Transport, Verkehr

BERLIN - Trotz weitreichender Pläne für das Tegeler Flughafenareal ist nicht klar, wie stark der Boden mit Schadstoffen verseucht ist.

13.02.2018 - 05:53:47

Über Altlasten am Flughafen Tegel bislang wenig bekannt. Auch ist offen, ob noch Blindgänger im Untergrund schlummern. "Aussagen zur Bodenbelastung können erst getroffen werden, wenn das Gelände außer Betrieb genommen und für Untersuchungen frei zugänglich ist", antwortete Finanz-Staatssekretär Jens Spahn auf eine Anfrage der FDP im Bundestag.

Kampfmittel seien auf Teilflächen entfernt worden, damit Flugzeuge gefahrlos starten und landen können. Nach dem Papier lässt sich jetzt aber noch nicht sagen, ob die Flächen auch für Wohnungen geeignet sind.

Der Flughafen Tegel soll schließen, wenn der neue Hauptstadtflughafen in Schönefeld in Betrieb geht. Das ist für Oktober 2020 geplant. Auf dem rund 460 Hektar großen Areal sollen dann ein Forschungs- und Gewerbepark sowie Wohnungen entstehen.

Der FDP-Abgeordnete Christoph Meyer sagte zu Spahns Äußerungen: "Das zeigt, dass man auf Bundes- und auf Senatsseite nicht genau weiß, welche Kosten auf das Land noch zukommen. Das ist für uns alle komplett eine Blackbox." Die FDP macht sich seit Jahren dafür stark, Tegel nicht zu schließen. Jedem sei klar, dass nach Jahrzehnten des Flugbetriebs mit erheblichen Bodenbelastungen zu rechnen sei, sagte Meyer.

159 Hektar des Areals gehören Berlin, 302 Hektar dem Bund. Zu den möglichen Schadstoffen zählen das Flugbenzin Kerosin und Ammonium aus Enteisungsmitteln. Auch der Senat hat noch keine Gesamtüberblick.

Zwar habe die Flughafengesellschaft viele Einzel-Altlasten schon beseitigt. Historische Untersuchungen und Bodenproben wiesen jedoch auch auf großflächige, potenzielle Risiken hin, hieß es in einer Antwort der Stadtentwicklungsverwaltung auf eine FDP-Anfrage vom vergangenen Sommer. Beim geplanten Wohngebiet Schumacher-Quartier muss demnach voraussichtlich der Boden ausgetauscht werden.

Die Flughafengesellschaft hat nach eigenen Angaben etwa zwei Millionen Euro zurückgestellt, um Altlasten seit 1970 zu beseitigen - dem Baubeginn des Terminals. Kosten für Kontamination aus der Zeit davor müsste der Staat tragen. Das Gelände war nach dem Zweiten Weltkrieg an vielen Stellen mit zwei bis vier Metern Trümmerschutt aufgefüllt worden, zuvor hatte das Areal als Schießplatz, Luftschiffhafen, Raketen- und Truppenübungsplatz gedient.

In der amtlichen Information zum Volksentscheid über die Schließung Tegels im vergangenen Jahr spielten die Altlasten keine Rolle. Eine Mehrheit sprach sich in dem nicht bindenden Entscheid dafür aus, dass der Flughafen parallel zum BER in Betrieb bleibe.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Expertenkommission fordert neue Industriepolitik der EU. Dazu müsse die EU aber neue Schwerpunkte setzen und Milliarden zusätzlich in Forschung und Bildung stecken, heißt es in einem noch unveröffentlichten Bericht der Rüttgers-Kommission, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das EU-Budget für Forschung und Innovation solle ab 2020 verdoppelt werden. BRÜSSEL - Europa hat aus Sicht einer EU-Expertenkommission unter dem früheren Forschungsminister Jürgen Rüttgers gute Chancen, gut bezahlte und dauerhafte Industriejobs zu halten und zurückzuholen. (Wirtschaft, 21.02.2018 - 05:20) weiterlesen...

Presse: Höhere Mindestlöhne für Gebäudereiniger und Dachdecker. DÜSSELDORF - Gebäudereiniger und Dachdecker sollen nach einem Zeitungsbericht rückwirkend zum 1. Januar einen höheren Mindestlohn bekommen. Das geht aus Verordnungen des Bundesarbeitsministeriums hervor, die an diesem Mittwoch vom Bundeskabinett gebilligt werden sollen. Die "Rheinische Post" (Mittwoch) zitiert daraus. Von der leichten Anhebung profitieren demnach rund 600 000 Gebäudereiniger und 60 000 Beschäftigte im Dachdecker-Handwerk. Presse: Höhere Mindestlöhne für Gebäudereiniger und Dachdecker (Wirtschaft, 21.02.2018 - 05:18) weiterlesen...

US-Sonderermittler erhebt Anklage gegen Anwalt wegen Falschaussage. Der Anwalt Alex Van Der Zwaan habe absichtlich falsche Angaben zu seinen Beziehungen zu Rick Gates, einem Ex-Mitarbeiter des Wahlkampfteams von Donald Trump, gemacht, hieß es am Dienstag in Gerichtsunterlagen. Der Angeklagte bekannte sich gleichentags vor Gericht schuldig. WASHINGTON - In der Russland-Affäre in den USA hat Sonderermittler Robert Mueller Anklage gegen einen Mann erhoben, der gegenüber Ermittlern gelogen haben soll. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 22:02) weiterlesen...

Merkel: Einigung bei EU-Finanzplanung womöglich erst nach Europawahl. Sie wolle keine Versprechen abgeben, die nicht einzuhalten seien, sagte sie am Dienstag in Berlin in der Fraktionssitzung der Union nach Teilnehmer-Angaben. Nach der Europawahl im Mai 2019 ergebe sich vielleicht ein besseres Zeitfenster. Ob Deutschland - wie von EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) ins Gespräch gebracht - rund drei Milliarden Euro mehr pro Jahr zahlen müsse, sei ebenfalls noch unklar. Man müsse zuerst auf einen Vorschlag der Kommission warten. BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es für möglich, dass die mittelfristige EU-Finanzplanung nicht vor der Europawahl im kommenden Jahr abgeschlossen werden kann. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 17:21) weiterlesen...

EU-Finanzminister wegen US-Steuerreform in Alarmbereitschaft. Unter anderem wollen sie sich gegen mögliche Folgen der US-Steuerreform wappnen. Auch die Unternehmensbesteuerung in Europa und grüne Investments spielten eine Rolle. BRÜSSEL - Die EU-Finanzminister haben bei ihrem Treffen am Dienstag eine Reihe heikler Themen behandelt. (Wirtschaft, 20.02.2018 - 17:20) weiterlesen...

Widerstand gegen Nord Stream 2 bei Union, Grünen und FDP. Die geplante Gasleitung von Russland nach Deutschland spalte Europa, heißt es in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Dienstag. Darüber stehen die Namen der Europapolitiker Manfred Weber (CSU), Reinhard Bütikofer (Grüne) und Nadja Hirsch (FDP) sowie der Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen (CDU), Oliver Krischer (Grüne) und Michael Link (FDP). BRÜSSEL - Führende Abgeordnete von CDU, CSU, Grünen und FDP machen gemeinsam Front gegen die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2. (Boerse, 20.02.2018 - 16:58) weiterlesen...