Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

BERLIN / WASHINGTON - Die Außenminister sieben führender westlicher Industriestaaten haben sich in einer Videokonferenz nicht auf gemeinsame Leitlinien für den Kampf gegen das Corona-Virus einigen können.

25.03.2020 - 19:02:35

VIRUS/ROUNDUP: G7 ohne gemeinsame Corona-Leitlinien - USA attackieren China. Hauptgrund: Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, in einer möglichen Abschlusserklärung der G7 die chinesische Herkunft des Virus zu betonen.

US-Außenminister Mike Pompeo warf China am Mittwoch nach den Beratungen vor, Informationen zu dem Virus zurückgehalten und bewusst Falschinformationen zu den Ursprüngen der Pandemie verbreitet zu haben. "Sie waren das erste Land, das von den Risiken dieses Virus für die Welt wusste, und sie haben die Weitergabe dieser Informationen wiederholt verzögert", beklagte Pompeo.

Die Kommunistische Partei Chinas habe Wissenschaftler und Experten aus den USA, die sich vor Ort ein Bild hätten machen wollen, nicht zugelassen. Außerdem hätten hochrangige Vertreter der Partei "verrücktes Gerede" darüber verbreitet, ob die USA das Virus nach China gebracht hätten. Auch in sozialen Medien sei dies gestreut worden. Pompeo sagte, die G7-Vertreter seien sich bei ihren Beratungen alle dieser "Desinformationskampagne" der Chinesen bewusst gewesen.

Pompeo kritisierte: "Die Kommunistische Partei Chinas stellt eine erhebliche Bedrohung für unsere Gesundheit und Lebensweise dar, wie der Ausbruch des Wuhan-Virus deutlich gezeigt hat." Die Partei drohe auch, die freie und offene Ordnung in den G7-Ländern zu untergraben.

Der US-Chefdiplomat sprach bei seinem Auftritt wiederholt vom "Wuhan-Virus" und betonte, die Pandemie habe in der chinesischen Stadt Wuhan begonnen. Der Begriff "Wuhan-Virus" tauchte nach dpa-Informationen auch in dem Entwurf der USA für eine G7-Erklärung auf, der schon in den Vorgesprächen auf den Widerstand der anderen Mitglieder stieß. Die Gruppe, der neben den USA und Deutschland auch Frankreich, Italien, Großbritannien, Japan und Kanada angehören, einigte schließlich darauf, ganz auf eine gemeinsame Erklärung zu verzichten.

Pompeo wich der Frage aus, ob sein Beharren auf dem Begriff "Wuhan-Virus" letztlich eine gemeinsame Abschlusserklärung verhindert habe. Der US-Außenminister bezeichnete die Beratungen mit seinen Amtskollegen als erfolgreich und sagte, er sei sicher, dass alle beteiligten Minister ein gemeinsames Verständnis von den Gesprächen hätten.

Die Außenminister Deutschlands und Großbritanniens, Heiko Maas und Dominic Raab, legten in der Videoschalte ein gemeinsames Papier vor, auf dessen Basis nun weiter über ein gemeinsames Vorgehen beraten werden soll. "Zum Vorgehen haben wir uns geeinigt, dass nunmehr auf Grundlage der deutsch-britischen Vorschläge zentrale Eckpunkte einer koordinierten Antwort der G7 auf die Krise abgestimmt werden sollen", sagte Maas nach den Beratungen.

Nach Angaben des SPD-Politikers besteht in der G7 zumindest über folgende Ziele grundsätzlich Einigkeit:

- Internationale Kooperation bei der Entwicklung und Bereitstellung von Medikamenten und Impfstoffen.

- Unterstützung für die Länder, die am schlechtesten für die Krise gewappnet sind.

- Bekämpfung der dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie - gerade für globale Produktions- und Lieferketten.

- Entwicklung eines Frühwarnsystem für krisenhafte Entwicklungen in Folge der Corona-Ausbreitung.

"In einer Zeit des globalen Ausnahmezustands kommt der "Gruppe der Sieben" eine entscheidende Bedeutung zu", sagte Maas. "Gerade die wirtschaftlich stärksten Nationen müssen in diesen Tagen solidarisch und verantwortungsvoll handeln und über eigene Interessen hinaus denken."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Autobranche fordert wegen Corona-Krise Hilfe für Händler. "Bundesweit steht der Automobilhandel derzeit vor massiven Problemen", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Appell des Verbands der Automobilindustrie, des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller sowie des Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe. Demnach sollen Bund, Länder und Kommunen rasch handeln, um "Insolvenzen und Job-Verluste im Kfz-Handel abzuwenden". BERLIN - Die Autobranche hat die Politik angesichts der Coronavirus-Krise erneut dazu aufgefordert, betroffenen Autohändlern zu helfen. (Boerse, 31.03.2020 - 11:16) weiterlesen...

VIRUS: Moskau beschließt im Eiltempo schärfere Gesetze. Das russische Parlament - die Staatsduma - stimmte am Dienstag einem ganzen Paket für ein härteres Vorgehen der Politik zu. So erhielt die Regierung von Michail Mischustin auch Vollmachten für eine Verhängung des Ausnahmezustands. Schon jetzt gibt es in vielen Regionen Russlands, darunter auch in der Hauptstadt Moskau, massive Ausgangsbeschränkungen. MOSKAU - Russland hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie härtere Strafen gegen Verstöße bei Quarantäne-Vorschriften sowie gegen die Verbreitung von Falschnachrichten beschlossen. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 11:09) weiterlesen...

VIRUS: Infektionsgebiet im Nordosten Rumäniens gesperrt. Das beschloss die Regierung am späten Montagabend. Von den landesweit 2109 Patienten, die mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert sind, leben 593 in der Kreishauptstadt Suceava, die rund 92 000 Einwohner hat. BUKAREST - Rumänien sperrt die im Nordosten gelegene Stadt Suceava und acht benachbarte Dörfer, weil dort mehr als ein Viertel aller Infektionen mit dem neuen Coronavirus aufgetreten sind. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 11:08) weiterlesen...

VIRUS/ROUNDUP: Jena plant Maskenpflicht - Söder will nationale Notfallproduktion. "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden", teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten. JENA - Die thüringische Stadt Jena plant in der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 11:08) weiterlesen...

Bundesbank: Deutschlands Staatsschulden 2019 weiter gesunken. 2019 verringerte sich die Staatsschuld nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank um 16 Milliarden Euro auf 2,053 Billionen Euro. FRANKFURT - Deutschlands Schuldenberg ist im vergangenen Jahr dank sprudelnder Steuereinnahmen und anhaltend niedriger Zinsen wieder ein Stück kleiner geworden. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 10:55) weiterlesen...

VIRUS: Erste Maschinenbauer denken in Krise über Stellenstreichungen nach. "Personalabbau - auch von Teilen der Stammbelegschaft - ist für 12 Prozent der Unternehmen bereits Thema", sagte Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA am Montag mit Blick auf eine Umfrage des Verbandes. Daran hatten sich 965 Mitgliedsfirmen beteiligt. Die exportorientierte Branche, die schon im vergangenen Jahr die weltweite Konjunkturabkühlung zu spüren bekommen hatte, beschäftigt mehr als eine Million Mitarbeiter. FRANKFURT - Stellenabbau wird für die deutschen Maschinenbauer in der Corona-Krise zunehmend ein Thema. (Boerse, 31.03.2020 - 10:42) weiterlesen...