Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Transport, Verkehr

BERLIN / KOPENHAGEN - Drei Tage vor dem Start der Weltklimakonferenz in Madrid gehen am Freitag erneut Abertausende Menschen in aller Welt für mehr Klimaschutz auf die Straße.

29.11.2019 - 06:27:24

Erneute Großproteste für das Klima - 500 deutsche Städte dabei. Der deutsche Ableger der Klimabewegung Fridays for Future kündigte vorab Demonstrationen in mehr als 500 Städten hierzulande an - von Aachen bis nach Zwickau. Allein in Berlin sind 50 000 Teilnehmer angemeldet. International sind nach Angaben des Netzwerks über 2400 Städte in 157 Ländern dabei.

Nach den Großprotesten im März und Mai sowie der globalen Streikwoche im September starten die Aktivisten nun die vierte Auflage ihres weltweit koordinierten Protests. Die Sprecherin der deutschen Bewegung, Luisa Neubauer, nannte die Aktionen einen Ausruf der Entrüstung. "Das politische Versagen ist dramatisch", sagte sie der "Rhein-Neckar-Zeitung" (Freitag).

Für Deutschland fordert Fridays For Future unter anderem, unverzüglich alle Subventionen für fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zu streichen sowie ein Viertel der Kohlekraft abzuschalten. Zudem müsse Deutschland bis 2035 auf eine komplett erneuerbare Energieversorgung umschwenken.

Das Thema Erderhitzung treibt derzeit auch die EU um. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat starke Anstrengungen gegen den Klimawandel versprochen. Und das EU-Parlament hatte am Donnerstag den "Klimanotstand" für Europa ausgerufen. Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten sprach sich dafür aus, als erster ganzer Kontinent überhaupt einen solchen Notstand zu erklären. Das soll nach Wunsch der Abgeordneten die Dringlichkeit des Themas zeigen - konkrete Folgen hat der Schritt aber vorerst nicht.

Fridays for Future reichte das nicht. "Dass die EU den Klimanotstand ausruft, ohne zu handeln, ist wie wenn die Feuerwehr im Einsatz nur noch "Es brennt!" schreit, statt zu löschen", schrieb die Gruppe auf dem deutschen Twitter-Account. In Deutschland richtet sich ihre Kritik vor allem gegen das Klimapaket der Bundesregierung. "Mit business as usual und viel Pillepalle sind diese Maßnahmen nur eine weitere Folge in der Reihe des klimapolitischen Versagens der GroKo", erklärte das Netzwerk.

Die Klimaproteste gehen auf einen Protest der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg zurück, die sich viele Menschen in aller Welt im Kampf gegen die Klimakrise zum Vorbild genommen haben. Thunberg selbst wird den Protesttag an einem ungewohnten Ort verbringen: Die 16-Jährige segelt gerade auf einem Katamaran über den Atlantik zurück, um an der am Montag beginnenden Weltklimakonferenz sowie an einem großen Protest in Madrid am kommenden Freitag teilnehmen zu können. Ob sie es zeitlich schafft, ist unklar. Bis zum Donnerstag hatte sie etwas mehr als zwei Drittel der Strecke geschafft.

Thunberg warb am Donnerstag via Twitter für den Protesttag: "Im September sind 7,5 Millionen Menschen rund um den Globus auf die Straße gegangen. Morgen machen wir das nochmal." Jeder werde gebraucht, jeder sei willkommen.

Schon jetzt hat sich Erde nach Befunden des Weltklimarats IPCC um ein Grad aufgeheizt im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Zu den fatalen Folge zählen mehr extreme Wetterereignisse, also je nach Region mehr Hitzewellen, Dürren und Waldbrände, aber auch verheerende Stürme, Überschwemmungen und Starkregen.

Zwei aktuelle Untersuchungen weisen auf die Dringlichkeit eines entschiedeneren Vorgehens gegen die drohende Klimakatastrophe hin. So warnte das UN-Umweltprogramm Unep am Dienstag, alle Länder müssten ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel immens verstärken, wenn sie gemeinschaftlich das 1,5-Grad-Ziel erreichen wollten. Wenn die Weltbevölkerung so weiterlebe wie derzeit, drohe die Temperatur bis 2100 um 3,4 bis 3,9 statt wie angestrebt um nur 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu steigen.

Ein neuer Monitoringbericht der Bundesregierung zeigte zudem, dass die Folgen der Erwärmung auch in Deutschland spürbarer werden und sich immer besser belegen lassen. Demnach hat sich die mittlere Lufttemperatur hierzulande von 1881 bis 2018 um 1,5 Grad erhöht. Dadurch kommt es unter anderem zu mehr Gesundheitsrisiken durch die Hitzebelastung, einem Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur der Nordsee sowie zu stärkeren Ertragsschwankungen in der Landwirtschaft.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Lufthansa setzt Flüge nach Teheran bis Ende März aus. Gleiches gelte für Flüge über den Iran. FRANKFURT/TEHERAN - Die Lufthansa am Freitagabend in Frankfurt mit. (Boerse, 17.01.2020 - 18:14) weiterlesen...

Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird abgeschafft. Denn die jährlichen Grenzwerte seien zum zweiten Mal in Folge eingehalten worden, teilte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag zur Begründung mit. Der Feinstaub-Alarm ist bundesweit einmalig und wurde 2016 eingeführt, um die Belastung mit dem Luftschadstoff in der Landeshauptstadt zu senken. STUTTGART - Der Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird Mitte April abgeschafft. (Boerse, 17.01.2020 - 17:07) weiterlesen...

Iran: Fast alle Leichen der abgeschossenen Maschine identifiziert. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Freitag unter Berufung auf den Außenamtssprecher Abbas Mussawi. TEHERAN - Fast alle Leichen der vom iranischen Militär irrtümlich abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine sind identifiziert worden und können den Familien übergeben werden. (Boerse, 17.01.2020 - 14:54) weiterlesen...

Ryanair-Chef stellt London im Streit im Flybe ein Ultimatum. Das machte O'Leary am Freitag im BBC-Radio deutlich. Sollte London nicht innerhalb von sieben Tagen die Details des Deals veröffentlichen und anderen Airlines dieselbe Unterstützung gewähren, werde Ryanair Schritte wegen Verletzung von Wettbewerbsregeln in Großbritannien und der EU einleiten, so der Ryanair-Chef. Einen entsprechenden Brief an den britischen Schatzkanzler Sajid Javid hatte Ryanair bereits am Donnerstag veröffentlicht. DUBLIN/LONDON - Der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair , Michael O'Leary, hat der britischen Regierung ein Ultimatum wegen der Hilfen für den angeschlagenen Konkurrenten Flybe gestellt. (Boerse, 17.01.2020 - 10:26) weiterlesen...

Bundesweite Bauernproteste angelaufen - Hunderte Traktoren unterwegs. Auf zahlreichen Bundesstraßen versammelten sich Treckerfahrer zu Sternfahrten nach Berlin und andere größere Städte. Pendler müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Umfangreiche Aktionen der Landwirte zur Grünen Woche sind in Bayern, Niedersachsen, Bremen, Baden-Württemberg, Berlin und Hessen geplant. BERLIN - Die bundesweiten Bauernproteste mit mehreren hundert Traktoren zum Auftakt der Grünen Woche sind am Freitagmorgen angelaufen. (Boerse, 17.01.2020 - 08:36) weiterlesen...

Tempo 30 in Städten? Bundestag debattiert über Sicherheit für Radler. Ein rechtsabbiegender Lastwagen erfasst die 68-Jährige, überrollt sie. Die Frau stirbt. An diesem Freitag debattieren Politiker nur wenige Kilometer vom Unfallort entfernt im Bundestag über derartige Unfälle. Sie wollen sie in Zukunft möglichst verhindern - auch, um mehr Radler auf die Straße zu bringen. BERLIN - Eine Radfahrerin will an einem Nachmittag Anfang Januar eine Kreuzung in Berlin-Kreuzberg überqueren. (Boerse, 17.01.2020 - 06:32) weiterlesen...