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Biontech, US09075V1026

BERLIN - Trotz einer großen europäischen Impfstoff-Nachbestellung hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die Kritik seiner Partei am Vorgehen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneuert.

09.01.2021 - 11:52:28

SPD-Generalsekretär hält an Kritik an Spahn fest. "Jens Spahn hatte die Verantwortung, sich um die Impfkampagne zu kümmern. Er hatte dafür Monate Zeit. Es war von Anfang an klar, dass Impfen unser Ausweg aus der Pandemie ist und deswegen im Detail vorbereitet werden muss. Das hat Spahn nicht getan", sagte Klingbeil der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Die EU-Kommission hatte am Freitag bekannt gegeben, einen Vertrag über weitere bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer abgeschlossen zu haben. Klingbeil sagte: "Ich bin sehr froh, dass unsere Kritik der letzten Tage schon zu wichtigen Veränderungen geführt hat. Es hat Nachbestellungen beim Impfstoff gegeben, die Produktionskapazitäten von Biontech werden ausgebaut, Spahn hat nun alle Pharmaunternehmen angeschrieben", und Merkel habe das Thema zur Chefsache gemacht. "Alles das hilft, dass wir schneller einen endgültigen Weg aus der Krise finden."

Der Impfstart in Deutschland ist aus Sicht der SPD zu schleppend verlaufen. Mehrere Sozialdemokraten, darunter Klingbeil, hatten Bundesgesundheitsminister Spahn dafür verantwortlich gemacht, dass einige andere Länder beim Impfen weiter sind als Deutschland. Die SPD-geführten Bundesländer hatten einen Fragenkatalog zu den Problemen bei der Impfung an Spahn geschickt.

@ dpa.de

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