Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Moderna, US60770K1079

BERLIN / STUTTGART - Eine mögliche Impfempfehlung für Kinder unter 12 Jahren wird aus Sicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) noch schwieriger als die für 12- bis 17-Jährige.

30.09.2021 - 15:53:28

Impfung für jüngere Kinder? - Stiko-Chef warnt vor zu viel Impfdruck. Kein Kind unter 17 sei in Deutschland ausschließlich an Covid-19 gestorben, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag). Weil die Krankheitslast bei den 12- bis 17-Jährigen so gering gewesen sei, sei die Entscheidung zur Impfung in der Nutzen-Schaden-Abwägung so schwierig gewesen.

Wenn sich die Zulassungsstudie von Biontech auf 3000 Kinder beziehe, dann tauchten auf dieser Datenbasis seltene Nebenwirkungen wie Herzmuskelentzündungen wahrscheinlich gar nicht auf, sagte Mertens. Der Stiko-Chef erwartet zugleich erneut eine "Welle des politischen Drucks" mit Blick auf die Impfung jüngerer Kinder. "Druck ist in dem Zusammenhang aber schlecht. Ganz besonders auch, weil die Kinder herhalten sollen, um die Impfmüdigkeit der 18- bis 59-Jährigen auszugleichen", sagte er den Blättern. "Das ist absurd."

Bislang gibt es in Deutschland noch keinen Corona-Impfstoff, der für Kinder zwischen fünf und elf Jahren zugelassen ist. Der Hersteller Biontech hatte vor kurzem angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder in dem Alter zu beantragen. Die Stiko ist ein wissenschaftliches Gremium, das aufgrund von Studien entscheiden soll und Empfehlungen gibt. Fehlen belastbare Zahlen, bleibt die Stiko vorsichtig.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, sagte der Deutschen Presse-Agentur, er hoffe grundsätzlich, dass die bislang erhobenen Daten genug Sicherheit für eine Zulassung des Impfstoffs für Unter-12-Jährige böten. Oft erlebe er, dass besorgte Eltern ihre Kinder ohne entsprechende Zulassung impfen lassen wollten. "Deswegen ist das für alle, auch für Eltern und für Ärzte wichtig, damit man aus diesem rechtlichen Graubereich herauskommt."

Dötsch betonte aber: "Wir sind es den Kindern schuldig, dass wir nicht auf die Expertenkommission Druck ausüben, der dann dazu führt, dass vielleicht eine frühzeitige Entscheidung fällt, die nicht im Sinne jedes einzelnen Kindes ist." Der Stiko als erprobtem und sehr erfahrenem Gremium müsse die notwendige Zeit eingeräumt werden, eine Empfehlung gründlich zu prüfen - und diese Sorgfalt dürfe nicht durch politischen Druck infrage gestellt werden, mahnte Dötsch.

"Wir sollten und dürfen die Kinder nicht impfen, um andere Menschen zu schützen, die sich selber zum Beispiel durch Impfung schützen können", betonte der Experte. Am Ende müsse eine Entscheidung getroffen werden, die so gut abgewogen sei, "dass auch ein individueller Nutzen für das Kind, das geimpft wird, sichtbar wird".

Generell hat sich das Impftempo in den vergangenen Monaten deutlich verlangsamt. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind insgesamt inzwischen 53,6 Millionen Menschen oder 64,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Mindestens einmal geimpft sind 56,5 Millionen Menschen oder 68 Prozent aller Einwohner.

Mit Blick auf die Schließung vieler Impfzentren an diesem Donnerstag sehen sich die Hausärzte unterdessen gut vorbereitet, weitere Corona-Impfungen sicherzustellen. In der Anfangsphase hätten die Zentren trotz hoher Kosten Sinn gemacht. "Für die ausstehenden Impfungen, zu denen wir dringend weitere Menschen ermuntern müssen, ebenso wie für die nun fälligen Auffrischungsimpfungen sehen wir uns in den Hausarztpraxen allerdings gut gerüstet", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen betonte im RND ebenfalls: "Die Praxen sind gut vorbereitet, auch vor dem Hintergrund, dass der Beratungsaufwand größer geworden ist." Die Arztpraxen waren im April in die Massenimpfungen gegen Corona eingestiegen.

Begonnen haben vor wenigen Wochen auch Auffrischungsimpfungen für Senioren und immungeschwächte Menschen. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, forderte im RND, nach der Schließung vieler Impfzentren verstärkt mobile Impfangebote für sozial Benachteiligte und Obdachlose etwa in Fußgängerzonen, vor Supermärkten und Jobcentern oder an Sportplätzen zu machen.

Auf Anfrage teilte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mit, der Bund habe für den Betrieb der Corona-Impfzentren bisher 1,6 Milliarden Euro an die Länder ausgezahlt (Stand 27. September). Die meisten Länder schließen ihre Impfzentren und stellen auf mobile Impfteams um, wie das Ministerium erläuterte. Daneben laufen weiter Impfungen in Arztpraxen. Einige Länder wollen auch noch eine kleinere Zahl an Impfzentren offenhalten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Jede Sekunde eine Impfung: Impfquote bei 66,4 Prozent. Nachdem am Vortag insgesamt rund 192 000 Dosen verabreicht wurden, stieg die Quote der vollständig geimpften Bürger auf 66,4 Prozent. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 9.22 Uhr) hervor. Bei den über 60-Jährigen liegt die Quote inzwischen bei 85,1 Prozent, bei den jüngeren Erwachsenen von 18 bis 59 Jahren 72,6 Prozent, und in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen beträgt sie 40,6 Prozent. BERLIN - Noch immer wird in Deutschland im Wochenschnitt rechnerisch jede Sekunde mehr als eine Person gegen das Coronavirus geimpft. (Wirtschaft, 27.10.2021 - 11:43) weiterlesen...

Bessere Impfstoffverteilung und Patentfreigabe durch G20 gefordert. Vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der führenden Wirtschaftsnationen (G20) am Wochenende in Rom wurde besonders eine Freigabe der Impfstoffpatente gefordert und eine gerechtere Verteilung von Präparaten gegen das Coronavirus in der Welt. "Um endlich die Pandemie zu beenden, brauchen wir jetzt Impfstoffgerechtigkeit und einen transparenten Fahrplan, wann und wie Impfdosen geteilt werden", sagte am Mittwoch Friederike Röder von der Bewegung Global Citizen. ROM - Entwicklungsorganisationen haben die reichen Industrienationen zu mehr Impfgerechtigkeit in der Pandemie aufgefordert. (Boerse, 27.10.2021 - 06:45) weiterlesen...

Corona-Pandemie bleibt 'Notlage von internationaler Tragweite'. Dies beschloss WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag auf Empfehlung des unabhängigen Notfallausschusses, der sich alle drei Monate trifft, um die Lage neu zu beurteilen. GENF - Die Corona-Pandemie bleibt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine "Notlage von internationaler Tragweite" (PHEIC). (Wirtschaft, 26.10.2021 - 17:17) weiterlesen...

Afrika bekommt bis zu 110 Millionen Moderna-Dosen geliefert. Bis Jahresende sollen die ersten 15 Millionen davon ausgeliefert sein. Der Corona-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, begrüßte die Ankündigung am Dienstag als großen Schritt vorwärts. JOHANNESBURG - Die Afrikanische Union erhält bis zu 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs vom US-Konzern Moderna . (Boerse, 26.10.2021 - 13:25) weiterlesen...

EU-Behörde empfiehlt Booster-Impfung mit Moderna-Präparat. Eine Booster-Impfung mit Spikevax könnte Menschen über 18 Jahren sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis gegeben werden, teilte die Behörde am Montagabend in Amsterdam mit. Bei Erwachsenen, bei denen der Schutz abgenommen hatte, waren die Werte der Antikörper den Experten zufolge durch den Booster gestiegen. AMSTERDAM - Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Corona-Auffrischungsimpfung mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Moderna ermöglicht. (Boerse, 26.10.2021 - 10:50) weiterlesen...

US-Experten beraten über Biontech für Kinder - Was sagt die Stiko?. Die Empfehlung für eine Verwendung bei Fünf- bis Elfjährigen ist für die endgültige Entscheidung zwar nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Die endgültige Entscheidung der FDA könnte innerhalb von Stunden oder Tagen nach der Empfehlung der Berater folgen. Im Anschluss muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen. SILVER SPRINGS/BERLIN - Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA soll am Dienstag (zwischen 14.30 und 23.00 Uhr MESZ) über eine mögliche Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech /Pfizer bei Kindern diskutieren. (Boerse, 26.10.2021 - 06:33) weiterlesen...