Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

PSA, FR0000121501

BERLIN / HANNOVER - Schnelleres Internet im Auto, eine deutsche Vorreiterrolle beim autonomen Fahren und kundenfreundlicheres Laden von E-Fahrzeugen - das sind die Kernziele, die der jüngste "Autogipfel" für die angeschlagene Branche formuliert hat.

09.09.2020 - 05:52:26

Keine Kaufzuschüsse für Verbrenner, aber Anschub fürs autonome Fahren. Konkrete Beschlüsse gab es bei den Beratungen am Dienstagabend kaum, es wurden Prüfaufträge formuliert und etliche Fragen auf die nächsten Gespräche im November geschoben.

Klar ist nun aber: Weitere direkte Absatzhilfen in Form von Kaufzuschüssen auch für neue Verbrennerautos dürfte es nicht geben. Stattdessen setzen Politik und Branche auf indirekte Unterstützung und Maßnahmen, die den schwierigen Wandel in der deutschen Schlüsselindustrie voranbringen sollen.

Mit Blick auf die akuten Verkaufseinbrüche, die besonders Zulieferer unter Druck bringen, soll eine Arbeitsgruppe untersuchen, ob und wie ein "marktwirtschaftliches Konzept" entwickelt werden könnte. Es geht um eine Stärkung des Eigenkapitals betroffener Firmen. Zum anderen soll laut dem Ergebnispapier geprüft werden, welche weiteren Aspekte bei den im Konjunkturpaket der Bundesregierung vorgesehenen "Zukunftsinvestitionen" in die Branche berücksichtigt werden sollten.

Die Videokonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesministern und Vertretern von Autoherstellern sowie Gewerkschaften und Ministerpräsidenten aus "Autoländern" befasste sich aber vor allem mit der Digitalisierung im Verkehr. So soll Deutschland eine "Führungsrolle beim autonomen Fahren" einnehmen. Ein entsprechendes Gesetz wird vorbereitet - Deutschland wolle damit "das erste Land weltweit sein, das fahrerlose Kraftfahrzeuge im Regelbetrieb sowie im gesamten nationalen Geltungsbereich erlaubt". Bis 2022 sollen Autos mit autonomen Fahrfunktionen im Regelbetrieb unterwegs sein.

Zudem soll ein "Datenraum Mobilität" geschaffen werden. Hier geht es um Infrastrukturen und Kooperationen zum schnellen und sicheren Austausch der riesigen Informationsmengen, die zunehmende Vernetzung und auch das autonome Fahren mit sich bringen. Es laufen bereits Vorbereitungen zwischen europäischen Staaten und der Industrie. Bis zum Jahresende sollen in Deutschland "Vereinbarungen zwischen den Anbietern von Mobilität erreicht werden". Die Branche wolle dazu "im Rahmen der Vertragsfreiheit" Mobilitätsdaten bereitstellen.

Beim Aufbau eines Ladenetzes für Elektroautos sollen Wirtschafts- und Verkehrsminister "zeitnah" mit der Energiewirtschaft zu einem zweiten Spitzengespräch zusammenkommen. Dabei sollen konkrete Vereinbarungen über ein einheitliches Bezahlsystem und eine kundenfreundliche Nutzung von Ladesäulen erreicht werden. Verbände wie der ADAC beklagen, dass an öffentlichen Ladesäulen bisher sehr unterschiedliche Preismodelle zum Einsatz kommen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht die Ergebnisse des "Autogipfels" skeptisch. "Die ganz unmittelbar anstehenden Herausforderungen sind weiter offen", sagte der SPD-Politiker. Vor allem Zulieferer meldeten anhaltende Absatzeinbrüche infolge der Corona-Krise. Es seien zwar zentrale Punkte besprochen worden. Die Probleme blieben aber vielerorts akut. Betriebe müssten nicht nur die Transformation zu Digitalisierung und Elektrifizierung bewältigen, sondern auch mit stark zurückgehenden Verkaufszahlen kämpfen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Export von deutschen Elektro-Autos lahmt. Die Zahl der exportierten Wagen betrug in den sechs Monaten noch 41 300 Stück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Im Vorjahreszeitraum waren es 52 200 Fahrzeuge gewesen. Ein rundes Viertel ging dabei jeweils in das Hauptabnehmerland Norwegen. WIESBADEN - Die Corona-Pandemie hat die Ausfuhr von Elektrofahrzeugen aus deutscher Produktion im ersten Halbjahr 2020 deutlich gebremst. (Boerse, 17.09.2020 - 13:22) weiterlesen...

Dreyer dringt bei Opel auf Einhaltung des Zukunftstarifvertrages. "Ich plädiere eindringlich dafür, dass weiterhin der Zukunftstarifvertrag mit der vereinbarten Beschäftigungssicherung eingehalten wird", sagte die Regierungschefin am Donnerstag in Mainz. MAINZ - Angesichts der Entlassungsdrohungen beim Autobauer Opel pocht die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf die Einhaltung früherer Vereinbarungen. (Boerse, 17.09.2020 - 12:17) weiterlesen...

Acea: Nachfrageeinbruch im europäischen Automarkt schwächt sich ab. Im Juli ist die Nachfrage zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 1,07 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen, wie der europäische Automobilherstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Im August die sanken die Zulassungen jedoch wieder stärker um 18,9 Prozent auf 769 525 Fahrzeuge. BRÜSSEL - Der gerupfte europäische Automarkt zeigt Zeichen einer Erholung. (Boerse, 17.09.2020 - 12:04) weiterlesen...

IG Metall empört über Opel-Drohung zu Entlassungen. Betriebsbedingte Kündigungen seien mit dem gültigen Zukunftstarifvertrag bis Mitte 2025 ausgeschlossen, erklärte der Bezirkschef der IG Metall, Jörg Köhlinger, am Donnerstag. "Tarifverträge sind für schwierige Situationen gemacht und können nicht nach Belieben in Frage gestellt werden. Wer das tut, spielt mit dem Feuer", warnte er. Man erwarte von dem Unternehmen Vertragstreue. RÜSSELSHEIM - Beim Autobauer Opel haben IG Metall und Betriebsrat empört auf Entlassungsdrohungen des Unternehmens reagiert. (Boerse, 17.09.2020 - 11:46) weiterlesen...

Gutachten: Grenzwerte in Stuttgart mit Euro-5-Verboten einhaltbar. Zumindest reichten sie aber im bisherigen Umfang aus, eine Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet sei nicht nötig, teilte das Regierungspräsidium am Donnerstag unter Berufung auf die von externen Experten neu berechneten Prognosen mit. STUTTGART - Nur mit Fahrverboten für Euro-5-Diesel wird Stuttgart laut einem Gutachten die Stickoxid-Grenzwerte künftig einhalten können. (Boerse, 17.09.2020 - 11:31) weiterlesen...

Scheuer kritisiert Lieferprobleme bei Elektroautos. "Alles, was ins Stocken gerät, ärgert mich seit langem", sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Aber in der Zeit der Pandemie sind Schuldzuweisungen nicht angebracht." Die Politik habe "kraftvolle Entscheidungen" getroffen, sagte Scheuer mit Blick auf die deutlich erhöhte staatliche Kaufprämie von bis zu 9000 Euro für ein Fahrzeug. BERLIN - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Lieferprobleme der Autoindustrie bei Elektroautos kritisiert. (Boerse, 16.09.2020 - 06:00) weiterlesen...