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BERLIN - Sollten die Intensivstationen in Deutschland in großem Umfang auf ihre Notfallreserve zurĂŒckgreifen mĂŒssen, hĂ€tte dies laut Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) Folgen fĂŒr einen Großteil der anderen zu behandelnden Patienten.

15.12.2021 - 05:27:26

Mediziner: Nutzung der Notfallreserve hat Folgen fĂŒr andere Patienten. Andere Behandlungen mĂŒssten dann weitgehend verschoben werden, teilte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß mit. Die fĂŒr die Notfallreserve benötigten zusĂ€tzlichen PflegekrĂ€fte stĂŒnden fĂŒr die Behandlung anderer Patienten auf den Normalstationen nicht mehr zur VerfĂŒgung, sagte Gaß.

Als sogenannte Notfallreserve melden die Kliniken ihre KapazitĂ€ten an Intensivbetten und Mitarbeitern, die sie bei dringendem Bedarf innerhalb von sieben Tagen zusĂ€tzlich einsetzen können. Die Angaben beruhen auf tĂ€glichen Meldungen der einzelnen Intensivstationen. Der Mindeststandard dafĂŒr ist laut Deutscher InterdisziplinĂ€rer Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) ein Bett, ein BeatmungsgerĂ€t, Sauerstoff, ein Monitor und GerĂ€te zur Medikamentengabe.

Ob die Notfallreserve aktiviert wird und in welchem Umfang das geschieht, entscheiden die Kliniken laut Gaß etwa auch in Absprache mit umliegenden KrankenhĂ€usern selbst.

@ dpa.de