Transport, Verkehr

BERLIN - Fahrgäste der Deutschen Bahn können in den nächsten Jahren in zahlreichen neuen Zügen Platz nehmen.

21.09.2022 - 13:04:28

Deutsche Bahn: 19 Milliarden Euro für neue Züge bis 2030. Der Konzern investiere bis 2039 mehr als 19 Milliarden Euro in neue Züge, sagte Vorstandschef Richard Lutz am Mittwoch auf der Bahntechnikmesse Innotrans in Berlin. Das seien einige Milliarden Euro mehr als noch 2019 geplant. Hinzu kommen Investitionen in die Werkstätten. "Moderne Fahrzeuge machen die Bahn nicht nur noch klimafreundlicher, sondern auch zuverlässiger und kundenfreundlicher", sagte Lutz.

Damit mehr Menschen vom Auto auf die Bahn umsteigen können, sollen 2030 nach Unternehmensangaben rund 450 ICE durch Deutschland fahren, etwa 100 mehr als bis Ende dieses Jahres angepeilt sind. Nächstes Jahr kommen jeden Monat drei neue ICE aufs Gleis.

Allein für den Fernverkehr kauft die Bahn in den nächsten Jahren Züge für rund 10 Milliarden Euro, der Großteil davon entfällt auf ICE4. Rund 2,5 Milliarden Euro entfallen auf 73 ICE 3 Neo, von denen der erste im Dezember in Betrieb geht.

"An der Nachfrage wird die Verkehrsverlagerung nicht scheitern, das zeigen gerade die letzten Monate", sagte Lutz. Parallel müsse die Infrastruktur fit gemacht werden. Der Staatskonzern hatte eine Generalsanierung und einen Ausbau für mehr Kapazität auf seinen wichtigsten Schienenkorridoren ab 2024 angekündigt.

Trotz deutlich gestiegener Preise hielten die Bahn und der Bund an dem Kurs fest, sagte Lutz. Allerdings sei das in den Haushalten noch nicht hinterlegt. In diesem und im nächsten Jahr wolle der Staatskonzern das Notwendige erst einmal aus eigener Tasche finanzieren. Für die Zeit ab 2024 wolle die Bahn gemeinsam mit dem Bund als Eigentümer überlegen, wie eine nachhaltige Finanzierung aussehen könne. "Ich habe aber keinerlei Zweifel, dass uns da eine gute Lösung gelingen wird", sagte Lutz.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Sabotage-Verdacht nach Lecks in Nord-Stream-Leitungen. In Polen, Russland und Dänemark wird ein gezielter Anschlag auf die europäische Gasinfrastruktur als Ursache für die als beispiellos geltenden Schäden an beiden Pipelines für denkbar gehalten. Auch aus Sicht deutscher Sicherheitskreise spricht vieles für Sabotage. Sollte es sich um einen Anschlag handeln, würde angesichts des Aufwands nur ein staatlicher Akteur infrage kommen, hieß es am Dienstag. Zwar wird aktuell durch keine der Pipelines Gas geliefert, der Gaspreis stieg angesichts der Verunsicherung aber. Am Montag war in den Leitungen von Russland nach Deutschland ein plötzlicher Druckabfall beobachtet worden. BERLIN/KOPENHAGEN - Nach gleich drei Lecks in nur kurzer Zeit an den Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 wird ein Sabotageakt nicht ausgeschlossen. (Boerse, 27.09.2022 - 16:28) weiterlesen...

Schwedischer Experte: Explosionen bei Nord-Stream-Lecks. Es bestehe kein Zweifel daran, dass es sich um Sprengungen oder Explosionen handele, sagte der Seismologe Björn Lund vom Schwedischen Seismologischen Netzwerk (SNSN) am Dienstag dem schwedischen Rundfunksender SVT. STOCKHOLM - Messstationen in Schweden und Dänemark haben einem Medienbericht zufolge vor dem Entstehen der Nord-Stream-Gaslecks in der Ostsee kräftige Detonationen unter Wasser verzeichnet. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 16:18) weiterlesen...

WDH: Erneuter Streik am größten britischen Containerhafen (Wiederholung: Im 2. (Boerse, 27.09.2022 - 15:23) weiterlesen...

Erneuter Streik am größten britischen Containerhafen. Die Gewerkschaft Unite hatte im Kampf um höhere Löhne seit dem Morgen am walisischen Hafen Felixstowe zum Streik aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich rund 1900 Mitglieder. Sie fordern ein Gehaltsplus von zehn Prozent und lehnen das bisherige Angebot der Arbeitgeber - sieben Prozent und eine Einmalzahlung von 500 Pfund (rund 560 Euro) mit der Begründung ab, dies sei angesichts der explodierenden Inflation immer noch ein Reallohnverlust. FELIXSTOWE - Am größten Containerhafen Großbritanniens haben große Teile der Belegschaft am Dienstag erneut die Arbeit niedergelegt. (Boerse, 27.09.2022 - 14:48) weiterlesen...

Krisensitzungen in Dänemark und Schweden wegen Nord-Stream-Lecks. Als man von den Lecks erfahren habe, sei das Krisenmanagement zusammengerufen worden, an dem mehrere Ministerien und Behörden beteiligt seien, sagte die schwedische Außenministerin Ann Linde am Dienstag der Zeitung "Aftonbladet". Der dänische Außenminister Jeppe Kofod habe sie kontaktiert, virtuelle Treffen seien am Abend geplant. Auf die Frage, was genau passiert sei, sagte sie: "Ich möchte nicht darüber spekulieren. KOPENHAGEN - Nach der Beschädigung der Nord-Stream-Gaspipelines unter der Ostsee sind in Dänemark und Schweden Krisenstäbe einberufen worden. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 14:44) weiterlesen...

KORREKTUR/GESAMT-ROUNDUP: Lecks an Nord-Stream-Leitungen. Absatz, 1. (Im 9. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 14:31) weiterlesen...