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BERLIN / MÜNCHEN - Das vor einem Jahr auf eine Milliarde Euro erhöhte "Sofortprogramm saubere Luft" des Bundes kommt nur langsam in die Gänge: Vor dem mittlerweile dritten Dieselgipfel am kommenden Montag ist erst ein Teil der Anträge bewilligt worden.

01.12.2018 - 10:01:25

Schleppendes 'Sofortprogramm saubere Luft' - Städte wollen mehr Geld. Viele Städte warten auf die erhofften Fördermillionen, wie eine Anfrage bei mehreren Großstädten und beteiligten Ministerien ergeben hat. Zudem sind Elektrobusse und E-Nutzfahrzeuge so begehrt, dass die Anmeldungen der Kommunen die dafür vorgesehenen 122 Millionen Euro weit überschreiten.

stellte im September seinen eCitaro vor, nach Unternehmensangaben gingen bislang 50 Bestellungen ein. MAN arbeitet zwar ebenfalls an einem elektrischen Bus, aber der ist noch nicht auf dem Markt.

Die Städte jedenfalls betonen, dass sie das Abgas-Problem nicht im Alleingang lösen können, Förderprogramm hin oder her. "Die Maßnahmen aus dem Sofortprogramm "Saubere Luft" helfen den Städten und werden natürlich eine gewisse Wirkung haben", sagte Dedy.

"Aber sie sind mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden und reichen nicht, um die Grenzwerte für Stickoxid überall rasch einhalten zu können." Entscheidend ist aus städtischer Sicht die Abgasreduzierung bei privaten Dieselautos: "Die Schadstoffbelastung kann vor allem dann deutlich sinken, wenn mehr an den Diesel-Pkw getan wird, die in den Städten bis zu drei Viertel der Stickoxide verursachen", sagte Dedy.

@ dpa.de