

Wirtschaftsverbände fordern Aktionsplan gegen 'Fahrernotstand'. Jährlich fehlten rund 40 000 Fahrer, dies führe inzwischen zu akuten Engpässen in der gesamten Logistikbranche. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) sprach am Donnerstag von gravierenden Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft. Es drohe ein Verkehrskollaps.

Jedes Jahr würden in Deutschland rund 67 000 Berufskraftfahrer aus dem Berufsleben ausscheiden. Es könnten jedoch nur knapp 27 00 neue Fahrer hinzugewonnen werden. In einem Fünf-Punkte-Plan fordern die Logistikverbände gemeinsame Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. So müsse der Fahrerberuf attraktiver und mehr Frauen dafür gewonnen werden. Es gehe auch um "innovative" Arbeitszeitmodelle.

Ausbildung und Qualifizierung müssten verbessert werden, außerdem wollen die Verbände eine Imagekampagne mit Unterstützung des Bundes. Der Zustand der Straßen sei "dringend" zu optimieren, außerdem müssten mehr Kapazitäten für Lkw-Stellplätze geschaffen werden. Die digitale Infrastruktur müsse flächendeckend ausgebaut werden. Der "Fünf-Punkte-Plan" wird neben dem BGL unter anderem vom Industrieverband BDI, dem Handelsverband HDE und dem Chemieverband VCI unterstützt.

Die EU-Staaten hatten am Dienstag beschlossen, die zwei Millionen Fernfahrer in der Europäischen Union vor Ausbeutung und Spediteure vor unfairer Konkurrenz zu schützen. Die Verkehrsminister einigten sich auf ein Gesetzespaket gegen Lohn- und Sozialdumping, das nun allerdings noch mit dem Europaparlament verhandelt werden muss. Kernpunkt ist der Grundsatz, dass für gleiche Arbeit am gleichen Ort auch gleicher Lohn gelten soll. Allerdings gibt es wegen der Besonderheiten des Transportgewerbes weiter Ausnahmen.

@ dpa.de

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