Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

VOLKSWAGEN VORZÜGE, DE0007664039

BERLIN - Vor einem Spitzentreffen im Kanzleramt zum Umbruch in der Autoindustrie haben die Gewerkschaft IG Metall und die SPD Hilfen für die Beschäftigten gefordert.

15.01.2020 - 06:33:41

Vor 'Autogipfel': SPD und IG Metall fordert Hilfen für Beschäftigte. "Die IG Metall erwartet, dass die arbeitsmarkt- und industriepolitische Flankierung der Verkehrswende einen Schub bekommt und die dafür nötigen Instrumente geschärft werden", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Jörg Hofmann der Deutschen Presse-Agentur.

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) sagte der dpa: "Der Autogipfel muss ein Gipfel der Industriearbeiter werden, denn sie bauen das Auto von morgen." SPD-Bundestagsfraktionsvize Sören Bartol sagte, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der Autoindustrie sei eine der wichtigsten langfristigen Aufgaben.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt am Mittwoch zunächst den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Rainer Hoffmann, und die Vorsitzenden der acht Mitgliedsgewerkschaften zu einem gemeinsamen Mittagessen. Am Nachmittag dann treffen sich dem Vernehmen nach Merkel, Bundesminister, Gewerkschaftsvertreter und Vertreter von Autoherstellern.

Hofmann sagte, der Zugang zu Kurzarbeit müsse kurzfristig für die Branche erleichtert werden, um die auftrags- und strukturbedingte Unterauslastung ohne Entlassungen zu überbrücken. "Dazu gehört auch die Kostenentlastung der Betriebe, wenn sie Kurzarbeit mit Qualifizierung verbinden und eine Verlängerung der Bezugsdauer auf 24 Monate. Das Qualifizierungschancengesetz muss gerade für kleine und mittlere Betriebe handhabbarer gemacht werden und ermöglichen, auch für ganze Beschäftigtengruppen Maßnahmen zu fördern."

Die Autobranche ist mitten in einem grundlegenden Wandel von Benzinern und Dieseln hin zu mehr klimafreundlicheren alternativen Antrieben wie der Elektromobilität. Hersteller und Zulieferer müssen Milliarden investieren. Für E-Autos aber sind weniger Jobs nötig, weil es viel weniger Komponenten gibt. Die E-Mobilität wirft bisher jedoch kaum Geld ab. Zugleich ist die Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten zurückgegangen. Das trifft bisher vor allem Zulieferer. Es gibt bereits Kurzarbeit und die Ankündigung von Arbeitsplatzabbau. Nach einem Szenario im Bericht einer Expertenkommission könnten in der deutschen Autobranche Hunderttausende Jobs in Gefahr sein.

IG Metall-Chef Hofmann sagte, kleine und mittlere Zulieferer bräuchten besseren Zugang zu Kapital, um die Transformation durch die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle jenseits des Verbrenners umzusetzen. "Bei den Banken stoßen sie bei der Finanzierung von Investitionen heute schon auf Ablehnung, weil diese das Risiko scheuen. Regionen, die stark vom Verbrenner abhängen, brauchen eine Perspektive. Hier ist eine aktive Strukturpolitik unerlässlich, damit der ökologische Umbau nicht zu industriellen Wüsten führt. Die Menschen dürfen nicht den Eindruck bekommen, dass die Verkehrswende gleich bedeutend ist mit dem Verlust von Arbeit und Wohlstand."

Die stellvertretende SPD-Chefin Rehlinger sagte: "Der Wandel der Autoindustrie gelingt nur, wenn die Beschäftigten diesen Weg auch gehen können." Deshalb sei Weiterbildung und Qualifizierung innerhalb der Unternehmen der zentrale Türöffner für die Autoindustrie von morgen. Rehlinger forderte die Umsetzung des geplanten "Arbeit-von-Morgen-Gesetzes" von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) unter anderem für mehr Qualifizierung. "Dazu müssen Hilfsangebote für die Zuliefererindustrie kommen, die sehr abhängig vom Antriebsstrang ist und Zeit braucht, die Produktion umzustellen." Hier böten sich etwa Bürgschaften oder Liquiditätshilfen des Bundes an, um über kurzfristige Ausfälle hinwegzukommen, ohne Menschen entlassen zu müssen.

SPD-Fraktionsvize Bartol sagte, an der Automobilindustrie hingen nicht nur Hunderttausende Arbeitsplätze, sondern eines der größten Forschungs- Entwicklung-Volumen weltweit. Der hoch spezialisierte Mittelstand werde das Transformationstempo mangels Kapitalausstattung und Flexibilität nicht überall halten können. "Mit Sicherheit bleiben nicht alle Arbeitsplätze erhalten, daher müssen wir Neue aufbauen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizieren und offen sein für Neustrukturierungen von Wertschöpfungsketten."

Dies gelte für den Antriebsstrang, aber auch insbesondere für Kompetenzen bei der Digitalisierung und der fahrzeugnahen IT. "Die Autos der Zukunft sind fahrende Computer, IT ist der Schlüssel für den Fahrzeugbau der Zukunft." Bartol forderte eine Investitionsallianz von Wirtschaft und Politik. "Die mittelständische Struktur der Zulieferindustrie zu erhalten, ist ein zentraler Beitrag für die Gleichwertigkeit der Regionen in Deutschland."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIE IM FOKUS: Daimler-Rutsch findet kein Ende - Abstufung, Batterieprobleme FRANKFURT - In einem europaweit nicht gerade optimistischen Marktumfeld für Autobauer steuern die Daimler und Volkswagen im kräftig anziehenden Dax immerhin ein Stück weit im Plus lagen. (Boerse, 24.01.2020 - 12:59) weiterlesen...

Merkel-Besuch in Türkei: Unternehmer hoffen auf bessere Beziehungen. "Wir wünschen uns, dass der Türkeibesuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in Bezug auf die bilateralen Beziehungen und die Beziehungen mit der EU ein Wendepunkt wird", twitterte der Chef des großen Unternehmerverbandes Tüsiad, Simone Kaslowski, am Donnerstag. Tüsiad erwartet demnach, dass die Gespräche am Freitag die "gegenseitigen Sensibilitäten" achten und das Vertrauensverhältnis stärken. Außerdem sollte es Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen der Türkei zur EU sowie bei der Zollunion geben. ISTANBUL - Türkische Wirtschaftsvertreter hoffen vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei am Freitag auf eine deutliche Verbesserung der Beziehungen. (Boerse, 23.01.2020 - 16:30) weiterlesen...

Umfrage: Käufer würden mehr Geld für sparsamere Autos ausgeben. 68 Prozent der Neuwagenkäufer gaben dies in einer Befragung der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) an, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. 2018 betrug der Anteil 55 Prozent. Bei der aktuellen Befragung sagten zudem 53 Prozent der Neuwagen- und 39 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer, dass sie für einen Pkw mit geringeren CO2-Emissionen mehr Geld ausgeben würden. BERLIN - Immer mehr Autokäufer in Deutschland sind nach einer Umfrage bereit, für ein Fahrzeug mit geringerem Kraftstoffverbrauch tiefer in die Tasche zu greifen. (Boerse, 23.01.2020 - 15:12) weiterlesen...

VW-Carsharing-Tochter WeShare will in weitere Städte expandieren. Im Laufe des Jahres sollen München, Budapest, Prag, Madrid, Paris und Mailand dazukommen, wie WeShare-Chef Philipp Reth am Donnerstag in Berlin sagte. Bereits bekannt war, dass der Anbieter im Frühjahr auch in Hamburg an den Start gehen will. Insgesamt soll die Elektro-Flotte des Unternehmens dann aus rund 8400 Fahrzeugen bestehen. BERLIN - Der Carsharing-Anbieter WeShare will seine vollelektrischen Leihwagen in sieben weiteren europäischen Städten aufstellen. (Boerse, 23.01.2020 - 12:34) weiterlesen...

Autovermieter WeShare will in weitere Städte expandieren. Im Laufe des Jahres sollen München, Prag, Madrid, Paris und Mailand dazukommen, wie WeShare-Chef Philipp Reth am Donnerstag in Berlin sagte. Bereits bekannt war, dass der Anbieter im Frühjahr auch in Hamburg an den Start gehen will. Insgesamt soll die Elektro-Flotte des Unternehmens dann aus rund 8400 Fahrzeugen bestehen. BERLIN - Der Carsharing-Anbieter WeShare will seine vollelektrischen Leihwagen in sechs weiteren europäischen Städten aufstellen. (Boerse, 23.01.2020 - 12:27) weiterlesen...

Kanada verhängt im 'Dieselgate'-Skandal Millionenstrafe gegen VW. Dem deutschen Autobauer werden Geldbußen in Höhe von 196,5 Millionen kanadischen Dollar (135 Mio Euro) auferlegt, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (Ortszeit) in Toronto mitteilte. Zuvor habe sich Volkswagen schuldig bekannt, Autos importiert zu haben, die nicht den zulässigen Abgasstandards entsprachen. Der Hersteller habe zugegeben, gegen Umweltgesetze verstoßen und irreführende Angaben gemacht zu haben. TORONTO - Kanada hat wegen Verstößen gegen Umweltgesetze und Importvorschriften im "Dieselgate"-Skandal eine millionenschwere Strafe gegen den Volkswagen -Konzern verhängt. (Boerse, 23.01.2020 - 06:32) weiterlesen...