Transport, Verkehr

BERLIN - Leere Anzeigetafeln, lahmgelegte Ticketautomaten, ausgefallene Videokameras - die weltweite Hacker-Attacke hat auch die Service- und Überwachungstechnik der Deutschen Bahn beeinträchtigt.

14.05.2017 - 13:18:44

Hacker-Attacke legt Bahnanzeigen und Automaten lahm - Verkehr normal. Der Zugverkehr sei vom dem Cyber-Angriff aber nicht berührt gewesen, sagte Bahnchef Richard Lutz. "Sicherheitsrelevante Systeme waren nicht betroffen. Die Sicherheit des Bahnverkehrs war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet", sagte er der "Bild am Sonntag".

BERLIN - Anzeigentafeln bleiben leer, Ticketautomaten streiken, Videokameras fallen aus - nach dem Hacker-Angriff kämpft auch die Deutsche Bahn mit den Folgen der weltweiten Attacke. Wie viele Info-Schirme und Automaten noch am Sonntag lahmgelegt waren, konnte ein Bahnsprecher nicht sagen. Die Technik werde nicht zentral gesteuert, Fachleute müssten vor Ort jeweils das Problem lösen. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Störung zu beheben. Um sich in Zukunft möglichst gut vor solchen Angriffen zu schützen, werde sich eine Task Force mit diesen Fragen auseinandersetzen, hieß es.

Der Zugverkehr sei vom dem Cyber-Angriff nicht berührt gewesen, sagte Bahnchef Richard Lutz. "Sicherheitsrelevante Systeme waren nicht betroffen. Die Sicherheit des Bahnverkehrs war zu jedem Zeitpunkt gewährleistet", sagte er der "Bild am Sonntag". Das Früherkennungssystem der Bahn habe am Freitagabend angeschlagen. Die Bahn untersuche nun, wie genau es zu der Attacke kommen konnte. Das Unternehmen fängt nach Lutz' Angaben jedes Jahr 150 Millionen Spam-Mails ab. Die Bahn ist das einzige Unternehmen in Deutschland, von dem bislang bekannt wurde, das es von dem weltweiten Cyber-Angriff betroffen ist.

An mehreren deutschen Bahnhöfen waren die sogenannten Reiseinformationssysteme ausgefallen. Nur der Hinweis "Bitte Aushangfahrplan beachten" war auf den blauen Tafeln zu lesen. Außerdem informierte die Bahn mit Lautsprecherdurchsagen die Reisenden beispielsweise am Leipziger und am Hamburger Hauptbahnhof über eine "technische Störung". Auch Ticketautomaten funktionierten an mehreren Bahnhöfen nicht.

Die Bahn bat Reisende, sich vor Fahrtantritt im Internet über Abfahrtszeiten und -gleise zu informieren. Die Internetseite bahn.de sowie die "Navigator-App" für Smartphones funktionierten ohne Einschränkung, sagte der Sprecher. An den Bahnhöfen seien die Reisezentren und Informationsschalter geöffnet. Ein Trojanerangriff im Bereich der DB Netz AG hatte für Systemausfälle in verschiedenen Bereichen gesorgt.

In Frankfurt am Main standen Mitarbeiter der Deutschen Bahn bereit, um die Reisenden über Abfahrtszeiten und -gleise zu informieren. Die Fahrgäste waren zu großen Teilen unbeeindruckt von dem Zwischenfall. "Bisher ist alles ohne Probleme abgelaufen, wir können uns nicht beschweren", sagte Olaf Schwartz, der mit Bekannten auf dem Weg zu einem Fußballspiel war. Er habe zu Hause und unterwegs mit Hilfe der Bahn-App geprüft, ob seine S-Bahn pünktlich fährt.

Seit Freitag waren weltweit Zehntausende Computer von einer groß angelegten Attacke mit sogenannten Erpressungstrojanern betroffen. Die Schadsoftware verschlüsselt die Rechner und fordert Lösegeld, um sie wieder freizugeben. In der Nacht zum Samstag wurde die Angriffswelle gestoppt, weil ein IT-Sicherheitsforscher auf eine Art "Notausschalter" in der Schadsoftware stieß.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Deutsche Wirtschaft kritisiert Strafzoll-Pläne der US-Regierung Das Vorhaben der US-Regierung, hohe Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte zu erheben, stößt bei deutschen Wirtschaftsvertretern auf Unverständnis. (Politik, 17.02.2018 - 08:52) weiterlesen...

Sonderermittler Mueller klagt 13 Russen an (Wirtschaft, 16.02.2018 - 22:30) weiterlesen...

Südafrikas Präsident Ramaphosa verspricht Kampf gegen Korruption. Nach einer Ära des schwindenden Vertrauens in die Institutionen und die Führer des Landes stehe nun eine neue Dämmerung bevor, sagte Ramaphosa in seiner ersten Rede zur Lage der Nation am Freitagabend. In diesem Jahr werde man das Blatt wenden, wenn es um Korruption im öffentlichen Sektor geht. Er wolle eine Gesellschaft bauen, "die von Anstand und Integrität geprägt ist und die die Plünderung öffentlicher Gelder nicht toleriert". Zudem versprach Ramaphosa, die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen. KAPSTADT - Einen Tag nach seiner Wahl hat Südafrikas neuer Präsident Cyril Ramaphosa einen Neubeginn für das Land versprochen. (Wirtschaft, 16.02.2018 - 20:35) weiterlesen...

ROUNDUP/Wahleinmischung: Sonderermittler Mueller klagt 13 Russen an. Sie würden wegen Bundesverbrechen angeklagt und wegen des Versuchs, dem politischen System der USA zu schaden, sagte der stellvertretende Chefankläger Rod Rosenstein am Freitag vor Medien. WASHINGTON - US-Sonderermittler Robert Mueller hat 13 Russen wegen des Versuchs angeklagt, die Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen. (Wirtschaft, 16.02.2018 - 20:30) weiterlesen...

US-Handelsminister schlägt Strafzölle für Stahlimporte vor. US-Handelsminister Wilbur Ross veröffentlichte am Freitag seine Vorschläge, die er vor einem Monat US-Präsident Donald Trump vorgelegt hatte. "Die Frage war, ob die Nationale Sicherheit beeinträchtigt ist. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sie das ist", sagte Ross. Aluminium und Stahl spielen in den USA eine große Rolle für die Rüstungsindustrie. WASHINGTON - Die USA erwägen zum Schutz ihrer heimischen Wirtschaft hohe Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. (Wirtschaft, 16.02.2018 - 18:49) weiterlesen...

May will in München über Zukunft der Beziehungen zur EU reden. Das kündigte sie am Freitag nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin an. Dies werde vor allem die Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik betreffen, aber auch Wirtschafts- und Handelsfragen. BERLIN - Die britische Premierministerin Theresa May will auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag ihre Pläne für das künftige Verhältnis zur EU nach dem Brexit darlegen. (Wirtschaft, 16.02.2018 - 18:13) weiterlesen...