Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Medien, Finanzierung

BERLIN - Nach dem Scheitern der staatlichen Förderung für die Zustellung von gedruckten Zeitungen wollen Verleger in der nächsten Legislaturperiode einen neuen Anlauf nehmen.

28.09.2021 - 14:28:02

Zeitungsverleger wollen um Zustellförderung des Staates kämpfen. "Eine Bundesregierung, die mit ihrer Politik zeitungslose Landstriche in Deutschland riskiert", nehme den Menschen ein wesentliches Element von gesellschaftlicher Teilhabe, sagte der Präsident des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), Mathias Döpfner, am Dienstag in seiner Rede auf einem digitalen Verlegerkongress.

Döpfner, der auch Chef des Medienkonzerns Axel Springer ist, betonte: "Die letzte Bundesregierung wollte die Pressezustellung am Ende nicht fördern. Das ist bedauerlich. Weil es hier nicht um staatliche Mittel dafür geht, dass unsere Branche Papier von hier nach da trägt. Es geht um viel mehr. Deutschland braucht eine grundsätzliche Debatte über gesellschaftliche Teilhabe."

Die schwarz-rote Koalition im Bund hatte über einen längeren Zeitraum an einer staatlichen Förderung von Presseverlagen in Millionenhöhe gearbeitet. Es wurden mehrere Optionen geprüft und verfolgt - am Ende wurde das Vorhaben gestoppt.

Hintergrund der Pläne zu einer staatlichen Förderung ist, dass Verlage gestiegene Zustellkosten beklagen. Das liegt zum Beispiel daran, dass die Auflagen von gedruckten Produkten gesunken sind. Die Zustellung ist damit auch in ländlichen Regionen teurer geworden. Die Medienhäuser führen den Mindestlohn als weiteren Punkt an. Die Förderung sollte langfristig die Pressevielfalt in Deutschland erhalten und auch in ländlichen Regionen die Zustellung der gedruckten Blätter und Magazine sichern.

Die Politik hatte in diesem Jahr per Gesetz den Schutz der jornalistischen Leistungen von Verlagen beschlossen, die von Plattformen im Netz verwendet werden. In nächster Zeit wird sich herausstellen, wie sehr die Verleger davon profitieren. Verleger können sich dabei auch in Rechteverwertungsgesellschaften zusammentun, die dann mit den Unternehmen verhandeln. Verlage hatten schon lange beklagt, dass Plattformen mit den Inhalten, die die Medienhäuser produzieren, Geld verdienen, ohne dass die Urheber und die Häuser etwas davon hätten.

BDZV-Präsident Döpfner sagte, dass Gespräche mit den Plattformen begonnen hätten. Döpfner sagte auch zum Thema Presseleistungsschutzrecht, es seien bereits 127 Wahrnehmungsverträge abgeschlossen worden, 150 weitere seien im Umlauf. Auch die Verwertungsgesellschaft Corint Media nannte auf Anfrage diesen Stand. Wahrnehmungsverträge werden zwischen den Verlegern und einer Verwertungsgesellschaft geschlossen. Die Gesellschaft wird so beauftragt, die Rechte wie hier das Leistungsschutzrecht für die Verleger durchzusetzen.

Döpfner sagte, bei den US-Plattformen wachse die Erkenntnis, dass Medieninhalte nicht ohne kommerzielle Gegenleistung für kommerzielle Zwecke genutzt werden können. "Google zeigt jetzt in Verhandlungen ausdrücklich: Sie sind lizenzwillig. Das ist ein völlig neuer Ton", sagte der Verbandspräsident.

Auf dpa-Anfrage teilte Google am Dienstag mit: "Wie wir im Mai in unserem Blogpost zum Urheberrecht angekündigt haben, ist unser Ziel, eine gesetzeskonforme und für alle funktionierende Lösung zu finden. Tatsächlich haben wir bereits mit mehr als zwei Dutzend deutschen Verlagen konstruktive Gespräche aufgenommen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Juso-Vorsitzende sieht nach Sondierungs-Ergebnissen Fragezeichen. "Was wir nicht verstehen können, ist, wie die Investitionen am Ende bezahlt werden sollen und warum die Umverteilungsaspekte, die für uns wichtig sind, dort nicht vorkommen", sagte die SPD-Politikerin am Freitag dem Nachrichtensender Phoenix. Enttäuscht zeigte sie sich nach Angaben des Senders davon, dass die von ihrer Partei geforderte Vermögenssteuer nicht vorgesehen ist. BERLIN - Die Juso-Bundesvorsitzende Jessica Rosenthal hat sich nach der Veröffentlichung des Sondierungspapiers von SPD, Grünen und FDP kritisch zu finanzpolitischen Aspekten geäußert. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 21:48) weiterlesen...

Umweltministerium veröffentlicht Projektionsbericht zum Klimaschutz. Das teilte das Bundesumweltministerium am Freitagnachmittag mit. Bereits im August hatte das Ressort von Svenja Schulze (SPD) nach entsprechenden Medienberichten einen Entwurf zum Bericht veröffentlicht. BERLIN - Der "Projektionsbericht 2021" zum erwarteten Klimaschutz-Fortschritt in Deutschland ist nun öffentlich einsehbar. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 20:34) weiterlesen...

USA: FDA-Gremium empfiehlt auch Corona-Booster mit Johnson & Johnson. Mit Johnson & Johnson geimpfte Menschen sollten mindestens zwei Monate nach ihrer bisherigen Impfdosis eine Auffrischungsimpfung bekommen können, entschied das Gremium am Freitag. WASHINGTON - Nach Empfehlungen für die Mittel von Biontech /Pfizer und Moderna hat sich ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA auch für Corona-Auffrischungsimpfungen von Johnson & Johnson ausgesprochen. (Boerse, 15.10.2021 - 20:29) weiterlesen...

Schock und Trauer nach tödlichem Angriff auf Abgeordneten. Der Abgeordnete David Amess von den regierenden Konservativen war am Freitagmittag in seinem Wahlbezirk in der englischen Grafschaft Essex von einem Angreifer niedergestochen worden. Wie die Polizei mitteilte, starb er trotz der Bemühungen von Sanitätern noch am Tatort. Das Motiv für den Angriff blieb zunächst unklar. Die Anti-Terror-Einheit hat die Ermittlungen übernommen. LEIGH-ON-SEA/LONDON - Der tödliche Angriff auf einen Unterhausabgeordneten hat in Großbritannien über Parteigrenzen hinweg große Betroffenheit ausgelöst. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 20:16) weiterlesen...

Dreyer verteidigt Verzicht auf Vermögenssteuer. "Wir konnten uns über eine Vermögenssteuer nicht verständigen", sagte die Sozialdemokratin den Zeitungen der VRM. "Dafür gibt es viele andere zentrale Themen aus dem Programm der SPD, die wir umsetzen werden." Die FDP hatte Steuererhöungen abgelehnt. Dreyer war Mitglied des Sondierungsteams der Sozialdemokraten. MAINZ - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat nach den Sondierungen für eine Ampel-Koalition im Bund den Verzicht auf die von der SPD geforderte Vermögenssteuer verteidigt. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 19:42) weiterlesen...

Weiter sinkende Corona-Zahlen in Italien. Der bis Donnerstag berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert lag landesweit bei durchschnittlich 29 Fällen je 100 000 Einwohnern, wie aus dem wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom hervorging. Eine Woche zuvor registrierten die Experten noch 34 Fälle im Schnitt. In fast allen italienischen Regionen und Autonomen Provinzen herrsche ein niedriges Infektionsgeschehen. Die Behörden meldeten am Freitag rund 2700 Corona-Neuinfektionen und etwas mehr als 40 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. ROM - In Italien schwächt sich die Corona-Pandemie weiter ab. (Wirtschaft, 15.10.2021 - 19:29) weiterlesen...