PSA, FR0000121501

BERLIN - Neuwagen in Europa verbrauchen einer Analyse zufolge immer noch viel mehr Sprit als von den Herstellern angegeben - es könnte aber eine Trendwende geben.

11.01.2019 - 00:47:37

Untersuchung: Neuwagen verbrauchen weiter viel mehr als angegeben. Experten stellten erstmals seit Jahren fest, dass die Kluft zwischen offiziellem Wert und tatsächlichem Alltagsverbrauch auf der Straße leicht zurückgegangen ist. Das geht aus einem neuen Bericht der Forschungsorganisation International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, die bei der Aufdeckung des Diesel-Skandals eine Schlüsselrolle gespielt hat.

mit aufgedeckt. Dabei ging es um den Ausstoß gesundheitsschädlicher Stickoxide (NOx), der ebenfalls oft viel höher liegt als in den Papieren angegeben.

Der Kraftstoffverbrauch hängt direkt mit dem Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) zusammen. Die Klimaschutzvorgaben sollen in der EU deutlich verschärft werden. Bis 2030 soll die Autobranche nach einer Vorentscheidung von EU-Staaten, EU-Kommission und Europaparlament die CO2-Emissionen von Neuwagen im Schnitt um 37,5 Prozent senken. Ausgangsbasis sind die Vorgaben für 2021, also 95 Gramm CO2 pro Kilometer im Durchschnitt der jeweiligen Flotte. Die Regeln sollen helfen, Klimaschutzziele zu erreichen. Die Autobranche hatte die neuen Vorgaben als zu scharf kritisiert.

"Der Gesetzgeber hat aus früheren Fehlern gelernt", erklärte ICCT-Europa-Chef Peter Mock. Er verwies darauf, dass Hersteller ab 2021 verpflichtet werden sollen, den realen Verbrauch sowie die realen CO2-Emissionen mittels Verbrauchsmessgeräten zu protokollieren. Die EU-Kommission solle eine Methode entwickeln, um Hersteller, die sich durch unrealistisch niedrige Angaben einen Vorteil verschaffen wollten, zu bestrafen, forderte Mock. "Nur so kann es gelingen, die Abweichung zwischen offiziellen und realen Werten in den kommenden Jahren endlich wieder deutlich abzusenken."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP 2: Regierungskommission spricht über Tempolimit - keine Festlegung. (Im dritten Absatz, zweiter Satz, wurde eine Jahreszahl berichtigt: ab 2021 zunächst eine Angleichung (statt: 2012).) WDH/ROUNDUP 2: Regierungskommission spricht über Tempolimit - keine Festlegung (Boerse, 18.01.2019 - 17:44) weiterlesen...

Ministerium: Ideen zu Klimamaßnahmen im Verkehr nicht abgestimmt. Das Ministerium erklärte am Freitag in Berlin, darunter seien Debatten-Beiträge, die "weder sozial noch wirtschaftlich zu verantworten sind". Die Bundesregierung habe vor vier Monaten die "Nationale Plattform zur Zukunft der Mobilität" eingesetzt. Seither sammelten sechs Arbeitsgruppen mit externen Experten Ideen - darunter ist eine Arbeitsgruppe zum Thema Klimaschutz im Verkehr. BERLIN - Ideen einer Kommission für mehr Klimaschutz im Verkehr sind laut Bundesverkehrsministerium "weder beraten, abgestimmt oder beschlossen". (Boerse, 18.01.2019 - 16:06) weiterlesen...

Ford-Betriebsrat übt harsche Kritik am Management. Die Firma habe aktuelle Entwicklungen - etwa den Trend zum Geländewagen (SUV) - verschlafen und auch wegen einer schlechten internen Struktur zu spät Entscheidungen getroffen, sagte der Betriebsratschef des Ford-Europaablegers, Martin Hennig, der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Es werden viel zu viele Berichte geschrieben oder Meetings abgehalten, die gar nicht nötig sind." Das koste Arbeitszeit und sei ein Bremsklotz für die Firma. Die Arbeitsstruktur im Management müsse schlanker und effizienter werden, sagte Hennig. KÖLN - Nach Bekanntgabe von Sanierungsplänen bei Ford Europa mit seiner Zentrale in Köln hat der Betriebsrat das Management scharf kritisiert. (Boerse, 18.01.2019 - 12:13) weiterlesen...

WDH/Bundestags-Opposition kritisiert geplante Regelungen zum Diesel-Fahrverbot (In der Meldung muss es durchgehend Mikrogramm statt Milligramm heißen.) (Boerse, 18.01.2019 - 06:18) weiterlesen...

Bundestags-Opposition kritisiert geplante Regelungen zum Diesel-Fahrverbot. Linke und Grüne warnten am Donnerstagabend bei der ersten Lesung, der Gesetzentwurf der großen Koalition sei rechtlich nicht haltbar. AfD und FDP äußerten Zweifel an den angepeilten Schadstoff-Grenzwerten. Nach den Plänen von Union und SPD soll es Fahrverbote nur noch bei einer deutlichen Überschreitung des Grenzwerts für gesundheitsschädliche Stickoxide geben. BERLIN - Die Opposition im Bundestag lehnt die Regierungspläne zur Eindämmung von Diesel-Fahrverboten einhellig ab. (Boerse, 17.01.2019 - 21:49) weiterlesen...

Datenschützer hat Bedenken gegen automatische Fahrverbots-Kontrollen. "Grundsätzlich halte ich die Verhältnismäßigkeit der geplanten Maßnahme für sehr zweifelhaft", sagte Kelber dem "Handelsblatt" (Donnerstag). BERLIN - Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat Bedenken gegen die Pläne zur automatischen Kontrolle von Diesel-Fahrverboten geäußert. (Boerse, 17.01.2019 - 05:22) weiterlesen...