Internet, Software

BERLIN / TEL AVIV - Die heftigen Kursausschläge beim Bitcoin habend sich auch an den Weihnachtstagen fortgesetzt - und die warnenden Stimmen vor Anlagen in der umstrittenen Digitalwährung mehren sich.

26.12.2017 - 15:27:24

Wieder Warnungen vor Bitcoin - Weiter heftige Kursausschläge. Die israelische Finanzmarktaufsicht (ISA) will jetzt sogar ein Handelsverbot von Firmen an der Tel Aviver Börse durchsetzen, die mit Cyberwährungen wie Bitcoin Geschäfte machen.

"Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte der Präsident der Finanzaufsichtsbehörde Bafin, Felix Hufeld, der "Bild"-Zeitung (Samstag-Ausgabe). Es werde "Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren" würden. Hufeld rät daher zu höchster Vorsicht. Ein Anleger müsse wissen, "dass er im schlimmsten Fall sein ganzes Geld verlieren kann." Der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kündigte an, seine Behörde müsse "eng am Ball bleiben", sprach allerdings auch von einer großen Lernaufgabe. "Wir sind alle dabei, dieses Gebiet erst zu verstehen und Know-How aufzubauen."

"Solange es keine Regulierung gibt, werden wir dafür sorgen, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell vor allem auf Cyber-Währungen basiert, nicht an die Börse gehen können", sagte Israels Chefaufseher Schmuel Hauser nach einem Bericht des Wirtschaftsblattes "Calcalist". Bereits notierte Unternehmen sollten mit einem Handelsverbot belegt werden, "bis wir einen passenden regularischen Rahmen finden". Hauser, der am Montag auf einer Wirtschaftskonferenz sprach, warnte vor gefährlichen Preisschwankungen. "Die Öffentlichkeit hat keinen Schutz bei Investitionen in digitale Währungen."

Die Deutsche Bundesbank spricht der - ursprünglich als Zahlungsmittel kreierten - Digitalwährung sogar den Charakter des Geld ab. "Wir sehen eine rasante Wertentwicklung, die das Risiko rasanten Verlusts birgt", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Zeitung "Euro am Sonntag". Wegen der hohen Wertschwankungen eigne sich die Digitalwährung nicht zur Wertaufbewahrung. "Das teure und ineffiziente Übertragungssystem der Blockchain spricht zudem gegen Eignung als Zahlungsmittel."

Auch der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt warnte vor den Risiken der Kryptowährungen. "Zumindest sind das hoch spekulative Geschäfte, sagte Schmidt der "Rheinischen Post"(Samstagausgabe). Dies sei so lange nicht bedenklich, wie Anleger die daraus erwachsenden Risiken aus eigener Kraft tragen könnten. "Zögen ihre Verluste jedoch andere in Mitleidenschaft, weil ihr Erwerb durch Kreditaufnahme finanziert wird, dann würde dies das Risiko für Verwerfungen an den Finanzmärkten erhöhen."

Zwei große US-Börsen haben mittlerweile Terminkontrakte auf den Bitcoin aufgelegt - damit ist die Kryptowährung in der klassischen Finanzwelt angekommen. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin, der auf Plattformen im Internet gehandelt wird, massiv im Wert gestiegen: von rund 1000 US-Dollar auf annähernd 20 000 Dollar, um kurz vor Weihnachten jäh in Richtung 11 000 Dollar abzustürzen, bis zum zweiten Weihnachtstag auf mehreren Plattformen aber wieder auf mehr als 15 000 Dollar zu klettern.

Je höher der Kurs stieg, desto lauter wurden mahnende Stimmen aus Politik und Notenbanken. In den vergangenen Tagen hatten Politiker und Ökonomen eine Regulierung von Bitcoin gefordert.

Erst kürzlich hatte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Bezeichnung "Digitalwährung" als irreführend bezeichnet: "Ein Zahlungsmittel sollte ja eine Wertstabilität aufweisen. Diese Eigenschaften fehlen dem Bitcoin."

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Europäer suchen Platz neben USA und China. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) forderte auf der Innovationskonferenz DLD in München, Europa müsse sich dazu durchringen, eine aktivere Rolle in der Welt zu spielen. Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges gab den Wettbewerb bei verbraucherorientierten Online-Plattformen verloren - sieht aber Chancen im Internet der Dinge mit der Vernetzung von Milliarden Geräten. MÜNCHEN - Europäische Politiker und Unternehmer beschwören schnelles Handeln, um nicht zwischen den Tech-Supermächten USA und China zerrieben zu werden. (Boerse, 21.01.2018 - 15:58) weiterlesen...

Facebook lässt Nutzer über Qualität von Medien entscheiden (Boerse, 21.01.2018 - 15:06) weiterlesen...

Gabriel: Europa muss globale Rolle bei Technologie-Revolution spielen. "Werden wir zu tatenlosen Zuschauern im neuen Kalten Krieg um Technologie werden? Oder kann Europa mit besseren Antworten aufwarten?", umriss Gabriel die zentrale Frage am Samstag zum Auftakt der Innovationskonferenz DLD in München. MÜNCHEN - Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Europa aufgefordert, im globalen Technologie-Wettstreit das Feld nicht den USA und China zu überlassen. (Boerse, 21.01.2018 - 14:32) weiterlesen...

Facebook bekräftigt Kritik an deutschem Gesetz gegen Hass im Netz. Das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz gehe weiter als es sollte, sagte Kommunikations- und Politikchef Elliot Schräge am Sonntag auf der Innovationskonferenz DLD in München. "Das Gesetz macht uns zu Richtern, Geschworenen und Vollstreckern, und ich denke, das ist eine schlechte Idee." Online-Plattformen sollten nicht die politische Debatte in Deutschland bestimmen. MÜNCHEN - Facebook hat seine Kritik an dem deutschen Gesetz gegen Hass im Netz bekräftigt. (Boerse, 21.01.2018 - 14:20) weiterlesen...

Telekom-Chef: Europa hat Wettstreit bei Online-Plattformen verloren. Stattdessen müssten sich die Europäer auf das sogenannte Internet der Dinge mit seinen vernetzten Geräten konzentrieren, sagte Höttges am Sonntag auf der Internet-Konferenz DLD in München. Er forderte eine gelockerte Regulierung der Telekommunikations-Branche, um Investitionen in die Infrastruktur zu begünstigen. MÜNCHEN - Europa hat nach Einschätzung von Telekom-Chef Timotheus Höttges keine Chance mehr, im Verbraucher-Geschäft mit Online-Plattformen zu amerikanischen und chinesischen Firmen aufzuholen. (Boerse, 21.01.2018 - 14:19) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: IBM trotz erstem Umsatzplus seit 2012 im Minus - Schwache Marge NEW YORK - Die bereits leidgeprüften Anleger von IBM haben am Freitag einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: Obwohl das IT-Urgestein im vierten Quartal das erste Umsatzplus seit 2012 erzielt hatte, fielen die Aktien unter den größten Verlierern im US-Leitindex Dow Jones Industrial um mehr als 3 Prozent auf 163,43 US-Dollar - weil die Ertragskraft enttäuschte. (Boerse, 19.01.2018 - 16:31) weiterlesen...