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BERLIN - Fast die Hälfte der börsennotierten Unternehmen (44 Prozent), für die künftig eine Frauenquote im Vorstand gelten soll, hat bislang keine Managerin in dem Führungsgremium.

28.11.2020 - 07:34:00

Studie: Frauenquote für Topetage von Firmen macht großen Unterschied. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Organisation Fidar (Frauen in die Aufsichtsräte) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

und SDax sowie die aktuell 30 im regulierten Markt an der Börse notierten, voll mitbestimmten Unternehmen.

Für den Aufsichtsrat gibt es bereits eine Frauenquote: Nach dem seit Mai 2015 geltenden Gesetz müssen Firmen ab einer bestimmten Größe - in der Regel ab 2000 Beschäftigten - frei werdende Posten in dem Kontrollgremium mit Frauen neubesetzen, bis mindestens ein Anteil von 30 Prozent erreicht ist. Für rund 4000 weitere Firmen sieht das Gesetz vor, sich selbst Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in anderen Führungsgremien zu geben. Oft wurde dort jedoch die "Zielgröße Null" festgelegt.

"Nur klare gesetzliche Vorgaben mit Sanktionen führen zu mehr Gleichberechtigung, zumindest zahlenmäßig", sagte Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow. "Die Aufsichtsräte hatten über fünf Jahre Zeit, mit der Umsetzung individuell gesetzter Zielgrößen ein Zeichen für die Ernsthaftigkeit ihrer Bemühungen für mehr gleichberechtigte Teilhabe in den Führungsebenen zu setzen." Diese Chance sei vertan worden.

Bei den Kontrollgremien selbst stieg der Frauenanteil in den 190 untersuchten Konzernen den Angaben zufolge leicht auf zuletzt 32,7 Prozent. Das sei ein Zuwachs von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Frühjahr. Bei den aktuell 107 Firmen, die der Quote unterliegen, erreichte der Anteil der Managerinnen im Aufsichtsrat eine Höchststand von 35,4 Prozent. Die 83 nicht der Quote unterliegenden Firmen kamen lediglich auf 24,4 Prozent. Die Zahlen zeigten deutlich, welchen Unterschied die verbindliche Frauenquote mache, sagte Schulz-Strelow.

@ dpa.de