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BERLIN - Unter dem Druck einer wachsenden Omikron-Welle in Deutschland wollen Bund und Länder über eine Verkürzung von Quarantänezeiten und Kontaktbeschränkungen beraten.

03.01.2022 - 16:49:29

Starker Omikron-Anstieg erwartet - Kürzere Quarantäne im Gespräch. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer schnellen Entscheidung über eine Verkürzung der Quarantänefristen. Sollte kritische Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung aufgrund von Quarantäne an die Grenzen geraten, könnten verkürzte Quarantänezeiten erforderlich sein, sagte ein Sprecher seines Ministeriums am Montag in Berlin. An diesem Dienstag soll der Expertenrat der Bundesregierung die Lage in einer Videokonferenz beraten.

erhalten. Das sind 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 32,3 Millionen Menschen - 38,9 Prozent - haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Gegen die Omikron-Variante nimmt der Immunschutz ohne eine solche Boosterimpfung mit der Zeit stark ab.

Dabei zieht die Corona-Impfkampagne im neuen Jahr langsam wieder an. Am Sonntag wurden mindestens 129 069 Impfungen verabreicht. Am Neujahrstag waren es demnach bundesweit gerade einmal 25 582 gewesen. Auch bei den Impfdaten gibt es laut RKI eine Untererfassung.

NRW-Regierungschef Wüst drückt bei der geplanten Corona-Impfpflicht aufs Tempo. Bevor Olaf Scholz (SPD) Kanzler geworden sei, habe er sie für Februar avisiert. "Das Wort muss auch gelten, wenn er Kanzler ist." Zu viele Menschen in Deutschland hätten bislang keine Erst- oder Zweitimpfung. "Wir brauchen diese Impfpflicht."

@ dpa.de