Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Ein Jahr nach der ersten Corona-Impfung in Deutschland ist jeder Zweite unzufrieden mit der Organisation der Kampagne.

24.12.2021 - 13:32:29

Umfrage: Jeder Zweite unzufrieden mit Organisation der Impfkampagne. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zeigten sich 19 Prozent der Befragten "sehr unzufrieden" und weitere 31 Prozent "eher unzufrieden" damit, wie das Impfen in den vergangenen zwölf Monaten gelaufen ist. Dagegen sind nur 36 Prozent "eher zufrieden" und 7 Prozent "sehr zufrieden". Weitere 7 Prozent machten keine Angaben.

Am 26. Dezember 2020 waren ein Jahr nach dem Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle die ersten Menschen in Deutschland gegen das Virus immunisiert worden. Offiziell startete die Impfkampagne in der gesamten Europäischen Union am 27. Dezember.

Seitdem sind in Deutschland 61,3 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft worden, was 73,7 Prozent der Bevölkerung ausmacht. 70,7 Prozent sind bereits zwei Mal geimpft, 35,0 Prozent sogar drei Mal. 21,8 Millionen Menschen in Deutschland (26,3 Prozent der Bevölkerung) sind laut Statistik noch nicht geimpft. An der Impfkampagne hat es immer wieder Kritik gegeben, die unter anderem die Beschaffung von Impfstoff betraf.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) will das Impfen über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel weiter vorantreiben. Er hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis zum 7. Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft sind. Scholz hat sich außerdem dafür ausgesprochen, dass der Bundestag Anfang nächsten Jahres über eine allgemeine Impfpflicht entscheidet.

62 Prozent der Menschen in Deutschland befürworten der YouGov-Umfrage zufolge einen solchen Schritt. Nur 29 Prozent sind dagegen, 9 Prozent machten keine Angaben. Damit hat sich die Stimmung seit Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland vor knapp einem Jahr gedreht. Wenige Tage nach der ersten Impfung am 26. Dezember vergangenen Jahres hatten sich in einer YouGov-Umfrage noch 56 Prozent gegen eine allgemeine Impfpflicht und nur 33 Prozent dafür ausgesprochen. Auch die Bundesregierung hatte eine allgemeine Impfpflicht lange Zeit abgelehnt.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Experten empfehlen: Viagra weiter nur auf Rezept. Ein Expertengremium der Arzneimittelbehörde BfArM in Bonn empfahl am Dienstag, den Wirkstoff nicht aus der Verschreibungspflicht zu entlassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichte die Empfehlung des Expertengremiums auf seiner Internetseite. BONN - Der Viagra-Wirkstoff Sildenafil bleibt rezeptpflichtig. (Boerse, 25.01.2022 - 17:05) weiterlesen...

RKI: Rund 316 000 Impfungen am Montag - größtenteils Auffrischungen. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht, waren davon rund 28 000 Erstimpfungen und rund 52 000 Zweitimpfungen. Beim Rest handelte es sich demnach um 236.000 Auffrischungsimpfungen. Am Montag der vergangenen Woche waren rund 468 000 Dosen gespritzt worden, am Montag vor zwei Wochen waren es etwa 551 000 gewesen. BERLIN - In Deutschland sind am Montag rund 316 000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. (Boerse, 25.01.2022 - 15:31) weiterlesen...

Neue Impfkampagne der Bundesregierung in mehreren Sprachen. "Die Kampagne wird neben Deutsch auch in den Sprachen Arabisch, Englisch, Russisch und Türkisch ausgespielt", teilte das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Montag mehrere Plakatmotive der neuen Kampagne vorgestellt. BERLIN - Die neue Corona-Impfkampagne der Bundesregierung wird es in mehreren Sprachen geben. (Boerse, 25.01.2022 - 14:59) weiterlesen...

Johnson & Johnson mit Umsatz- und Gewinnsprung im vergangenen Jahr. Dazu trugen vor allem das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneien sowie mit dem Corona-Impfstoff bei, wie J&J am Dienstag in New Brunswick mitteilte. Im neuen Jahr will das Unternehmen zwar die Erlöse weiter steigern und noch mehr verdienen. Das Wachstumstempo dürfte allerdings nachlassen, wohl auch weil mit weniger Einnahmen durch das Vakzin zu rechnen ist. NEW BRUNSWICK - Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. (Boerse, 25.01.2022 - 14:56) weiterlesen...

Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden. MAINZ/NEW YORK - Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. (Boerse, 25.01.2022 - 14:48) weiterlesen...

Experte: Nichterfassung durch PCR-Priorisierung nicht abschätzbar. Die Gesundheitsämter könnten nicht seriös beziffern, wie viele PCR-Tests bislang auf positive Schnelltests zurückgingen, denn eine entsprechende Erfassung gebe es nicht, sagte Harald Rau auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Umkehrschluss sei auch nicht abschätzbar, wie hoch eine künftige Nichterfassung via PCR-Tests durch die neuen Pläne der Bundesregierung sein dürfte. KÖLN - Dem Kölner Gesundheitsdezernenten Harald Rau zufolge ist kaum absehbar, wie viele Corona-Fälle künftig unerkannt bleiben dürften, wenn der Einsatz von PCR-Tests auf Menschen aus bestimmten Gruppen konzentriert wird. (Boerse, 25.01.2022 - 14:40) weiterlesen...