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Meta, US30303M1027

BERLIN - Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen drängt die Politik, sich besseren Einblick in die Funktionsweise von Online-Netzwerken zu verschaffen.

04.11.2021 - 10:21:03

Mehr Transparenz ist die Lösung. "Wir brauchen genug Daten, um als Öffentlichkeit diese Systeme zu verstehen", sagte Haugen der Deutschen Presse-Agentur. Dafür müssten die Unternehmen verpflichtet werden, regelmäßig - "etwa wöchentlich, täglich" - Informationen bereitzustellen.

zu ändern, habe sie schockiert. Sie sehe darin den Versuch, die Aufmerksamkeit von der Debatte über von Facebook ausgelöste ethnische Gewalt auf Videospiele zu lenken. In ihrer Zeit bei Facebook hätte man die dafür bereitgestellten Ressourcen für den Schutz der Nutzer gut gebrauchen können. "Die Tatsache, dass Facebook sich 10 000 Entwickler für Videospiele leistet, aber nicht für Sicherheitssysteme, zeugt meiner Meinung nach von einer eklatanten Führungsschwäche."

Ein Sprecher des Meta-Konzerns wies diese Verknüpfung am Donnerstag als einen "lächerlichen Vergleich" zurück. "Es ist nicht so, dass ein Unternehmen nur neue Technologien entwickeln oder in die Sicherheit der Menschen investieren kann." Meta mache beides. "Wir sind dabei, allein im Jahr 2021 fünf Milliarden Dollar für Sicherheit auszugeben und haben 40 000 Leute, die daran arbeiten - in 70 Sprachen, inklusive Deutsch."

Persönlich sorgt sich Haugen nach dem Gang an die Öffentlichkeit um ihre Sicherheit. "Wovor ich am meisten Angst habe, ist vermutlich nicht Facebook. Es ist, dass es eine Menge Leute gibt, die davon profitieren, wie das System heute funktioniert." Sie befürchte, dass diese Leute Gerüchte über sie verbreiten könnten, die irgendjemanden radikalisierten. "Ich denke, es gibt die Möglichkeit, dass jemand Verschwörungstheorien über mich glauben und mir Schaden zufügen könnte", sagte die 37-Jährige. So stoße sie bei Twitter auf extreme Ideen über sich. Sie sei auch um ihre Familie besorgt: "Ich lese Bedrohungs-Analysen über Leute, die sich im Dark Web über meine Mutter unterhalten."

Die Aufmerksamkeit nach ihren Enthüllungen findet Haugen "surreal", während sie generell auf ihre Privatsphäre bedacht sei. "Ich denke, dass es bei den Menschen einen Hunger danach gibt, in diese Systeme hineinzusehen, die einen so großen Einfluss auf ihre Leben haben." Sie sei dankbar, dass sie ihre Informationen ernst nähmen.

Als sogenannte Whistleblowerin, die Fehlverhalten anprangert, genießt Haugen Schutz nach US-Recht. Seit sie Facebook im Frühjahr verließ, lebe sie persönlich von ihren Ersparnissen - die unter anderem dank früher Investitionen in Kryptowährung ausreichten. "Ich könnte 20 Jahre so weitermachen, wenn auch nicht für immer." Rechtlich werde sie unentgeltlich von der Organisation Whistleblower Aid vertreten und sei dankbar für die Unterstützung von mehr als 1000 Spendern.

@ dpa.de

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