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BERLIN - Schrill, bunt, fantastisch, laut und voll - so war die Spielemesse Gamescom mal, bis Corona kam.

24.08.2020 - 07:19:28

Ohne Kuschelfaktor: Gamescom erstmals ausschließlich digital. Hatte der Treffpunkt für Gamer jährlich sonst bis zu 370 000 Besucher nach Köln gezogen, findet die weltweit bedeutendste Computerspielemesse in diesem Jahr wie so viele andere Veranstaltungen ausschließlich digital im Netz statt. Doch die Branche gibt sich zuversichtlich: "Digital können wir", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands game, der Deutschen Presse-Agentur.

und Microsoft stehen mit der Playstation 5 und der Xbox Series X in den Startlöchern. Die Hardware-Boliden sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, viel mehr steht noch nicht fest.

Bleibt abzuwarten, ob es auf der Gamescom weitere Neuigkeiten geben wird. Die Messe wäre eine gute Gelegenheit für die Großkonzerne, etwa Preis und den konkreten Veröffentlichungstermin anzukündigen, sagt Markus Schwerdtel, Redakteur und Mitglied der Chefredaktion von "GamePro" und "GameStar". "Es kommt mir aber so vor, als würden die beiden momentan stillhalten und sich gegenseitig belauern."

Technisch würden die Geräte in Ausstattung und Leistung etwa gleichauf liegen, sagt Schwerdtel. Unter anderem mit ausgezeichneter Grafik sowie SSD-Laufwerk böten beide eine Ausstattung, die zumindest zu diesem Preis kein Personal Computer biete. Mit seinem Game Pass könne jedoch Microsoft die Nase vorne haben.

Während sich Sony und Microsoft bei ihren Konsolen traditionell ein Wettrennen um die stärkste Technik bieten, geht Nintendo schon seit Jahren andere Wege und setzt mit seiner Konsole auf Unterhaltung und Spielspaß. Die Switch sei schon 2017 zum Marktstart technisch eigentlich "angestaubt" gewesen, sagt Schwerdtel. Dennoch sei Nintendo zur Zeit der "große Gewinner". Und zum Start der Corona-Krise habe das Unternehmen mit "Animal Crossing" das Spiel zur Krise veröffentlicht und "Geld wie Heu" gemacht.

Für die Games-Branche gebe es in der Corona-Krise Licht und Schatten zugleich, sagt Verbandschef Falk. Geschlossene Schulen, Homeoffice und Shutdown - für viele Menschen hatte das Spielen während der ersten Zeit der Coronakrise eine wichtige Funktion. Ein Leben ohne Video-Spiele sei inzwischen für jeden dritten Nutzer schier undenkbar, fand zuletzt der Digitalverband Bitkom heraus. "Die Gaming-Industrie zählt ganz klar zu den Gewinnern der Krise", sagt Präsidiumsmitglied Olaf May.

"Die Nutzungszahlen sind stark angestiegen", bestätigt auch Falk. "Viele sagen, Spiele hätten ihnen in der Krise geholfen." Schatten gab es dagegen vielfach für Entwickler, die ihre Zeitpläne notgedrungen verschieben mussten. "Die hochkomplexen Technologien lassen sich nicht einfach mit ins Homeoffice nehmen", sagt Falk. Für viele Entwickler sei es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, dennoch alles pünktlich fertig zu bekommen.

@ dpa.de