Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Einzelhandel

BERLIN - Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie steigen die zentralen Kennzahlen weiter an.

27.02.2021 - 18:41:00

Lockern trotz steigender Zahlen?. Bereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken - auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche. Seit vergangenen Sonntag lag sie dann wieder bis auf einen Tag konstant über 60.

BERLIN - Vor den Bund-Länder-Beratungen zu möglichen Öffnungsschritten in der Corona-Pandemie steigen die zentralen Kennzahlen weiter an. Bereits am Samstag stieg die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner um 1,2 auf 63,8. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI). Die Inzidenz war infolge des Lockdowns bis Mitte Februar gesunken - auf 57,4 zum Ende der zweiten Februarwoche. Seit vergangenen Sonntag lag sie dann wieder bis auf einen Tag konstant über 60.

Auch der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert stieg laut RKI-Angaben vom Samstag erneut um 0,03 Punkte auf 1,11. 100 Infizierte geben das Virus also rechnerisch an 111 weitere Menschen weiter. Der Wert bildet das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Unter eins flaut das Infektionsgeschehen ab - über eins nimmt es zu. Die ansteckendere und wohl auch tödlichere Mutation B.1.1.7 greift also weiter um sich. Der Mutations-Anteil stieg binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent zum Ende der dritten Februarwoche.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Pandemie und zu möglichen Öffnungsschritten. "Ich glaube, dass wird eine besonders schwierige Woche werden", sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach am Samstag im Podcast von "The Pioneer". "Da rasen zwei Züge ungebremst aufeinander zu und wir wissen nicht, wie das noch zu lösen ist." Auf der einen Seite stehe der Wunsch nach Lockerungen - was auch zum Teil angekündigt wurde, so der Epidemiologe, auf der anderen Seite habe die dritte Welle begonnen. "Die Gefahr ist eben, dass wir in die dritte Welle hinein lockern."

Alle Beteiligten wüssten, dass die Situation ungefähr so sei, wie er sie gerade beschrieben habe, sagte Lauterbach. "Daher wird im Hintergrund fieberhaft daran gearbeitet, ein Konzept zu entwickeln, was zwar Lockerungen schon vorsieht, diese Lockerungen aber in einer Art und Weise gestaltet, dass also die dritte Welle nicht befeuert wird, sondern zumindest gestreckt wird, möglicherweise auch verhindert wird."

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) forderte vor den Beratungen ein gemeinsames Vorgehen. "Ich bestehe darauf, dass wir hier eine gemeinschaftliche Führungsleistung in Deutschland zustande bringen", sagte Scholz dem Deutschlandfunk in einem Interview, das am Sonntag ausgestrahlt werden soll. Es müsse auch die Bereitschaft geben, dass bei steigenden Infektionszahlen vor Ort schnell gehandelt werde, damit es nicht wieder eine Ausbreitung des Virus auf ein ganzes Bundesland oder Deutschland gebe.

Es sei bekannt, dass etwa der Einzelhandel in einer ganz schwierigen Lage sei. "Aber niemand hat etwas davon, wenn wir Geschäfte öffnen und kurz danach wieder schließen", erklärte er. "Deshalb sage ich, ich bin dafür, dass es nicht bei vagen Aussagen bleibt, sondern dass wir sehr klare, präzise Festlegungen treffen, dass sie zwischen den Ländern und mit der Bundesregierung besprochen werden und dass wir dann uns auch gemeinsam vorwärts bewegen." Es müsse einen Plan geben, den alle gut verstehen könnten - in Kombination mit dem großflächigen Testen auf das Virus. "Das muss eine Lösung aus einem Guss sein."

Der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Wir brauchen jetzt dringend neue Konzepte, die nicht an immer neue, immer niedriger gesetzte Inzidenzwerte geknüpft werden dürfen." Ein Dauerlockdown sei keine Option - daran ändere auch das Auftreten von Mutationen nichts.

"Die Kollateralschäden für die gesamte Gesellschaft, aber insbesondere für Kinder und Jugendliche und die Wirtschaft, sind inzwischen immens", sagte Hofmeister. "Bei einer Therapie muss immer wieder diskutiert werden, ob Haupt- und Nebenwirkungen in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen. Ist das nicht der Fall, dann muss die Therapie korrigiert werden."

Insgesamt wird die dritte Welle der Corona-Pandemie nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr ähnlich stark ausfallen wie die zweite. "Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zustände wie vor Weihnachten bekommen werden", sagte der Experte für Corona-Prognosen der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er rechnete damit, dass in der ersten Aprilhälfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden.

Seit Mitte Februar hätten mehr Kontakte zu höheren Zahlen geführt. Es gebe eine Lockdown-Müdigkeit, in manchen Bereichen laufe das normale Leben wieder an, weitere Öffnungen stünden bevor. Lehr: "Auch wenn die Lockerungen moderat sind, werden sie sich auswirken." Lehr geht davon aus, dass es nach dem 7. März rund 20 Prozent mehr Kontakte gebe. Die Kombination aus Lockerungen mit der Mutante werde zu einem relativ starken Anstieg führen. Ohne jegliche Lockerung würde Anfang April die 100er-Inzidenz erreicht. In weiter Ferne sei die noch bei den letzten Beratungen angestrebte Inzidenz von 35.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Behörde: Geimpfte müssen drinnen meist keine Maske mehr tragen. Sie müssen sich auch nicht mehr an die Abstandsgebote halten, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky am Donnerstag. "Wir haben uns alle nach diesem Moment gesehnt, in dem wir wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren können", sagte Walensky bei einer Pressekonferenz. Die Ankündigung dürfte zum Beispiel auch die Rückkehr in Büros erleichtern. Das Tragen einer Maske ist demnach aber weiter in dicht gedrängten Situationen wie etwa in Bussen, Flugzeugen, Krankenhäusern oder Flughäfen gefordert. WASHINGTON - Vollständig gegen Corona geimpfte Menschen müssen in den USA einer Empfehlung der Gesundheitsbehörde CDC zufolge in vielen Innenräumen keine Masken mehr tragen. (Boerse, 13.05.2021 - 21:27) weiterlesen...

Nawalnys Team will zu Protesten nur noch spontan aufrufen. Sie sollten nur noch spontan stattfinden, schrieb der Nawalny-Vertraute Leonid Wolkow am Donnerstag in mehreren sozialen Netzwerken. Er verwies zur Begründung auf die mehr als 1700 Festnahmen allein bei den Protesten im April in Russland, zu denen Tage im Voraus aufgerufen worden war. Kremlchef Wladimir Putin habe gezeigt, das Repressionsniveau gegen Organisatoren und Teilnehmer zu erhöhen, meinte der im Ausland lebende Wolkow. MOSKAU - Das Team des im Straflager inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny will Proteste künftig nicht mehr im Voraus ankündigen. (Wirtschaft, 13.05.2021 - 19:49) weiterlesen...

Biden nach Cyberangriff auf Pipeline: Täter leben wohl in Russland. Dafür gebe es starke Anhaltspunkte, sagte Präsident Joe Biden am Donnerstag. Moskau sei aber nicht in den Angriff verwickelt gewesen. "Wir glauben nicht, dass die russische Regierung in diesen Angriff involviert war", sagte Biden im Weißen Haus. Die USA hätten Russland aber aufgefordert, gegen die Täter und solche Cyberangriffe und Erpressungsversuche vorzugehen. WASHINGTON - Die Kriminellen hinter dem jüngsten Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline in den USA leben nach Überzeugung der US-Regierung in Russland. (Wirtschaft, 13.05.2021 - 19:39) weiterlesen...

POLITIK: Irischer Regierungschef bespricht Nordirland-Fragen mit Johnson. Das Treffen in Chequers, dem offiziellen Landsitz Johnsons, ist an diesem Freitag geplant, wie britische Regierungskreise am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Es ist das erste persönliche Treffen der beiden Spitzenpolitiker seit mehreren Monaten. Erwartet wird, dass die beiden Regierungschefs über das sogenannte Nordirland-Protokoll sprechen. LONDON/DUBLIN - Im Streit um Brexit-Sonderregeln für die britische Provinz Nordirland trifft sich der irische Regierungschef Micheal Martin mit dem britischen Premierminister Boris Johnson. (Wirtschaft, 13.05.2021 - 19:35) weiterlesen...

Biden appelliert an Amerikaner: Bitte kein Benzin horten. "Kaufen Sie in den nächsten Tagen nicht mehr Benzin, als Sie brauchen", sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. Die Versorgung werde sich in den kommenden Tagen wieder normalisieren und "Panikkäufe werden das nur hinauszögern", sagte Biden. Schlangen an Tankstellen zu sehen, sei beängstigend, räumte er ein. Das wichtigste sei nun aber, "nicht in Panik zu verfallen". WASHINGTON - Nach dem Hackerangriff auf eine große Pipeline hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner angesichts örtlicher Engpässe bei der Benzinversorgung aufgefordert, nicht in "Panik" zu verfallen. (Boerse, 13.05.2021 - 19:35) weiterlesen...

Klimaschutzgesetz in Spanien verabschiedet - 'Ein Meilenstein'. Die Abgeordneten der rechtspopulistischen Partei Vox votierten gegen das "Gesetz zum Klimawandel und für die Energiewende", die Vertreter der konservativen Opposition enthielten sich der Stimme. MADRID - Spanien zieht im Kampf gegen den Klimawandel an: Das Parlament verabschiedete am Donnerstag in Madrid ein Gesetz, mit dessen Hilfe das Land spätestens bis 2050 klimaneutral werden soll - das bedeutet, dass Treibhausgasemissionen bis dahin in allen Bereichen wie Industrie, Verkehr oder Landwirtschaft völlig oder fast vollständig vermieden werden sollen. (Wirtschaft, 13.05.2021 - 18:42) weiterlesen...