Produktion, Absatz

BERLIN - Die Verbraucherzentralen und Umweltschützer warnen vor Verwirrung durch neue Logos für Fleisch im Supermarkt.

27.03.2018 - 15:55:24

Verbraucherschützer warnen vor Verwirrung bei Fleisch-Logos. "Wir brauchen nun schnell ein staatliches Tierwohllabel", forderte Sophie Herr, Expertin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, am Dienstag. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, ein "Flickwerk" unterschiedlicher Kennzeichnungen schaffe keine Klarheit beim Einkauf.

Die CDU-Politikerin sagte der "Rheinischen Post" (Dienstag), die Verbraucher sollten künftig bewusst zu Waren aus Ställen mit mehr Tierwohl greifen können. "Es wird immer noch so sein, dass es auch preiswertes Fleisch gibt." Mit dem neuen Label könnten Verbraucher aber entscheiden, "was ihnen Tierwohl auch im Preis wert ist".

Klöckners Amtsvorgänger Christian Schmidt (CSU) hatte schon Kriterien für ein "Tierwohllabel" wie etwa mehr Platz im Stall vorgestellt, das Landwirte freiwillig nutzen können. Die Pläne wurden bis zur Bundestagswahl aber nicht mehr umgesetzt. Nun will die große Koalition einen neuen Anlauf für die Einführung nehmen.

Diskutiert wird über solche Kennzeichnungen seit Jahren. Schon seit 2015 läuft die "Initiative Tierwohl". Dabei werden Zusatzleistungen freiwillig teilnehmender Landwirte aus einem Fonds honoriert, in den Supermarktketten einzahlen. Unabhängig davon will der Discounter Lidl

- wie Anfang Februar angekündigt - am kommenden Dienstag (3. April)

eine eigene Stufen-Kennzeichnung für Fleisch von Schweinen, Rindern, Puten und Hähnchen starten. Dies solle Kunden unterstützen, "eine bewusste Kaufentscheidung für eine tierwohlgerechtere Haltung zu treffen", sagte Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf, am Dienstag. Auch der Bauernverband schlägt eine Schweine-Haltungskennzeichnung vor.

Der BUND nannte das Lidl-System "einen guten Schritt", der aber keine staatlich verpflichtende Kennzeichnung ersetzen könne. Die gewählten Stufen wichen zudem von der erfolgreich etablierten Kennzeichnung für Eier ab. So steht bei Eiern die Stufe 0 für bio und damit für den höchsten Standard, im Lidl-"Haltungskompass" ist es die Stufe 4. Dies dürfe nicht zu großer Verwirrung führen, forderte der Tierschutzbund.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter mahnte: "Wenn jetzt jede Supermarktkette ihre eigene Kennzeichnung aus dem Boden stampft, stiftet das nur Verwirrung." Einen "Labeldschungel" brauche niemand. Er kritisierte, dass sich die Bundesregierung laut Koalitionsvertrag mit dem Ausarbeiten eines "Wischi-Waschi-Labels" bis zu zwei Jahre Zeit lassen wolle. Die Umweltorganisation Greenpeace erklärte, es gebe keinen Grund für die Ministerin, sich vor einer gesetzlichen und verpflichtenden Lösung zu drücken.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Umgang mit dem Iran langfristig regeln. Der vor allem in den USA umstrittene Atomdeal mit der islamischen Republik sei nur eine von vier Säulen der Politik. Es müsse in einem "neuen Deal" auch der Einfluss des Irans im Nahen Osten, die Begrenzung des iranischen Raketenprogrammes und der langfristige Verzicht auf Atomwaffen geregelt werden, sagte Macron. WASHINGTON - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach Gesprächen mit seinem US-Kollegen Donald Trump ein neues Gesamtkonzept für den Umgang mit dem Iran ins Gespräch gebracht. (Wirtschaft, 24.04.2018 - 20:39) weiterlesen...

Trump schwächt Position zu US-Soldaten in Syrien leicht abt. Trump bekräftigte am Dienstag zwar seine Absicht, die US-Soldaten möglichst bald aus dem Land abziehen zu wollen. Er fügte aber hinzu, dass man zunächst den Einsatz gegen den Islamischen Staat (IS) beenden müsse. Man wolle eine "starke und nachhaltige Fußspur" in Syrien hinterlassen, sagte Trump bei einer Pressekonferenz mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron im Weißen Haus. Trump begründete seine Haltung auch damit, dass der Iran seinen Einfluss in Syrien nicht ausweiten dürfe. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat seine Position zu einem Abzug des US-Militärs aus Syrien abgeschwächt. (Wirtschaft, 24.04.2018 - 19:48) weiterlesen...

Trump unterstreicht harten Kurs gegen den Iran. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron sagte Trump am Dienstag in Washington, Iran dürfe niemals erlaubt werden, Atomwaffen zu entwickeln. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat einen strikten politischen Kurs seiner Regierung gegen den Iran unterstrichen. (Wirtschaft, 24.04.2018 - 19:20) weiterlesen...

Macron: Neue Atomgespräche mit Iran müssen regionale Kräfte einbinden. Es gelte den Weg für eine neue Übereinkunft zu ebnen, sagte Macron am Dienstag in Washington. Gespräche darüber müssten die politischen Kräfte in der Region sowie Russland und die Türkei einbinden. Ziel müsse es sein, nachhaltige Stabilität für den Nahen Osten zu gewährleisten. "Wir sind nicht naiv, was den Iran angeht", sagte Macron. Gleichzeitig bringe er dem iranischen Volk eine große Menge Respekt entgegen. WASHINGTON - Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump Bereitschaft zu Gesprächen über einen neuen Atomdeal mit dem Iran signalisiert. (Wirtschaft, 24.04.2018 - 19:18) weiterlesen...

Wirtschaft alarmiert über Fachkräftemangel In einem gemeinsamen Appell fordern die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft die Bundesregierung zum Handeln auf. (Politik, 24.04.2018 - 18:39) weiterlesen...

Röttgen warnt USA vor Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran. Auch im Ukrainekonflikt und in den Handelsbeziehungen mit China sei ein gemeinsames Vorgehen der USA und Europas unumgänglich, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages am Dienstag der Mediengruppe RTL/N-TV am Rande einer Sitzung der Unionsfraktion. BERLIN - Vor dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump an diesem Freitag hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen die USA davor gewarnt, das Atomabkommen mit dem Iran einseitig zu kündigen. (Wirtschaft, 24.04.2018 - 18:34) weiterlesen...