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BERLIN - Große Unternehmen in Deutschland müssen künftig bei der Besetzung von Posten der höchsten Management-Ebene Frauen stärker berücksichtigen.

11.06.2021 - 16:01:27

Bundestag beschließt Gesetz für mehr Frauen in Vorständen. Der Bundestag hat am Freitag das "zweite Führungspositionen-Gesetz" beschlossen. Das Vorhaben der großen Koalition sieht vor, dass in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit mehr als 2000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau im Vorstand sitzen muss.

und Südzucker .

Die neuen Regeln für Vorstände ergänzen die bereits bestehenden Vorgaben für Aufsichtsräte. Mit dem "ersten Führungspositionen-Gesetz" von 2015 wurden Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - verpflichtet, frei werdende Posten in dem Kontrollgremium mit Frauen neu zu besetzen, bis mindestens ein Anteil von 30 Prozent erreicht ist. Dort wo diese Quote gilt, liegt der Frauenanteil inzwischen bei mehr als 35 Prozent.

Um die Teilhabe von Frauen an Führungspositionen insgesamt zu stärken, brauche es Vorbilder - auch im Vorstand, heißt es in der Gesetzesbegründung. "Es bedarf Frauen an den Schaltstellen des Unternehmens, um eine Breitenwirkung zu erzielen und jungen Frauen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen." Mehr Frauen in den Vorstandsetagen würden mehr Frauen auf allen Führungsebenen der Unternehmen nach sich ziehen. Nach dem Bundestagsbeschluss muss das Gesetz nun noch durch den Bundesrat.

@ dpa.de