Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

CTS EVENTIM, DE0005470306

BERLIN - Gegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gibt es nach dem Scheitern der Pkw-Maut neue Vorwürfe.

22.10.2019 - 18:36:37

Neue Vorwürfe gegen Scheuer wegen geplatzter Pkw-Maut. Der Haushaltsexperte der Grünen im Bundestag, Sven-Christian Kindler, sagte am Dienstag, der CSU-Politiker habe den Bundestag und die Öffentlichkeit über die wahren Kosten der Pkw-Maut gezielt getäuscht. "Er wusste, dass sein Lieblingsprojekt deutlich mehr als die vom Bundestag genehmigten zwei Milliarden Euro kosten würde. Daher hat er Kosten und Risiken in erheblichem Ausmaß beim staatlichen Lkw-Maut-Betreiber Toll Collect versteckt." Zuerst hatten "Report Mainz" und die "Berliner Zeitung" darüber berichtet.

BERLIN - Gegen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gibt es nach dem Scheitern der Pkw-Maut neue Vorwürfe. Der Haushaltsexperte der Grünen im Bundestag, Sven-Christian Kindler, sagte am Dienstag, der CSU-Politiker habe den Bundestag und die Öffentlichkeit über die wahren Kosten der Pkw-Maut gezielt getäuscht. "Er wusste, dass sein Lieblingsprojekt deutlich mehr als die vom Bundestag genehmigten zwei Milliarden Euro kosten würde. Daher hat er Kosten und Risiken in erheblichem Ausmaß beim staatlichen Lkw-Maut-Betreiber Toll Collect versteckt." Zuerst hatten "Report Mainz" und die "Berliner Zeitung" darüber berichtet.

Das Ministerium wies die Vorwürfe zurück. Diese seien "unzutreffend", sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die Fakten seien bereits transparent auf der Website des Ministeriums veröffentlicht worden. Die Unterlagen zur Einbindung der Toll Collect GmbH in die Erhebung der Pkw-Maut seien außerdem dem Verkehrsausschuss des Bundestages bereits am 16. August zur Verfügung gestellt worden. Dazu habe auch ein sogenannter Unterauftragnehmervertrag zwischen dem Betreiber autoTicket und der Toll Collect GmbH gehört.

Hintergrund sind die Maut-Verträge mit den eigentlich vorgesehenen Betreibern Kapsch und CTS Eventim . Weil das CSU-Prestigeprojekt Pkw-Maut vom Europäischen Gerichtshof gekippt wurde, könnten die Unternehmen Schadenersatz fordern - die Opposition wirft Scheuer unter anderem vor, er habe Verträge voreilig abgeschlossen und Regelungen für den Schadenersatz vereinbart, die die Steuerzahler nun teuer zu stehen kommen könnten.

Am Freitag will der Bundestag auf Antrag der Opposition einen Untersuchungsausschuss zur Maut einsetzen. Das Ministerium argumentiert, es habe die Maut schnell umsetzen müssen, um erwartete Einnahmen zu sichern.

Bei den neuen Vorwürfen geht es darum, ob das staatliche Unternehmen Toll Collect und das Kapsch-Eventim-Konsortium Autoticket in bisher unbekannten Verträgen vereinbart haben, dass die Staatsfirma Toll Collect zu einem Preis bei der Pkw-Maut mitarbeitet, der nicht dem Marktpreis entspricht - und der Bund damit praktisch zusätzlich Geld an Autoticket zahlt.

Das Ministerium erklärte, durch die Einbeziehung von Toll Collect für Teilleistungen bei der Erhebung der Pkw-Maut hätten Synergien hergestellt werden sollen. Halter von im Ausland zugelassenen Fahrzeugen hätten die Ticket-Automaten von Toll Collect, die bereits zum Bezahlen der Lkw-Maut zur Verfügung stünden, für die Bezahlung der Pkw-Maut nutzen können. So hätten Kosten gespart werden können.

Der FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic sagte, Scheuer sei für die Umsetzung der gescheiterten Pkw-Maut offenbar jedes Mittel recht gewesen. "Als die Kosten zu hoch wurden, hat er einfach angefangen, mit Toll Collect zu tricksen." Die FDP-Fraktion habe schon vor Monaten kritisiert, dass Toll Collect nur verstaatlicht worden sei, um durch Buchungstricks die Pkw-Maut zu retten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ANALYSE-FLASH: Kepler Cheuvreux senkt CTS Eventim auf 'Hold' - Ziel hoch. Das dritte Quartal des Ticketvermarkters habe die Erwartungen klar übertroffen, schrieben die Analysten in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. FRANKFURT - Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat CTS Eventim von "Buy" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 43,50 auf 53,00 Euro angehoben. (Boerse, 06.11.2019 - 12:26) weiterlesen...

CTS Eventim profitiert vom Online-Ticketing - Kurs fällt nach Rekord. Umsatz und operatives Ergebnis wuchsen im dritten Quartal deutlich. Anleger machten nach den Zahlen aber erst einmal Kasse. Da half es auch nicht, dass der Konzern laut einem Händler besser abgeschnitten hatte als gemeinhin gedacht. Der Aktienkurs fiel am Dienstag zuletzt um 1,57 Prozent auf 53,40 Euro. Allerdings hatten die Papiere erst kurz zuvor ein Rekordhoch von 54,70 Euro erreicht. MÜNCHEN - Eine weiter hohe Nachfrage nach Online-Tickets und gute Geschäfte mit Konzerten treiben den Veranstalter und Tickethändler CTS Eventim weiter an. (Boerse, 05.11.2019 - 10:51) weiterlesen...

CTS Eventim profitiert von Online-Tickets und Konzerten - Kurs fällt nach Rekord. MÜNCHEN - Eine weiter hohe Nachfrage nach Online-Tickets und gute Geschäfte mit Konzerten haben CTS Eventim im dritten Quartal angetrieben. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende September im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf 378 Millionen Euro, wie der Konzertveranstalter und Ticketverkäufer am Dienstag in München bei der Vorlage von Eckdaten überraschend mitteilte. Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um 42,3 Prozent auf 65,2 Millionen Euro zu. Für das Gesamtjahr 2019 rechnet der Konzern unverändert mit Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Die endgültigen Zahlen sollen am 21. November veröffentlicht werden. CTS Eventim profitiert von Online-Tickets und Konzerten - Kurs fällt nach Rekord (Boerse, 05.11.2019 - 10:14) weiterlesen...