Haushalt, Steuern

BERLIN - Unmittelbar vor dem Nato-Gipfel in Brüssel erhöhen die USA noch einmal den Druck auf Deutschland, die Verteidigungsausgaben weitaus deutlicher zu erhöhen als bisher geplant.

11.07.2018 - 05:01:24

US-Botschafter Grenell erhöht vor Nato-Gipfel Druck auf Merkel. "Die Zusage Deutschlands in Wales 2014 war zwei Prozent (des Bruttoinlandsprodukts) bis 2024. Wir würden diese Zusage gerne erfüllt sehen", sagte US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Nato-Gipfel beginnt am Mittwoch in Brüssel. Möglicherweise werden US-Präsident Donald Trump und Kanzlerin Angela Merkel am Rande zu einem bilateralen Gespräch zusammenkommen. Die Nato-Mitgliedstaaten hatten sich 2014 bei einem Gipfel in Wales dazu verpflichtet, sich bei den Verteidigungsausgaben innerhalb von zehn Jahren der Zielmarke von zwei Prozent des BIP anzunähern. Deutschland hat seitdem nur eine Steigerung von 1,18 auf 1,24 Prozent geschafft. Die USA bestehen auf zwei Prozent.

Grenell wies zudem Spekulationen zurück, die USA könnten aus Verärgerung über mangelnde Zahlungsbereitschaft der Deutschen im Verteidigungsbereich die US-Truppen in Deutschland reduzieren. "Das Weiße Haus hat nie eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Deutschland verlangt", sagte er. Ein Artikel der "Washington Post" hatte vor wenigen Tagen entsprechende Spekulationen ausgelöst.

@ dpa.de

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