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BERLIN / KÖLN - Kurz vor Beginn des nächsten Weltklimagipfels haben Tausende Menschen in Berlin und Köln gegen die Kohleverstromung und für den Klimaschutz demonstriert.

02.12.2018 - 14:14:46

Tausende demonstrieren vor UN-Klimakonferenz in Berlin und Köln. Die Veranstalter sprachen von insgesamt 36 000 Teilnehmern, die unter dem Motto "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt" auf die Straße gingen. Die Polizei nannte erheblich niedrigere Zahlen. "Die Bundesregierung hat das Klimaziel 2020 aufgegeben, obwohl sie es durch entschlossenes Handeln noch erreichen könnte", erklärten die Organisatoren, ein Bündnis aus Umweltverbänden und -initiativen wie BUND, Nabu und Greenpeace.

für die Braunkohleförderung abholzen will. Auf Transparenten und Plakaten war zum Beispiel zu lesen: "Die grauen Herren verheizen unsere Zukunft" und "Hambi bleibt". Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das ist ein Protest gegen das Versagen der Bundesregierung, die nun mit leeren Händen zur Klimakonferenz fährt."

Unter den Demonstranten in Berlin waren mehrere Grünen-Politiker wie der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin. Er bezeichnete die deutsche Klimapolitik in einem Interview als "Desaster". "Aus dem ehemaligen Vorreiter Deutschland beim Klimaschutz ist ein Blockierer geworden", sagte Trittin der "Rheinischen Post" (Samstag).

Auf Druck vor allem der Kohleländer Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hat die Regierungskommission zum Kohleausstieg soeben ihre Arbeit bis in den Januar verlängert. Das Gremium soll sich intensiver Gedanken über konkrete Maßnahmen für den Strukturwandel in den betroffenen Regionen machen, bevor ein Plan für den Kohleausstieg mit einem festen Datum vorgelegt wird.

@ dpa.de

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