Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Auto, Regierungen

BERLIN / KOPENHAGEN - Der internationale Protesttag für mehr Klimaschutz ist mit Hunderten Aktionen in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern ins Rollen gekommen.

29.11.2019 - 13:13:24

Klimaprotest in Hunderten Städten - Abertausende in Deutschland dabei. In Berlin versammelten sich am Freitagmittag Tausende Menschen zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor. Sie folgten einem Aufruf der Klimabewegung Fridays for Future und forderten von der Bundesregierung mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung. Angemeldet waren laut Polizei 50 000 Teilnehmer. Rund zwei Dutzend Jugendliche sprangen aus Protest in der Nähe des Bundestages gar in die Spree - bei Temperaturen von fünf Grad.

Insgesamt hatte Fridays for Future Klimakundgebungen in mehr als 500 deutschen Städten angekündigt. In der Hamburger Innenstadt startete zu einer symbolischen Uhrzeit - um fünf nach zwölf - eine große Klima-Demo, bei der die Veranstalter mit 30 000 Teilnehmern rechneten. "Jugend auf die Barrikaden, weil wir sonst keine Zukunft haben", rappte der Musiker Courtier dazu.

In Berlin hatten viele Demonstranten Plakate dabei. "Ohne bäume keine Träume", war darauf etwa zu lesen. Oder "Artensterben kann Spaß verderben" sowie "Keine Kohle, kein Atom, sondern nur noch Ökostrom". Ein Schüler sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich hätte gerade eigentlich Geschichtsunterricht. Wichtiger als Geschichte ist jedoch momentan meine Zukunft."

Auch in Nordrhein-Westfalen liefen die Demos am späten Vormittag an. Allein in Köln, wo zu einem Demo-Zug rund 20 000 Teilnehmer erwartet wurden, kamen bereits am Mittag mehrere Tausend Streikende zusammen. Dort wollten Kölsche Bands wie Brings oder Bläck Fööss die Aktionen unterstützen. Vor dem Düsseldorfer Landtag versammelten sich erste Hunderte überwiegend junge Leute. In Freiburg zogen da bereits rund 8500 Menschen durch die Innenstadt. Vor dem Hauptbahnhof in Stuttgart war in den Mittagsstunden eine zentrale Kundgebung geplant.

Die Klimabewegung hat die erneuten Großproteste bewusst auf den letzten Freitag vor dem Start der Weltklimakonferenz in Madrid gelegt. Nach den Großprotesten im März und Mai sowie der globalen Streikwoche im September ist es die vierte Auflage eines solchen weltweit koordinierten Protests. In Deutschland richtet sich die Kritik der Aktivisten vor allem gegen das Klimapaket der Bundesregierung, das sie als "Klima-Päckchen" und völlig unzureichend bezeichnen.

International sind nach Angaben des Netzwerks über 2400 Städte in 158 Ländern dabei. Traditionell wegen der Zeitverschiebung waren die Australier einige der ersten, die am Freitag aus Protest auf die Straße gingen. Landesweit gab es dort nach Angaben von Fridays for Future Aktionen in 60 Städten mit Tausenden Teilnehmern. Im September waren noch mehr als 300 000 Menschen gekommen. Die wohl am Ende geringere Beteiligung an diesem Freitag erklärt sich nach Einschätzung von Beobachtern auch damit, dass zurzeit eine heiße Prüfungsphase an Australiens Schulen läuft.

Unterstützung erhalten die überwiegend jungen Demonstranten mittlerweile auch von älteren Generationen und vielen Wissenschaftlern. Sowohl auf dem arktischen Eis vor dem deutschen Forschungsschiff "Polarstern" als auch vor der deutschen Neumayer-Forschungsstation in der Antarktis demonstrierten Wissenschaftler am Freitag für mehr Klimaschutz. Das zeigten Bilder, die eine Wissenschaftlerin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven, Melanie Bergmann, auf Twitter teilte.

"Polarforscher vom Süden bis zum Norden danken Fridays for Future dafür, Aufmerksamkeit auf unsere Wissenschaft zu richten!", schrieb Bergmann dazu. Die Fotos zeigten, wie jeweils ein knappes Dutzend Wissenschaftler vor dem Schiff und der Station Schilder und Plakate hochhielten. Auf dem Plakat der Forscher vor der "Polarstern" stand: "Wir liefern die Fakten. Es ist Zeit zum Handeln!"/trs/DP/jha

@ dpa.de

Weitere Meldungen

O.J.-Simpson-Anwalt verstärkt Verteidigerteam von Präsident Trump. Der emeritierte Harvard-Professor teilte am Freitag auf Twitter mit, er nehme an dem Verfahren teil, "um die Integrität der Verfassung zu verteidigen". Er werde verfassungsrechtlich Argumente gegen eine Amtsenthebung Trumps vortragen. Dershowitz wurde Mitte der 1990er Jahre als Teil des Verteidigerteams des Football-Stars O.J. Simpson bekannt. WASHINGTON - US-Staranwalt Alan Dershowitz schließt sich nach eigenen Angaben dem Verteidigerteam im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat an. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 20:28) weiterlesen...

Mexiko will Migranten-'Karawane' Jobs statt Durchreise in USA bieten. Dessen Regierung erklärte, Migranten mit den nötigen Dokumenten die Einreise erlauben zu wollen, nicht aber die Weiterreise in die USA. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte am Freitag vor Journalisten, es gebe an Mexikos Südgrenze mehr als genug Arbeitsplätze für die rund 3000 Mittelamerikaner, die in Richtung Norden unterwegs seien. MEXIKO-STADT - Hunderte Migranten haben auf ihrem Weg von Honduras Richtung USA die Grenze zu Guatemala überquert und näherten sich am Freitag Mexiko. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 19:09) weiterlesen...

Bundesregierung bestätigt Drohung der USA gegen EU im Iran-Streit. BERLIN - Die Bundesregierung hat bestätigt, dass die USA im Streit über das Atomabkommen mit dem Iran der EU mit Zöllen auf Autos gedroht haben. In einer geheimen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags erklärte eine hochrangige Diplomatin des Auswärtigen Amts nach Angaben von Teilnehmern am Freitag, dass die USA am 8. Januar auf hoher Beamtenebene beide Themen miteinander verknüpft hätten. Die Drohung sei aber von den drei am Atomabkommen beteiligten europäischen Staaten - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - zurückgewiesen worden. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Bundesregierung bestätigt Drohung der USA gegen EU im Iran-Streit (Boerse, 17.01.2020 - 19:08) weiterlesen...

CDU-Spitze pocht bei Grundrente auf Vermögensprüfung. Es gebe noch eine Reihe von Fragen, und auch die Finanzierung stehe noch nicht, hieß es am Freitag am Rande der CDU-Vorstandsklausur in Hamburg. Die CDU überprüfe nun, ob das Papier von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weiterhin dem hart ausgehandelten Koalitionskompromiss entspreche. Dabei sei die Finanzierung der Hauptpunkt. "Wir schauen uns den Entwurf aus dem Arbeitsministerium an und schauen, ob er mit dem gemeinsam gefundenen Kompromiss übereinstimmt", hieß es weiter. HAMBURG - Die CDU-Spitze pocht im neu aufgeflammten Streit mit der SPD über die Grundrente auf einer Vermögensprüfung. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 18:40) weiterlesen...

Bisher kein Signal von Tesla für Billigung von Kaufvertrag. "Bislang ist uns keine Entscheidung bekannt, sagte die Sprecherin des Brandenburger Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein, am Freitag. "Es war in Aussicht gestellt, dass Ende der Woche eine Entscheidung fällt." Sie verwies auf die Zeitdifferenz zur Tesla-Zentrale in den USA. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet. GRÜNHEIDE - Der US-Elektroautohersteller Tesla hat bisher kein Signal gesendet, ob er grünes Licht für den Kaufvertrag mit Brandenburg für das Gelände der geplanten Fabrik gibt. (Boerse, 17.01.2020 - 18:25) weiterlesen...

Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird abgeschafft. Denn die jährlichen Grenzwerte seien zum zweiten Mal in Folge eingehalten worden, teilte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag zur Begründung mit. Der Feinstaub-Alarm ist bundesweit einmalig und wurde 2016 eingeführt, um die Belastung mit dem Luftschadstoff in der Landeshauptstadt zu senken. STUTTGART - Der Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird Mitte April abgeschafft. (Boerse, 17.01.2020 - 17:07) weiterlesen...