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BERLIN - Nach der Entscheidung Israels zu Auffrischimpfungen gegen Corona für ältere Menschen sieht die Ständige Impfkommission (Stiko) noch nicht die nötigen Daten für eine solche Empfehlung in Deutschland.

30.07.2021 - 16:58:28

Noch ungenügend Daten zu dritter Dosis gegen Corona. Es sei aber eines der Themen, mit denen sich das Gremium weiter intensiv beschäftige, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

und Biontech hatten schon anfang Juli mitgeteilt, dass sie von einem Rückgang der Schutzwirkung ihres Corona-Vakzins ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung ausgehen. Grundlage seien unter anderem vom israelischen Gesundheitsministerium aus der praktischen Anwendung erhobene Daten. Daher sei es wahrscheinlich, "dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird".

Zusätzlich arbeiten Biontech und Pfizer an einer Version des Impfstoffs, die an die Delta-Variante angepasst ist. Dabei werde das vollständige Spike-Protein dieser Virusvariante verwendet. Die erste Charge des neuen Botenmoleküls mRNA - des eigentlichen Wirkstoffs in dem Vakzin - sei bereits im Mainzer Biontech-Werk produziert worden, erklärten die Unternehmen bereits vor einiger Zeit. Eine Studie mit rund 800 Teilnehmern solle noch im August beginnen, teilte Biontech auf Nachfrage am Freitag mit.

Zum Vorgehen Israels sagte Virologe Mertens, dass nichts dagegen spreche, wenn ein Staat aus Fürsorgepflicht solche Impfangebote mache

- auch ohne Evidenz. Aufgabe der Stiko seien jedoch Empfehlungen auf

der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Insofern warte man eine Datengrundlage ab.

Israel hatte angesichts steigender Infektionszahlen als erstes Land mitgeteilt, 60-Jährigen und älteren Jahrgängen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu geben. Dies gelte für Patienten, die vor mindestens fünf Monaten ihre zweite Impfdosis erhalten haben, hieß es. Präsident Izchak Herzog (60) hat am Freitag als erster seine Auffrischungsimpfung erhalten.

Ein Expertenteam hatte eine solche Impfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen. Die allgemeine Impfkampagne in den Krankenkassen soll laut Ministerpräsident Naftali Bennett binnen weniger Tage beginnen. Nach Angaben des Regierungschefs haben in Israel bereits 2000 Menschen mit Immunschwäche eine solche dritte Dosis erhalten, ohne dass es schwere Nebenwirkungen gegeben hätte.

Hintergrund sind Zahlen des Ministeriums, wonach die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Demnach verhindere die Impfung eine Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich die ansteckendere Delta-Variante. Allerdings kritisieren auch Experten der Regierung, dass die Zahlen zur Effektivität nicht wissenschaftlich erhoben seien.

@ dpa.de