Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Nach den Weihnachtsfeiertagen sind zum Wochenbeginn in mehreren Bundesländern verschärfte Corona-Bestimmungen in Kraft getreten.

27.12.2021 - 16:20:30

Unklare Corona-Lage nach Weihnachten - neue Maßnahmen in Kraft. Hintergrund sind Befürchtungen vor einem Hochschnellen der Ansteckungszahlen durch die Omikron-Variante. Am Montag wurden zwar rund 2000 weniger Neuansteckungen als vor einer Woche gemeldet, gleichzeitig stieg aber die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht. Die Daten sind über Weihnachten und den Jahreswechsel allerdings nicht sehr aussagekräftig. Die Bundesregierung bekräftigte ihre Einschätzung, dass Omikron die Zahlen schnell nach oben treiben könnte. Schulen sollen aber wie geplant nach den Ferien wieder aufmachen.

erhalten. Das sind 70,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 30,0 Millionen Menschen (36,0 Prozent) haben den Angaben zufolge zusätzlich einen "Booster" erhalten. 61,4 Millionen Menschen (73,9 Prozent) sind mindestens einmal geimpft.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 13 908 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 16 086 Ansteckungen. Das RKI weist aber darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der gemeldeten Ansteckungen pro 100 000 Einwohner in einer Woche - stieg nach langem Sinken im Vergleich zum Vortag wieder leicht von 220,7 auf 222,7 an.

Eine Verlängerung der Weihnachtsferien als Vorsichtsmaßnahme zeichnet sich nach derzeitigem Stand nicht ab. Erklärtes Ziel von Bund und Ländern "ist und bleibt es, dass die Kitas und Schulen offen bleiben und der für Kinder und Jugendliche so wichtige Präsenzunterricht weiterhin stattfinden kann", sagte ein Regierungssprecher in Berlin auf die Frage, inwiefern die Bundesregierung den Ländern einen solchen Schritt empfehlen würde. Er verwies auf "psychische und soziale Herausforderungen und Folgen möglicher Schließungen".

Ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums sagte, an der Auffassung von Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), die Schulschließungen immer nur als letztes und auch regionales Mittel sehe, habe sich nichts geändert.

In der Hälfte der Bundesländer beginnt nach derzeitigem Ferienplan in der kommenden Woche wieder der Unterricht. Zuletzt war immer wieder über eine mögliche Verlängerung der Ferien diskutiert worden. Entscheidungen darüber treffen die Bundesländer selbst, da sie für Bildung und ihre Schulen selbst zuständig sind.

Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU), die im neuen Jahr den Vorsitz die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz übernimmt, sagte im "Handelsblatt" zum Thema: "Für eine solche flächendeckende Schulschließung in allen Bundesländern gibt es aus meiner Sicht weder eine Rechtsgrundlage, noch eine sachliche Begründung."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH/ROUNDUP: Lauterbach rechnet mit Hunderttausenden Neuinfektionen pro Tag. Absatz und zur Hospitalisierungsrate im 4. (Formulierungen zur Meldung von Neuinfektionen am Mittwoch im 3. (Wirtschaft, 20.01.2022 - 07:56) weiterlesen...

Lauterbach rechnet mit Hunderttausenden Neuinfektionen pro Tag. Es sei mit Blick auf realistische Szenarien davon auszugehen, "dass die Welle Mitte Februar ungefähr ihren Höhepunkt haben wird und dass wir dann mehrere Hunderttausend Fälle pro Tag erwarten müssen", sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Es sei nicht gesagt, dass es zu den Szenarien komme, aber "die haben die größte Wahrscheinlichkeit". BERLIN - Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet bis Mitte Februar mit mehreren Hunderttausend Corona-Neuinfektionen am Tag. (Wirtschaft, 20.01.2022 - 06:35) weiterlesen...

Zuzahlungen für Pflege im Heim weiter gestiegen. BERLIN - Die selbst zu zahlenden Anteile für die Pflege im Heim sind weiter gestiegen. Im bundesweiten Schnitt liegen sie nun bei 2179 Euro im Monat, wie aus neuen Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand vom 1. Januar hervorgeht. Das sind 111 Euro mehr als Anfang vergangenen Jahres. Es gibt aber weiterhin große regionale Unterschiede. Im Vergleich der Bundesländer am teuersten sind Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit nun durchschnittlich 2542 Euro und in Baden-Württemberg mit 2541 Euro. Am niedrigsten bleibt die finanzielle Belastung in Sachsen-Anhalt mit 1588 Euro im Monat. Zuzahlungen für Pflege im Heim weiter gestiegen (Boerse, 20.01.2022 - 06:33) weiterlesen...

Leid auf letzter Reise - EU-Parlament nimmt sich Tiertransporte vor. Ein Kalb wird auf dem Milchbetrieb nicht gebraucht und soll in Holland gemästet werden. Eine trächtige Kuh soll in Nordafrika kalben und dort weiter Milch geben - all das sind Gründe, warum täglich Millionen lebender Tiere durch Europa und über seine Grenzen hinaus transportiert werden. Was sie auf dieser Reise erleben, ist oft qualvoll: Da sind Hunger, Hitze, Enge und Verletzungen. - Ein Schwein ist fertig gemästet und soll geschlachtet werden. (Boerse, 20.01.2022 - 06:33) weiterlesen...

Mehrheit für Impfpflicht in Österreich gilt als sicher. Das Parlament in Wien wird am Donnerstag über das entsprechende Gesetz abstimmen. Die Maßnahme soll die Auswirkungen künftiger Corona-Wellen deutlich verringern und zum Beispiel Lockdowns verhindern. WIEN - Im Kampf gegen das Coronavirus soll in Österreich ab Februar eine Impfpflicht entscheidend helfen. (Wirtschaft, 20.01.2022 - 06:33) weiterlesen...

Biden verteidigt Regierungsbilanz nach einem Jahr im Amt. Biden sprach am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus von einem Jahr der Herausforderungen, aber auch der "enormen Fortschritte". Der US-Präsident verwies unter anderem auf die Zunahme der Impfrate seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr und auf wirtschaftliche Erfolge. So seien in seiner Regierungszeit sechs Millionen neue Jobs geschaffen worden. Arbeitslosigkeit und Armut hätten abgenommen, Gehälter hätten dagegen zugelegt. WASHINGTON - Ein Jahr nach seinem Amtsantritt hat US-Präsident Joe Biden die Bilanz seiner Regierung gegen Kritik verteidigt. (Wirtschaft, 20.01.2022 - 06:09) weiterlesen...