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BERLIN / FRANKFURT - Nach dem Zuschlag für die Lufthansa kämpfen die Beschäftigten bei Air Berlin um ihre Arbeitsplätze.

13.10.2017 - 15:37:25

Zukunft Tausender Air-Berlin-Beschäftigter bleibt ungewiss. Mehrere hundert Mitarbeiter kamen am Freitag in Berlin zu einer Jobmesse, bei dem sich die Lufthansa-Konzerntochter Eurowings präsentierte. Nach Air-Berlin-Angaben wurden 1000 offene Positionen angeboten, für fliegendes Personal, aber auch für die Verwaltung. Die Gewerkschaft Verdi forderte Lufthansa unterdessen zu Tarifverhandlungen auf, in denen der Übergang der Beschäftigten geregelt wird.

über bis zu 30 Flugzeuge, die Gespräche ziehen sich jedoch seit Wochen hin. Auch für die Techniksparte wird noch ein Käufer gesucht, zwei Mal wurde die Bieterfrist verlängert. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte am Donnerstag deutlich gemacht, dass sein Unternehmen keinen Bedarf habe.

Der Wechsel von Beschäftigten zur Lufthansa dürfte aus Gewerkschaftssicht ein Fall für die Arbeitsgerichte werden. "Es wird mit Sicherheit Klagen geben, und wir werden die Beschäftigten dann unterstützen", sagte ein Verdi-Sprecher. Die Betroffenen könnten argumentieren, dass eigentlich ein Betriebsübergang stattfinde, bei dem der Käufer bestehende Tarife übernehmen müsse.

Lufthansa überweist 210 Millionen Euro an Air Berlin - ein Schnäppchen, wie Verdi-Bundesvorstandsmitglied Behle mitteilte, die auch dem Lufthansa-Aufsichtsrat angehört. Zugleich verhalte sich der Konzern zynisch gegenüber den Beschäftigten. Verdi will mit Lufthansa in einem Tarifvertrag festlegen, wie bei Neueinstellungen ausgewählt wird. So könnte etwa bestimmt werden, Air-Berlin-Mitarbeiter bevorzugt einzustellen.

Air Berlin sprach am Freitag von einer erfolgreichen Jobmesse. Es seien weitere solcher Veranstaltungen geplant, mit der Deutschen Bahn, mit dem Land Berlin und mit weiteren Anbietern. Ein Unternehmenssprecher bekräftigte, Air Berlin sei auch offen dafür, eine Transfergesellschaft zu bilden. Die Fluggesellschaft könne diese aber nicht finanzieren.

@ dpa.de

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