Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN - Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind die Aufräumarbeiten auch bei der Deutschen Bahn in vollem Gange: Der Konzern ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres die größten Schäden behoben werden können und der Verkehr wieder weitgehend normal läuft.

23.07.2021 - 12:14:29

Bahn will größte Schäden nach Flut bis Jahresende beheben. In manchen Regionen, vor allem in Rheinland-Pfalz, könnte es hingegen länger dauern.

"Etwa an Eifel und Ahr ist von den bisherigen Strecken und Anbindungen wahrlich nichts mehr zu erkennen", sagte der Vorstand für Anlagen- und Instandhaltungsmanagement bei der Bahn-Tochter DB Netz, Volker Hentschel, am Freitag. "Hier reden wir von Monaten, wenn nicht sogar an einigen Stellen von Jahren."

Die Bahn schätzt die Schäden an Strecken, Bahnhöfen und Fahrzeugen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro. Derzeit liefen Gespräche über die Finanzierung mit dem Bund. 600 Kilometer Gleise seien betroffen sowie 50 Brücken und Dutzende Stationen und Haltepunkte. 180 Bahnübergänge, 40 Stellwerke und mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmaste seien so schwer beschädigt, dass sie voraussichtlich erneuert werden müssten, sagte Hentschel.

Erneuert werden müssten auch ganze Abschnitte. Dazu gehörten unter anderem mehrere Strecken über Euskirchen, wie die Erfttalbahn, die Eifelstrecke und die Voreifelbahn; außerdem die NRW-Strecke der Linie S9 von Wuppertal-Vohwinkel bis Essen-Stehle sowie ein Teil der Ruhr-Sieg-Strecke Hagen-Plettenberg.

Rund 2000 Beschäftigte seien derzeit fast rund um die Uhr mit Aufräumarbeiten und Reparaturen befasst. "Wir werden die beschädigten Anlagen nach neuestem technischen Stand wieder aufbauen", sagte Hentschel. Das gelte etwa für die digitale Ausstattung von Stellwerken und Bahnübergängen, aber auch für bauliche Maßnahmen. So sollen etwa Brückenpfeiler künftig weiter auseinander stehen, so dass sich Treibgut schlechter ablagern kann. Es sei nicht auszuschließen, dass angesichts der knappen Kapazitäten in der Baubranche geplante Bauarbeiten für dieses Jahr an anderen Stellen verschoben werden müssten, sagte Hentschel.

Derzeit prüfe der Konzern, in welchem Umfang die Schäden versichert sind. Diese Frage dürfte außer der Bahn derzeit auch viele Betroffene in der Hochwasserregion beschäftigen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) geht davon aus, dass in ganz Deutschland lediglich für rund 46 Prozent der Gebäude eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen ist, die bei solchen Naturgefahren einspringt.

Derzeit gibt es eine Diskussion darüber, ob eine solche Versicherung künftig verpflichtend werden sollte. GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen sprach sich am Freitag für die Branche erneut gegen eine Pflichtversicherung als einzelnes Instrument aus. Der GDV schätzt die Versicherungsschäden der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz auf vier bis fünf Milliarden Euro.

Beschäftigte der Deutschen Bahn haben nach Konzernangaben für die vom Unwetter betroffenen Kolleginnen und Kollegen bei einer Spendenaktion zusammen rund eine Million Euro eingesammelt. Die Bahn will die Summe auf dem Spendenkonto verdoppeln.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

FDP-Vize Vogel geht guter Laune in Koalitionsverhandlungen. "Wir werden das gründlich machen und da haben wir jetzt auch keine übermäßige Eile nötig", sagte Vogel am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" bei RTL und ntv. Man sei bislang schnell durch die Sondierungen gekommen, obwohl sich sehr unterschiedliche Partner aufeinander zubewegt hätten. Er gehe gestaltungsfreudig und mit guter Laune in die Verhandlungen, weil schon in den Sondierungen "wirklich was gelungen" sei. Vogel sagte: "Wir brauchen fürs Land ja den Aufbruch. BERLIN - FDP-Vize Johannes Vogel lehnt übertriebene Eile bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung ab. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 08:51) weiterlesen...

Berlins Regierungschef will kein schnelles Ende des Ausnahmezustands. "Wir brauchen mindestens eine Übergangszeit", sagte Müller am Mittwochmorgen im RBB-Inforadio. BERLIN - Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich gegen die Beendigung der Corona-Notlage bereits Ende November ausgesprochen. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 08:21) weiterlesen...

Infektiologe mahnt zur Vorsicht: Noch Millionen Ungeimpfte. Es gebe noch Millionen von Ungeimpften, darunter drei bis vier Millionen Menschen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf, sagte der Direktor der Klinik für Infektiologie an der Uniklinik Düsseldorf der "Kölnischen Rundschau" (Mittwochausgabe). Durch saisonale Effekte in Herbst und Winter begünstigt, könne eine rasch ablaufende Covid-19-Welle zu zahlreichen Toten führen und die Krankenhäuser erneut an ihre Grenzen bringen. DÜSSELDORF - Der Düsseldorfer Infektiologe Tom Lüdde hat in der Debatte um eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland zur Vorsicht gemahnt. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 07:54) weiterlesen...

Brasilien und Kolumbien wollen gemeinsam für Amazonasgebiet eintreten. "Mit Sicherheit werden wir vereint in Glasgow eintreffen, um ein sehr wichtiges Thema zu behandeln, das uns allen am Herzen liegt: unser geliebtes, reiches und begehrtes Amazonasgebiet", sagte Bolsonaro am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen mit Duque in Brasília. Bolsonaro und sein kolumbianischer Amtskollege pochten zugleich auf die Souveränität des Amazonasgebiets und seiner Anrainer. BRASÍLIA - Der kolumbianische Präsident Iván Duque und Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro wollen bei der Weltklimakonferenz COP26 bei Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel und zum Schutz des Amazonasgebiets an einem Strang ziehen. (Boerse, 20.10.2021 - 07:51) weiterlesen...

Corona-Notlage beenden - Bundesländer zurückhaltend. Während Kommunen die Forderung guthießen, reagierte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste mit Protest. Aus den Bundesländern kommen verhaltene Reaktionen und auch mahnende Stimmen. BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stößt mit seinem Vorstoß zur Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland weiter auf ein geteiltes Echo. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 06:33) weiterlesen...

US-Immunologe Fauci: 'Nicht gedacht, dass Pandemie so schlimm wird'. Zwar habe er schon im Februar 2020 gewusst, dass da "viel Ärger" bevorstehe, "aber es wurde noch schlimmer, als ich es je vorhergesagt hätte", sagte Fauci am Dienstagabend bei einer Gala der New Yorker Historical Society. Dass in den USA mehr als 700 000 Menschen und weltweit mehrere Millionen nach einer Infektion mit dem Virus sterben würden, hätte er zu Beginn der Pandemie nicht gedacht. NEW YORK - Der US-Immunologe und Präsidentenberater Anthony Fauci (80) ist eigenen Worten zufolge vom Ausmaß der Pandemie überrascht worden. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 06:13) weiterlesen...